Unsere Geschichte beginnt in einer stürmische Nacht, als die 16-Jährige Samira aus einem verworrenen Traum aufwacht. Der Radiowecker auf ihrem Nachttisch zeigt halb fünf. Sie reibt sich die Augen und streicht sich das lange braune Haar aus dem Gesicht. Sie versucht sich angestrengt an den Traum zu erinnern, aus dem sie gerade aufgewacht ist. Ein großer braunhaariger Mann ist in dem Traum vorgekommen. Samira hat diesen Mann aber noch nie in ihrem Leben gesehen. Sie dachte noch ein paar Minuten über den Traum nach, dann schlief sie wieder ein und wachte erst wieder auf als ihr Wecker um sieben Uhr klingelt. Sie zieht sich an und geht in die Küche, in der ihre Mutter, eine braunhaarige Frau bereits das Frühstück macht. Als sie Samira bemerkt, sagt sie grinsend: ,,Einen wunderschönen guten Morgen mein Schatz! Hast du gut geschlafen?“ Samira schaut sie müde aus ihren grünen Augen an und sagt: ,,Ich habe wieder von diesem Mann geträumt.“ Ihre Mutter reagiert wie immer, wenn Samira von diesem Traum erzählt. ,,Ich habe dir schon hundertmal gesagt, dass ich nicht weiß was es mit diesem Traum auf sich hat!“, sagt sie genervt. Doch das war gelogen! Samiras Mutter wusste aber genau, dass ihre Tochter in Wirklichkeit von ihrem Vater träumt. Als Samira noch ein kleines Kind war erzählte sie ihr, dass ihr Vater bei einem Unfall gestorben ist. Doch das stimmte nicht. Ihr Vater ist der König der Welt Myredia. Samira ist zwar in Myredia geboren, doch sie musste kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter auf die Erde gebracht werden, da in Myredia ein grausamer Krieg ausgebrochen war. An ihrem siebzehnten Geburtstag sollte Samira davon erfahren, das ihr Vater ein König und sie die Prinzessin von Myredia ist. Da dieser Geburtstag bereits in einer Woche ist machte ihre Mutter sich bereits Gedanken wie sie es ihrer Tochter erklären soll. Am nächsten Morgen steht Samira pünktlich auf und geht Frühstücken. ,,Morgen Mama. Ich komm Heute so gegen halb zwei nach Hause. Ich wollte noch kurz mit zu Jasmin um mir eine CD von ihr zu leihen. Ja ist in Ordnung. Bis nachher dann und viel Glück bei der Mathearbeit.“ Samira geht raus und holt ihr Fahrrad aus der Garage. Als sie an der Norrington- High ankommt stellt sie ihr Fahrrad unter den Fahrradunterstand. Da hört sie wie ihr Name gerufen wird. ,,Hey Samira!“ es war Jasmin, ein sehr hübsches blondes Mädchen. Sie geht schon seit der Grundschule mit Samira in eine Klasse und sie sind die besten Freundinnen. ,,Guten Morgen Jasmin. Na hast du für die Mathearbeit gepaukt?“ Jasmin sieht sie grinsend an. ,,Klar doch, und du? Na ja, ich hab mein bestes getan, sagt Samira geknickt, aber ich glaub das wird nicht viel nützen. Ich versteh dieses Thema einfach nicht.“ Sie gehen redend und lachend in die Klasse. Als Frau Silkmann eine dürre ältere Frau mit grauem Haar und einer riesigen Brille in die Klasse kommt sind alle halbwegs ruhig. ,,Na, habt ihr alle gelernt, fragt sie streng.“ Beim verteilen der Aufgabenblätter murmeln und tuscheln noch einige, aber bei ein paar strengen Blicken ihrer Lehrerin verstummen alle. Nach der Doppelstunde legt Samira seufzend den Stift auf ihren Tisch und verlässt leise das Klassenzimmer. Jasmin die schon früher fertig war, steht wartend im Flur. ,,Na wie ist es bei dir gelaufen? Bei mir ging es so, sagte Jasmin erschöpft. Bei mir war es die totale Katastrophe!“ erwiderte Samira. Als es endlich nach der letzten Schulstunde klingelt, steht Samira erleichtert auf. Als sie zu Jasmin Tisch kommt sieht diese sie fragend an. ,,Ich wollte doch noch kurz mit zu dir um mir die CD zu leihen. Ach so, das hatte ich total vergessen. “ erwidert Jasmin. Als sie bei Jasmin Zuhause ankommen öffnet ihnen Jasmins Mutter. Sie ist eine etwas dickere blonde Frau. Sie begrüßt die beiden strahlend: ,,Hallo ihr beiden. Hallo Samira, dich hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Wie geht es dir denn so? Hallo Frau Heidens. Danke mir geht es sehr gut, abgesehen von der Mathearbeit die wir heute geschrieben haben. Ist sie denn nicht so gut gelaufen? fragt Frau Heidens. Nein leider nicht, erwidert Samira geknickt. Und bei dir Jasmin? Es war ganz in Ordnung Mama. Bleibst du zum Essen bei uns Samira? fragt Frau Heidens freundlich. Nein danke, ich wollte mir nur eine CD von Jasmin leihen.“ Bei diesen Worten läuft Jasmin hoch in ihr Zimmer und kommt kurze Zeit später mit der CD in der Hand wieder in den Flur. ,,Hier hast du sie. Du kannst sie mir ja in den nächsten Tagen wieder vorbeibringen. Danke Jasmin, bis morgen dann in der Schule. Auf wieder sehen Frau Heidens.“ Als Samira Zuhause ankommt, wartet ihre Mutter schon mit dem Mittagessen auf sie. ,,Hallo Schatz, na wie war dein Tag?“ Samira rollt mit den Augen und sagt: ,,Ich glaub ich hab die Mathearbeit in den Sand gesetzt. Ich verstehe dieses Thema einfach nicht!“ darauf erwidert ihre Mutter: ,,Ist doch nicht so schlimm, dann strengst du dich halt bei der nächsten Arbeit richtig an!“ Nach dem Essen geht Samira in ihr Zimmer und beginnt mit ihren Hausaufgaben. Die letzte Woche vor den Sommerferien verging wie im Flug und damit rückt auch Samiras siebzehnter Geburtstag immer näher. Als sie schließlich am Morgen ihres Geburtstags aufwacht, hört sie aufgeregte Stimmen aus der Küche. Die Stimme ihrer Mutter und die eines Mannes. Sie zog sich schnell etwas an und schlich die Flurtreppe runter und zur Küche. Sie hörte ihre Mutter wütend sagen: ,,Christian, wie kannst du hier einfach so auftauchen? Ich hab Samira doch noch gar nichts erklärt. Wie glaubst du würde sie reagieren wenn sie einen fremden Mann kennen lernt und dann herausfände, dass dieser ihr tot geglaubter Vater ist? Isabelle, jetzt reg dich doch bitte nicht so auf. Sie wird es schon verstehen wenn wir es ihr erklären und außerdem konnte ich es nicht mehr ohne euch aushalten. Isabelle sah ihren Mann glücklich an. ,,Ich habe dich auch schrecklich vermisst. Hast du es geschafft das Königreich wieder neu auf zu bauen? Ja, so einigermaßen“ , erwidert der Fremde müde. Als Samira erkannte das der Mann in der Küche, der Mann aus ihrem Traum war entfuhr ihr ein lautes Keuchen. In der Küche hörte sie die Stimmen verstummen und Schritte die sich der Tür näherten. Die Küchentür schwang auf und ihre Mutter starrte ihr fassungslos ins Gesicht. ,,Samira, was machst du denn hier? fragte ihre Mutter erstaunt. Ich habe Stimmen gehört und wollte nachsehen mit wem du streitest, den Mann hab ich in meinem Traum gesehen. Wer ist das?“ erwiderte Samira total verwirrt. Der Mann in der Küche stand wie angewurzelt da und starrte Samira an. Samira sagte noch mal zu ihrer Mutter: ,,Wer ist das?“ Samiras Mutter schaute ihre Tochter eindringlich an und sagte: ,,Das ist dein Vater.“ Samira klappte der Mund auf. ,,Mein, mein Vater? Wie soll das denn gehen? Du hast doch gesagt, dass er bei einem Unfall gestorben ist, stotterte Samira total perplex. Ja Schatz, aber das war nicht die Wahrheit. Dein Vater musste für sein Land einen Krieg gewinnen. Wenn du schon länger vor der Tür gestanden hast, hast du sicher gehört, dass er die ganzen Jahre damit beschäftigt war, sein Land wieder aufzubauen. Samira dein Vater ist der König des Landes Myredia und als du geboren wurdest herrschte ein grausamer Krieg. Der machtsüchtige Magier Wahrdur versklavte die Menschen und Märchenwesen von Myredia. Er veränderte die Gefühle und Gedanken der Bevölkerung und verwüstete Myredia, durch die Kraft Naturkatastrophen heraufzubeschwören. Dein Vater schickte mich kurz nach deiner Geburt auf die Erde. Er blieb, um für sein Land zu kämpfen.“ Samira kniff sich in den Arm um sicher zu gehen, das sie nicht träumte. Ihre Mutter schaute sie eindringlich an. ,,Du solltest das alles an deinem siebzehnten Geburtstag erfahren, also heute. Warum gerade heute? fragte Samira. Weil siebzehn das alter in Myredia ist, wo man volljährig wird! erwidert ihre Mutter. Warum hast du mir das nicht alles schon viel früher gesagt und warum hast du behauptet, dass Papa tot ist? Samira sieht ihre Mutter fragend an. Weil es sehr schlecht für das Land deines Vaters aussah. Damals wusste ich ja nicht ob der Krieg gut oder schlecht ausgeht. Daher bin ich vom schlimmsten ausgegangen. Ich dachte du würdest deinen Vater nie kennen lernen. Ich habe ihn heute das erste mal nach deiner Geburt wieder gesehen.“ sagte sie mit Tränen in den Augen. Ihr Vater räusperte sich jetzt zum ersten Mal: ,,Samira es tut mir so schrecklich leid, dass du ohne einen Vater aufwachsen musstest. Ich konnte nicht eher kommen, da der Krieg schreckliche Verwüstungen angerichtet hat. Ich musste mein Königreich komplett neu erbauen. Ich konnte dich doch nicht in einem verwüsteten Land großziehen. Deshalb hab ich beschlossen erst zu dir und deiner Mutter zurück zu kommen, wenn mein Land wieder hergestellt ist und du siebzehn und somit in meinem Land volljährig bist.“ In Samiras Kopf ratterte es nur so um diese Informationen zu verarbeiten. Samira war überglücklich. Sie strahlte ihre Eltern begeistert an. Schließlich lief sie auf ihren Vater zu und umarmt ihn stürmisch. ,,Ich bin wirklich eine Prinzessin?“ fragt sie grinsend. Ja das bist du mein Schatz!“ erwidert ihr Vater lachend.
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Die Prinzessin von Myredia
FantasySamira wird an ihrem Geburtstag in ein lang gehütetes Geheimnis eingeweiht. Von da an ändert sich alles für sie.
