collapse again

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Kapitel 1

TW: Depressionen/depressives Verhalten

Ihr Absätze hallten durch die Gänge,als sie zügig den Flur in Richtung Plenarsaal durchquerte.Im letzten Moment,bevor die Sitzung durch Bärbel bas eröffnet wurde,ließ sie sich auf ihren blauen Sitz auf der Regierungsbank fallen,sie blickte durch den Saal und sah,dass dieser wegen der heutigen Abstimmung seit Wochen mal wieder bis auf den letzten Platz belegt war.
Sie ließ ihren Stimmzettel in den gläsernen Kasten fallen und machte sich wieder auf den Weg zurück in den Saal,angekommen verwickelte sie sich direkt in ein Gespräch mit Kollegen ihrer Fraktion und musste wegen den Witzen,die Claudia mal wieder zum besten gab,laut lachen,doch als sie sein neutral klingendes „Hallo zusammen" neben sich war nahm,erstarb ihr Lachen auf die Sekunde und ihr Körper war wie eingefroren.
Seid Monaten gingen sie sich aus dem Weg,nein eher Annalena ging Robert aus dem Weg,seine Nummer hatte sie blockiert,an das letzte private Gespräch konnte sie sich schon gar nicht mehr erinnern und seine Anwesenheit mied sie aus einem Grund,den keiner außer die selbst kannte.
Sobald seine Stimme erklang und er sich an dem Gespräch,welches ihr eben noch gut gefallen hatte beteiligte,machte sie sich stumm aus dem Staub und ging auf ihren Platz um sich wieder zu sammeln,sie saß dort einfach starrte auf die Menschen und wartete bis die Sitzung wieder eröffnet wurde.
Ihre Rede brachte sie zu ihrem Glück fehlerfrei über die Bühne und war froh,als die Sitzung für beendet erklärt wurde,noch in dieser Sekunde sprang sie auf und machte sich auf den Weg ins auswärtige Amt,draußen wurde sie wie immer vom zahlreichen Journalisten belagert,welche ihre bodyguards zur Seite drängten,damit sie in Ruhe in die Limousine steigen konnte.
Bis spät in die Nacht arbeitete sie Dokumente ab,telefonierte mit Regierungsvertretern und eigentlich hatte sie immernoch einen ganzen Berg an Papieren,aber ihre Augen fielen ihr sekündlich zu und Konzentration war ein Fremdwort nach Stunden von reiner bürokratischer Arbeit ohne Pause.
Um drei Uhr betrat sie ihre dunkle,kalte Wohnung und fiel völlig fertig ins Bett,mit der Gewissheit,dass sie in knapp vier Stunden wieder aufstehen müsste.Doch an Schlaf war nicht zu denken,sie kam einfach nicht zur Ruhe kurzerhand schaltetet sie ihr Handy wieder an und scrolle durch Instagram,bei einem alten Bild von ihr und Robert,bei der Wahl zur Parteispitze,blieb sie hängen.Sie analysierte das bild und beneidete ihr jüngeres Ich um das fröhliche Lächeln,dass sie trug,Robert hatte einen Arm um sie gelegt und alle Probleme der Zukunft und ihrer schwierigen Vergangenheit waren weit weg,ohne,dass Annalena es bemerkte,liefen ihr die Tränen über die Wangen,sie legte ihr Handy weg und fiel nach weiterem hin und her wälzen in einen unruhigen Schlaf.

Als sie morgens in den Spiegel guckte,erkannte sie sich selbst nicht mehr wieder,tiefe Augenringe,die den letzten Wochen geschuldet waren,hingen unter ihren glanzlosen Augen,ihre Haut war blas und insgesamt wirkte sie schmaler und zerbrechlicher als noch vor Monaten.Trotzdem zwang sie sich den heutigen Tag wie alle anderen durchzuziehen und war pünktlich wie sie war im Bundestag,an ihrem Platz holte sie Dokumente raus und begann diese durchzulesen,da sie gestern Abend keine Kraft mehr hatte,sie bekam gar nicht mit,wie der Saal sich füllte und auch die anderen Minister*innen sich auf ihren Plätzen eingefunden hatten.Doch plötzlich stieg ihr ein ganz bestimmter Duft in die Nase,nicht irgendeiner,sondern der seines Parfüms,früher war dies ihr Lieblingsduft gewesen,doch diese Zeiten waren seit genau acht Monaten vorbei.Sie beschloss,sich ab jetzt auf die Sitzung zu konzentrieren und ihre Punkte in die Debatte miteinbeziehen. Als Robert zum Rednerpult trat,senkte sie ihren Kopf wie auf Knopfdruck,um ihm bloß nicht ausversehen in die Augen zu schauen.
Robert erhielt viel Applaus für seine Rede,sogar vereinzelt aus der Fraktion der CDU/CSU,doch ein Applaus fehlte,ihrer.Sie schaute weiter verkrampft auf ihre Zettel und räumte diese in ihre Tasche,als die Sitzung endlich geschlossen wurde,pünktlich sprang sie auf und machte sich auf direktem Weg in ihr Büro,diesmal im Bundestag.Gegen Mittag schreckte ein klopfen sie aus ihrer Arbeit auf und Claudia betrat den Raum und setzte sich ihr gegenüber an den Schreibtisch. „Was ist los Anna,ich mach mir Sorgen um dich,es kann doch nicht nur an diesem Streit liegen?" Annalena blickte nicht auf,als sie leise „Alles gut,mir geht es gut" antwortete,die selbe Antwort wie seit Monaten.Claudia blieb noch kurz sitzen,in der Hoffnung,annalena würde sich ihr gegenüber doch noch öffnen,wie sie es schon seit Monaten versuchte,doch als annalena sie ignorierte,stand sie irgendwann auf,ließ sie lieber in Ruhe.Als die Tür endlich ins Schloss fiel atmete annalena auf,endlich hatte sie ihre Ruhe wieder,naja eigentlich hatte sie diese fast immer,seit sie sich zurückgezogen hatte und ihre wenige freie Zeit lieber alleine mit sich selbst verbrachte.
Der Wagen bog in ihre Straße ab und ließ Annalen zuhause raus,sie kramte ihre Schlüssel aus ihrer Handtasche,doch diese fielen hinter ihr die Stufen hinab.Noch während sie sich umdrehte erstarrte ihr Körper und sie fing an zu zittern als hätten sie statt sommerliche Temperaturen tiefen Winter,ihr Atmen setzte aus und als sie nach Luft Rang setzte dieser nur stoßweise wieder ein.Der Grund für diesen Gefühlsausbruch ging weiter die Straße hinab,er hatte sie zu ihrem Riesen Glück nicht bemerkt.Sie stürzte sich auf ihre Schlüssel,öffnete die Tür und rannte sie Treppen zu ihrer Wohnung in so einem Tempo hoch,das sie Stufen unter ihr wie verrückt knarrten,die Tür war noch nicht zugefallen,da brach sie in sich zusammen.Sie weinte,sie schrie nein sie brüllte und begann haltlos zu zittern.Die fragen in ihrem Kopf fanden kein Ende: wie konnte das sein? Seit wann war er wieder draußen?War er wegen ihr in der Gegend?War er nicht zu über einem Jahr Haft verurteilt wurden?
Annalena schaffte es,sich irgendwie in ihr bett zu bewegen und würde dort auch die nächsten Tage nicht raus kommen,sie konnte es schlichtweg ist.Sie hatte schon öfters solche Tiefs gehabt,das letzte vor acht Monaten,nur mit Hilfe eines Therapeuten war sie dort wieder raus gekommen und nun war es wieder soweit und es schien in diesem Moment unmöglich hier wieder raus zu kommen.

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Ich bin mir unsicher,ob ich diese Story groß fortsetzen werde,aber die Idee hatte ich schon länger und wollte es einfach probieren.

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