Schluss mit dem Unsinn

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Pov. Violet
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Krach! „Och Violet, hab ich dir nicht gesagt du sollst aufpassen?!”, kreischt meine Mutter, aus dem Wohnzimmer. Ich sehe auf den Boden, wo sich inzwischen Scherben der Teller gelagert haben. Seufzend laufe ich zum Mülleimer und nehme den Handfeger mit Schaufel in die Hand. Danach laufe ich wieder zu den Scherben und beginne sie in die Schaufel zu fegen. Dabei entkommt mir ein Seufzer.

„Ja mir geht's gut!”, beantworte ich die nicht existierende Frage meiner Mutter, ob alles okay ist. „Violet, stell' dich nicht so an!”, schreit es wieder aus dem Wohnzimmer. „Jaja..”, gebe ich nur klein laut von mir. Ich weiß ja dass meine Mutter schwer beschäftigt mit ihren ganzen Dokumenten und ihrer Arbeit ist, aber trotzdem erwarte ich ein wenig mehr Interesse. Schließlich bin ich ihre Tochter!

Alles aufgefegt und zum Mülleimer gebracht, gehe ich aus der Küche raus, zu den Treppen, die nach oben in mein Zimmer führen. Dort angekommen öffne ich die Tür. Sofort kommt mir der angenehme Duft von Lavendel entgegen. „Diese Kerzen lohnen sich wirklich”, murmel ich vor mich her und betrete schließlich mein Gemach. Aufgeregt stelle ich mich vor meinem Spiegel. „Heute ändert sich vielleicht alles!”, grinse ich vor mich her. Ich bat nämlich Olivia gestern darum meinen Liebesbrief in Alex Tasche zu stecken. Die Verabredung die dort drauf stand ist nämlich heute!

Ich überlegte was ich anziehen könnte. „Er kommt ja sowieso hierher..”, dachte ich laut. Naja.. trotzdem muss man ja hübsch aussehen!
Also schnappen sich meine Hände das rote Midnight-Dress. Dieses zog ich in wenigen Sekunden an. „Passt immer noch perfekt”, lächelte ich mich im Spiegel vor mir an.

Als ich gerade meinen Eyeliner ziehen wollte, klingelt es an der Tür

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Als ich gerade meinen Eyeliner ziehen wollte, klingelt es an der Tür. Wir haben doch erst fünfzehn Uhr? Alex kann es nicht sein!
Meine Beine huschen so schnell es geht die Treppen hinunter und erreichen in Sekundenschnelle die Eingangstür.
„Wer ist das?”, ruft meine Mutter. „Ist für mich!”, rufe ich zurück.

Ich öffne die Tür und sehe die Person vor mir direkt ab. Meine Miene verzieht sich, als ich nicht Alex, sondern Jake vor mir stehen sehe.
Jake ist der beliebteste Schüler und Junge auf dem gesamten Seminar. Aber.. was macht er hier?!

Eine Augenbraue von mir zieht sich hoch. „Was willst du”, frage ich direkt. „So begrüßt man also heutzutage Gäste?”, „Ungeladene Gäste schon”, „Ungeladen sieht für mich anders aus”, mit gerunzelter Stirn hält er mir einen Zettel vor die Nase. So nah wie er mir den vorhält kann ich doch nichts lesen! Also nehme ich ihm diesen aus der Hand und fange an nachzusehen was dort drauf steht.

OLIVIA!, hallt es in meinem Kopf wieder, als ich bemerke, dass dies meine Einladung nach Hause ist, die an ALEX gehen sollte und nicht JAKE.
Tief seufzte ich ein und aus. „Missverständnis”, sage ich, ehe ich Jake die Tür vor den Augen zu knalle.

Diese Situation ist mehr als nur peinlich. Jetzt weiß Jake und morgen bestimmt die ganze Klasse, dass ich auf Alex stehe! Meine Mutter hatte recht.. ich hätte mich lieber auf Schule anstatt Beziehungen konzentrieren sollen..
Scheiße!

Es fängt wieder an zu klingeln. Ich öffne die Tür. „Geh weg!”, zische ich als Jake immernoch da steht und werfe ihm erneut die Tür zu.

Ding dong
Ding dong
Ding dong

Meine Mutter kommt in den Korridor hinein getrampelt und schaut mich wütend an: „Das nervt tierisch!” Ich strecke meine Hand nach ihr aus, als sie die Tür öffnet, jedoch.. zu spät.
Jake, der inzwischen komplett durchnässt vom Regen da steht lächelt meine Mutter an. „Hallo Frau Young, ihre Tochter scheint sehr schüchtern zu sein, was ihre liebhaber angeht”, lügt er ihr direkt in's Gesicht.

Liebhaber!? Er hat sie doch nicht alle! „Er ist nicht mein-”, „Violet! Wie kannst du ihn einfach so im Regen stehen lassen?! Komm rein, Junge. Wärm dich erstmal auf!”, unterbricht mich meine Mutter und lässt Jake an sich vorbei hinein treten. So nett habe ich sie schon lange nicht mehr erlebt.

„Geht doch hoch zu dir! Da kann er sich aufwärmen”, schlägt die alte Dame vor. Ich sehe beide verwirrt an. Zu mir in's Zimmer?? Das kann er sowas von vergessen!

...

„Hatte mich schon immer gefragt wie eine Streberin so lebt”, schaut Jake sich um, während ich beschämt auf meinem Bett sitze. „Nenn' mich nicht so!”, fauche ich ihn an. „Wie wär's mit Wildkätzchen?”, „Kannst du vergessen!”

Ich bin tierisch genervt von ihm. Während er sich hier umsieht, hätten Alex und ich schon längst kuscheln oder uns sogar küssen können!
Und das alles nur weil Olivia die Rucksäcke vertauscht hat...

„Wieso bist du überhaupt hier?”, beende ich die kurze Stille. Er dreht sich mit hochgezogener Augenbraue zu mir um: „Weil du mich eingeladen hast.” „Du weißt genau was ich meine!”, zische ich schließlich. „Nö”, zuckt er mit den Schultern. Ich weiß genau, dass er mich nur neckt und das alles als Spaß sieht.

„Wieso bist du hergekommen, obwohl du wusstest dass der Brief nicht an dich ging?”, meine Stimmlage wurde ernster. „Ich wollte sehen wie es so bei einer Streberin ist, mehr nicht”, sprach er dann eher kühl, „außerdem war mir langweilig und ich hatte eh nichts zutun.”

Was hatte ich erwartet. Es ist klar, dass er mich nur wie einen Zeitvertreib ansieht und so auch behandelt. Wieso sollte er auch nicht? Wir haben in dem gesamten Jahr nicht einmal miteinander geredet. Wahrscheinlich kannte er bis zu diesem Brief nicht einmal meinen Namen.

„Hey, was machst du da!?”, kreische ich förmlich, als er beginnt sein Shirt aus zu ziehen. „Mich ausziehen, meine Kleidung ist schließlich durchnässt”, erklärt er ruhig. Mein Körper springt förmlich von meinem Bett auf. „Dann tu' das bei dir Zuhause, aber nicht bei mir!”, fauche ich den Muskelprotz an. „Wieso? Noch nie nackte Haut gesehen?”, er beugt sich zu mir runter, sodass sein Gesicht direkt vor meinem ist und sieht mir direkt in die Augen. „Oder ist jemand so nervös, dass sie sich nicht beherrschen kann?”, grinst er mich an.

Meine Hände stoßen ihn dann von mir weg. Er hat recht. Ich habe noch nie einen nackten Körper direkt vor mir gesehen. Höchstens in den Porno's, die ich gelegentlich mal geschaut habe, aber so im echten Leben ist das was ganz anderes! Aber.. wenn ich ihm das so sage, lacht er mich bestimmt aus und erzählt es weiter. Also lüge ich: „Doch! Natürlich! Ich hab' schon einige nackte Häute gesehen!” „Also, wo ist das Problem?”, ich antworte nicht mehr. So genau weiß ich auch gar nicht was ich sagen soll.

„Keine Angst, die Boxershorts behalte ich an”, grinst er und zieht sich weiter aus. Die Kleidung die sich von seinem Körper verabschiedete, hängt inzwischen über meiner Heizung.

Wann geht er endlich..

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⏰ Letzte Aktualisierung: Dec 02, 2021 ⏰

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