Ingrid, 27 Jahre alt, menstruierend und pleite. Letzten Monat war noch alles gut. Das Gelde war zwar immer knapp, doch trotzdem wurde sie noch satt. Doch diesen Monat war es aus. Nun gibt es keinen warmen Abendschmaus. So, jetzt muss sie sparen. Vielleicht einfach etwas weniger ÖV fahren? Doch diese Lösung ist gar nicht gut. Also zaubert sie eine andere aus dem Hut. Wie wäre es auf Menstruationsprodukte zu verzichten, da sich diese schliesslich in der Kategorie Luxusgüter richten. So entschied sie sich Menstruationsprodukte aus ihrem Leben zu verbannen. Das ist erst auch ganz gut gegangen. Doch nun ist sie da: Die Qual, der Untergang, das peinliche Befangen. Kurz gesagt die Erdbeerwoche ist erschienen, als Ingrid sich im Laden am Regal will bedienen. Doch ihre Rettung ist zu teuer. Ihr ist im Moment nicht ganz geheuer. Eine Schmerztablette kriegt sie noch hinunter, da fällt sie auf den Boden runter. Dort rollt sie sich zu einer kleinen Kugel zusammen, in ihrem schmerzenden Körper gefangen. Nun fängt es an zu strömen und ihr Kopf hört nicht auf zu dröhnen. Ingrid versucht es einfach zu vergessen, es zu ignorieren, sich in ihrem Traumland zu verlieren. Schon bald ist sie nicht mehr ganz bei sich und bemerkt die Menge nicht. Doch die Anderen bemerken sie, wie sie hier in einer großen Lache liegt. Geschockt denken sie, wie schnell ein Leben doch verfliegt. Ein Krankenwagen wird gerufen. Die Menge will einen Puls suchen. Doch ohne medizinische Kenntnisse ist das nicht so leicht, hier ist niemandes Können erreicht. Als der Krankenwagen endlich kommt gefahren, können auch die Notärzte nur noch klagen. So viel Blut ist geflossen, da kann man doch nicht mehr am Leben sein, sagen sie ganz verdrossen. Also wird ein Bestattungsunternehmen angefunkt. Deren Arbeit bringt es hier auf den Punkt. Ingrid wird nun also abgetragen in diesem langen schwarzen Wagen. Am Ziel angekommen wird sie noch schön hergemacht, bevor man sie in die Kiste verschacht. Zu Ingrid Beerdigung ist niemand erschienen. Alle erfreuten sich lieber am Frühling mit seinen Bienen. Allein liegt sie nun unter den Wurzeln der Birken, als ihr Schmerzmittel anfängt zu wirken. Langsam erwacht sie aus ihrer Trance und erkennt ihr Schicksal ohne Chance. Trotzdem fängt sie an zu schreien, gegen den Sargdeckel zu schlagen und ihr Schicksal zu beweinen. Doch irgendwann hört sie auf zu beben, denn ohne Luft lässt es sich nun mal nicht so gut leben. Die Moral der Geschicht, die gibt es nicht. Denn das Einzige was hier noch zählt sind die knallharten Fakten.
Und die sind:
-450 Zyklen in gesamtem Leben 10 Jahre
-Blutverlust pro Periode: 50-100 oder gar 200ml
-10'000-17'000 Hygieneartikel im gesamten Leben 10'000 bis 20'000 Euro (Schmerztabletten eingerechnet)
-100 Verschiedene Symptome
-4-8 von 10 Menstruierenden leiden unter Schmerzen 15% davon haben wehenartige, bis herzinfarktähnliche Schmerzen
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Eine Lebensnotwendigkeit
ComédieErste Warnung- diese Geschichte ist äusserst skurril . Zweite Warnung- Ingrid wird sterben Dies ist ein Poetry Slam (Reim) über die Periode, die damit verbundenen Qualen und die benötigten (!überteuerten!) Produkte um diese zu lindern. In der Schul...
