Der Tag davor

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Heute haben wir Sonntag, der 13.Mai. Ich hab meine Taschen noch nicht fertig gepackt und ich kann es nicht fassen das ich in fünf tagen 17 werde!
Mama gibt mir mein Handy so lang nicht bis ich meine Koffer fertig gepackt hab. Ich bin ja quasi schon fertig nur ich muss noch ein Versteck für mein Tagebuch finden weil ich nicht will das es jemals jemand findet.
Und ich muss meine neue Unterwäsche vor meiner Mutter verstecken weil sie es nicht versteht wie man sowas anziehen kann. Aber naja, Hauptsache ich darf endlich weg von zuhause.

Jetzt hab ich mein Handy wieder und kann endlich meinen Freunden eine letzte, richtige Nachricht schreiben bevor ich in dieses Kaff gehe. Dort hat man bestimmt kein richtiges Internet. Doch ich weiß ich kann froh sein dass ich allein fahren darf und nicht mit erwachsenen zusammen wohnen muss.
Ich hoff das es richtige Lebensmittelgeschäfte gibt den sonst sterbe ich vor Hunger. Ich hoffe das wir nachher noch zu Oma und Opa gehen, und dass sie mir noch ein bisschen Taschengeld bekomme. Reicht ja wenn mir Papa was per Post geschickt hat.
Ich freu mich auf die Busfahrt morgen, ich kann endlich so viel Musik hören bis ich schlafe.
In achtzehn stunden sitze ich in einem Bus und bin auf dem Weg zu Sidney. Ich freu mich ihn nach einem Jahr endlich wieder zu sehn. Ich hoff er ist noch so wie immer und wurde nicht von den erwachsenen manipuliert denn ich mag ihn wenn er nicht erwachsen ist.

Wir waren bei Oma und Opa. Es gab Kaffee und Kuchen, dann hat Oma fast geweint weil ich eine Woche weg bin. Wenn sie nur wüsste wie man skyped dann könnten wir uns ja sehen aber sie will's einfach nicht verstehen. Ich jedenfalls freu mich wenn ich mal weg von zuhause bin und andere Leute treffe.
Opa hat mir nur alles gute gewünscht und mir heimlich einen hunni zugesteckt.

Wir sind wieder zuhause. Anders wie sonst geh ich jetzt nicht an den Fernseher sondern geh sofort ins Bett.

Nur ein SommerWhere stories live. Discover now