Meine Welt der Bücher

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Es war einmal... So beginnen die meisten Geschichten, die ich lese. So begann auch meine. So beginnt von jedem die Geschichte, bei seiner Geburt. Diese 3 kleinen Worte, haben alle gemeinsam. Wie sich aber kein Buch der Welt, mit einem anderen gleicht, so gleichen sich auch die Leben der Menschen nicht. Jeder hat sein eigenen, kleinen Roman. Niemand kennt die Vergangenheit, die Gefühle, den wahren Menschen dahinter. Man weiß nur dass, was dieser mit uns teilt. Aber manchmal, hat man einfach das Gefühl, als wäre man in dem falschen Buch, in der falschen Geschichte gelandet. So ging es mir zumindest, seit ich ein kleines Mädchen war. Ich habe das nie jemandem gesagt, aus Angst, man würde mich für verrückt halten. Doch dieses Gefühl habe ich selbst heute als junge Frau noch. Wenn man mich von außen betrachtet, mit meinen langen braunen Haaren und meinen grünen Augen, ahnt man nicht, wie es in mir wirklich aussieht. Man sieht nicht, in den Menschen hinein und genau dass, schafft mir den ein oder anderen Vorteil. Ich konnte meine Gefühle schon immer gut verbergen. Die meiste Zeit, hänge ich über meinen Büchern und tauche in fremde und aufregende Welten ein. So kann ich vor meiner eigenen fliehen. Es kam sogar schon vor, dass ich mir vorstellte, in einer dieser Welten zu leben. Aber dies, wird immer nur eine Vorstellung bleiben. Ein kleiner Traum in meinem Kopf.

Es war ein sonniger Nachmittag. Am Himmel, zeigten sich hier und da kleine, flauschige Wolken. Ich saß im Park auf der Wiese und las in meinem aktuellen Roman. Neben mir spielten zwei kleine Kinder neben ihrer Mutter mit ein paar Puppen. Ich blätterte gerade die Seite um, als mein Handy vibrierte. Als ich die Nachricht öffnete, sah ich, dass sie von meinem Bruder kam. "Hey Vivi, vergiss das Abendessen heute nicht und bring zur Abwechslung Mal kein Buch mit." Ich schmunzelte und legte mein Handy zurück in meine Tasche. Mein jüngerer Bruder kannte mich einfach zu gut. Das Essen bei meiner Mutter hatte ich tatsächlich vergessen und ohne ein Buch geh ich nie aus dem Haus. Seufzend erhob ich mich vom Gras, legte meine Sachen in die Tasche und machte mich auf den Heimweg. Dafür, dass es erst Ende März war, war es schon ziemlich warm und zog meine Lederjacke aus. Als ich zu Hause ankam, ging ich direkt ins Bad um mich frisch zu machen. Ich hatte eigentlich keine große Lust auf das Abendessen. Meine Mutter ihr Freund und ich verstanden und nicht sehr gut und das konnte jeder spüren. Als ich frisch geduscht und angezogen aus dem Bad ging, kam mein Mitbewohner und bester Freund zur Wohnungstür rein. "Hey Vivi, schon fit für dein aufregendes Familienessen?" Er konnte es einfach nicht lassen. Er zog mich gerne auf mit seinen Späßen. "Seh ich etwa so aus Fabs? Wir können gerne tauschen.", gab ich zurück und zwingerte ihm zu. Fabian, von mir liebevoll Fabs genannt, schüttelte energisch den Kopf. "Nein danke, hab schon was vor." Ich wusste direkt, was das Vorhaben war. Er traf sich mit vielen Frauen und genau das, wird er heute wieder tun. Ich verdrehte meine Augen und gab ihm einen Stoß in den Oberarm. "Schon wieder ein Mädel? Willst du nicht langsam mal was ernstes? Du wirst auch nicht mehr jünger." Er schubste mich lachend zur Seite und verschwand im Bad. Ich nahm meine Tasche und machte mich auf den Weg zu meiner Mutter.

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⏰ Last updated: Apr 12, 2021 ⏰

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