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Genervt zurrte ich die letzten Teile meiner Rüstung fest. Sie würde mich wie immer eher behindern als schützen.
Dann nahm ich mir eines der Übungsschwetter mit stumpfer Klinge dazu. Den Schild lies ich liegen, ich war lange schon besser, als der Schwertmeister und kam wenigstens um den Schild drumherum.
Ich lief hinaus auf den Sandplatz. Wie immer schlecht gelaunt. Ich würde es schnell hinter mich bringen und dann .... tja, mal schauen, was ich dann machen würde ....
Spöttisch verbeugte ich mich vor dem Meister, machte mich locker und stellte mich vollkommen entspannt in die Startposition.
Nach dem er sich ebenfalls bereit gemacht hatte griff ich sofort an.
Mein Schwert pfiff durch die Luft, beschrieb einen Halbbogen und krachte mit voller Wucht gegen die parrierende Klinge, doch ich bewegte mich weiter, tanzte um meinen alten Lehrer herum, löste dabei mein Schwert und lies den Angriff weiter laufen.
Ein weiterer Schlag später und Meister Meron lag am Boden.
Ich grinste: "10 Sekunden habt ihr euch gehalten, nicht schlecht."
Ich legte mir mein Schwert über die Schultern und machte mich auf zur Rüstungskammer.
"Was soll das? "
Langsam drehte ich mich herum.
"Vater?"
"Dein Training ist noch nicht beendet."
"Das kann man nicht Training nennen..."
Sein Blick verfinsterte sich. "Das liegt nicht an Meister Meron! Nimm dich zusammen und trainiere anständig!"
Ich werfe ihm einen wütenden Blick zu. Dann muss halt der Schwertmeister drunter leiden, ich werde schließlich nicht der jenige sein, der mit blauen Flecken und Prellungen das Training beendet.
Ich hebe das Kinn und mache kehrt zum Übungsplatz.
Meister Meron ist selber nicht begeistert, er kennt mich zu gut.

Etwas mehr als eine Stunde später sind wir endlich fertig. Ich schäle mich aus meiner Rüstung und mache mich auf zu den Bädern. Ich habe doch etwas das Schwitzen angefangen, aber trotzdem war das Training für mich unnötig.
Ich suche mir ein freies Bad, lasse mir warmes Wasser ein und gebe ein paar Öle hinein.
Normal würden sowas Diener machen, doch ich halte nicht viel davon, mich ständig bedienen zu lassen, weil ich glaube, dass man davon unselbständig und verweichlicht wird.
Ich ziehe mich aus und strecke mich, bevor ich ins Wasser steige.
Meine Schultern sind wie immer verspannt und die schwarzen Schwingen, die aus ihnen heraus ragen, wie immer auch, ich brauche dringend mal wieder einen Ausflug.
Seufzend entspanne ich mich und schließe die Augen, meine Gedanken schweifen ab, wandern zu Dingen, die ich gerne erleben würde ....

Irgendwann wird mir das Wasser zu kalt und ich lasse es ablaufen.
Ich liebe solche Bäder, sie sind fast so toll wie fliegen, ja fliegen ....

Schwarze Schwingen (pausiert)Historias para obsesionarse. Descúbrelo ahora