Kapitel 1

76 4 0
                                        

Es war der erste Tag der Schule und mit großen bedauern musste ich feststellen das mein sogenannter bester Freund meinte nicht in der Klasse aufzutauchen. Als ich ihn darauf hin ansprach fand ich heraus das er wohl krank wahr und nicht zum Unterricht erscheinen konnte. Meine Begeisterung hielt sich dementsprechend in Grenzen heute die vollen acht Stunden in diesem Gebäude der Langeweile zu verbringen.Ich war gerade schon dabei mich innerlich zu verfluchen, als eine Durchsage meiner Direktorin durch die Hallen schallte. "Herr Lee bitte in das Direktorrat kommen. Vielen Dank."Mein Herz rutschte bestimmt drei Etagen tiefer. Hatte ich was gemacht? Aber was denn? Egal wie sehr ich darüber nachdachte, mir wollte patu nichts einfallen was ich gemacht haben könnte. Langsam begab ich mich in Richtung Büro. Ohne das ich es wirklich bemerkt hatte, fing ich an zu zittern. Das passiert immer wenn ich nervös oder ängstlich war. Und die Tatsache das beides gerade auf mich zu traf machte das alles nicht wirklich besser.

Vor der geschlossenen Tür atmette ich nochmal durch und betete zu mir selber das es nichts schlimmes war was ich jetzt zu hören bekommen würde. Wer weiß, es kann ja auch sein das ich Unterlagen für Chan mitnehmen sollte, welcher ja heute krank war. Die Ungewissheit und der Wunsch danach diese los zu werden siegte über meine Angst und so klopfte ich an das doch schon sehr alt gewordene Holz."Herein". Ich öffnete die Tür und trat ein. Hinter mir schloss ich sie dann wieder, verbeugte mich und saß mich dann auf den Stuhl. Dieser stand direkt vor dem Schreibtisch der Schulleitung. Nervös kaute ich auf meiner Unterlippe herum. Ich bemerkte das ich anfing zu schwitzen. Mein Blick wanderte von der einen Ecke des Zimmers zur anderen. Meine Hände spielten ein ganz komisches ineinander hacken Spiel miteinander. "Herr Lee ich möchte sie gerne darüber informieren, dass wir ihre Sommerlektüre noch nicht erhalten haben. Sie wissen bestimmt das diese Pflicht war und bis gestern abgegeben werden sollte?"Ich riss meine Augen auf, als ich hörte was sie mir gesagt hatte. Dieser blöde Auftrag. Den hatte ich total verpeilt. Verdammt was mach ich jetzt? Rausreden kann ich mich definitiv nicht, da wir eine Mail von der Schule bekommen haben die uns daran erinnern sollte.Ich zupfte etwas an meiner Uniform herum und räusperte mich. "Nunja ich möchte vor Ihnen nicht lügen deshalb werde ich ehrlich mit Ihnen sein. Ich habe diese Aufgabe aufgrund von Stress vergessen und sie daher nicht erledigt. Es tut mir wirklich leid Sie enttäuscht zu haben." Ich traute mich nicht ihr ins Gesicht zu sehen, weil ich genau wusste was ich in diesem sehen würde. Enttäuschung und Missgunst mir gegenüber. Sie wusste das ich kein besonders guter Schüler war und das auch meine mündlichen Noten zu wünschen übrig ließen.

Frau Chong rieb sich dei Schläfen und seufste. "Da du gerade zumindest ehrlich zu mir warst und ich finde das du sonst keinerlei negativen Einträge in deiner Akte aufzuweisen hast, gebe ich dir noch eine Chance dieses Fopa aus der Welt zu schaffen." Ich sagte nichts, sondern nickte und wartete darauf das sie weiter sprach, damit ich wusste was nun meine Aufgabe sein sollte.Sie setzte sich etwas gerader hin und sah nun auf Ihre Papiere, welche vor Ihr auf dem Schreibtisch lagen. "Ich möchte das du bis zum ende diesen Monats eine Ausarbeitung zu Lieutenant Hwang Hyunjin bearbeitest. Über sein Leben, wie sein familiärer Stand war und alles drum und dran. Je nach wie gut deine Ausarbeitung ausfällt werde ich über eine Strafe hinweg sehen." Wie bitte? meinte sie das gerade ernst? Hwang Hyunjin war ein ehmaliger Soldat im Jahre 1794 gewesen und es gibt nichts, und ich wiederhole nichts über ihn. Weder gibt es Informationen zu seiner Person im Internet oder in Büchern. Es war als hätte er nicht existiert, wenn er kein bekannter Kriegsheld gewesen wäre. Das Einzige was man über Ihn herausfand war sein Todestag und das er bei der Berfreiung der Königsfamilie eine große Rolle gespielt hat. Ich wollte protestieren. Frau Chong sagen wie unfair das ist, da es unmöglich war eine vernünftige und gute Ausarbeitung über L.Hwang zu verfassen.

Doch ich blieb still, chluckte meinen Ärger herunter und nickte nur. "Ich werde mir großse Mühe geben. Danke für die Möglichkeit meinen Fehler wieder gut zu machen. Ich werde sie ganze bestimmt nicht enttäuschen." Ich stand auf, verbeugte mich und verschwand so schnell es mir möglich war aus dem Büro. Meine Nerven waren nun komplett am Ende und ich schrieb mich innerlich ab. Niemals würde ich diesen Auftrag zufriedenstellend erlediegen können. Das bedeutet das auf mich eine unangenehme Zeit warten würde. Ich kann nichts tun außer auf meine eigene Hinrichtung zuzulaufen. Meine Schritte waren langsam und meine Gedanken absolut nicht da wo sie eigentlich hätten sein sollen. Selbst das läuten der Klingel, welche darauf hinwies, das der Unterricht beginnen würde waren mir gleichgültig. MIr war es wichtiger eine Lösung für das Problem zu finden. Also verschnellerte ich meine Schritte etwas und begab mich in Richtung des Daches. Schülern war es eigentlich verboten auf das Dach der Schule zu gehen, da dieses nicht abgesichert war. Allerdings war es Winter und es schneite dazu noch. Was bedeutete das mich hier oben niemand erkennen oder stören würde. Im Sommer ist es eine völlig andere Geschichte. Wenn das Wetter gut ist, schleichen sich viele Schüler aufs Dach um die Aussicht und die Mittagspause zu genießen. Die Schule lag etwas höher gelegen dadurch hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und die anderen Berge. wenn dazu noch die Kirschblüten von den Bäumen nieselten sah das alles wie ein Gemälde aus. Als ich die Aussicht das erste mal gesehen hatte blieben mir die Worte weg. Anhand der Aussicht und das man hier oben seine Ruhe hatte, kamen im Sommer des öfteren Lehrer auf das Dach um zu überprüfen, ob sich an das Verbot gehalten wurde.

Beyond timeWhere stories live. Discover now