Sicht Sari:
Heute war wieder so ein Kaugummitag. Ganz ehrlich ich hasse solche Tage. Er zog sich bis ins Unendliche und ich wurde einfach nicht fertig. Ständig kamen Änderungen der Jungs. Man macht seine Arbeit und schickt es weg und was kommt zurück, wir hätten da noch eine Idee. So geht das heute den ganzen Tag. Ich habe zu meinem Chef schon gesagt, ich fliege gleich nach Finnland und rede mal tacheles mit den Kerlen. Ist ja nicht so, dass ihnen meine Arbeit nicht gefällt, damit käme ich sehr gut klar. Es ist eher so, meine Vorschläge gefallen ihnen sehr gut, inspirieren aber zu mehr. Manchmal kann die Arbeit echt nervig mit Ihnen sein. Zumal Samu ebenfalls ein Perfektionist ist wie ich es war. Andererseits wird es mit ihnen aber auch nie langweilig. Im Gegenteil man erlebt viele spannende Dinge. Was ich da alles von erzählen könnte. Ich könnte schon fast ein Buch darüber schreiben, doch dass überlasse ich Samu mal lieber. Er ist ja schon dran, allerdings weiß er noch nicht so genau wann es herauskommt. Es wird auch für mich spannende Sachen geben. Schließlich kennen wir uns schon viele Jahre und sie sind mittlerweile wie eine Familie für mich. Allerdings kannte ich sie zu Anfangszeiten nicht als Kunden und Freunde sondern nur als Band auf der Bühne. Unsere Zusammenarbeit begann erst später, doch dazu komme ich noch. Das nächste Fax machte sich auf den Weg nach Finnland. Jetzt heißt es wieder warten. Nach jedem Fax meinerseits war ich gespannt und gleichzeitig genervt, was bei den nächsten Änderungen schon wieder auf mich wartet. Ich sollte für die Band, die ich überwiegend betreue ein Logo für das neue Album gestalten und dementsprechend auch Merch-Artikel kreieren. War gar nicht so einfach. Zum einen wussten sie noch nicht wie das Album genau heißen soll und zum anderen sind Musiker sehr pingelig, da muss jedes Detail stimmen. Selbst der letzte Strich darf nicht verrutschen.
Normalerweise arbeite ich auch nur dreiviertel Tage um mit dem Kindergarten alles auf die Reihe zu bekommen, da ich alleinerziehende Mama bin, aber heute hieß es das Überstunden sein mussten. Diese Anordnung kam nie vom meinem Chef Mikko, sondern immer von den Guys selber, allerdings konnte ich mir alles frei einteilen. Homeoffice ist für mich schon lange kein Fremdwort mehr. Ehrlich gesagt war ich verdammt froh, dass mein Chef mir da freie Hand ließ. Allerdings standen auch schon mal Besuche bei unseren Kunden an auch das war mit meiner Tochter absolut kein Problem. Betreuung hatte ich vor Ort dann auch und musste mir keine Gedanken machen. Die Guys rissen sich regelrecht darum auf Pinja aufzupassen. Sie hatten mega viel Spass. Besonders weil sie einen Wettkampf daraus machten. Doch bisher gewann meistens Ihr Patenonkel. Zweimal hatte Riku den Vorteil Babysitter zu spielen, da war Samu aber auch vorher frech und deshalb wollte sie ihn ärgern. Einmal war es Absicht, denn er wollte mit mir zum Eishockey. Doch es wären auch noch andere Aufpasser dagewesen. Ihre Familien haben mich soweit integriert, dass Pinja dort jederzeit ein und ausgehen kann.
Ich stand auf, zog mich an, schnappte mir meine Handtasche und sagte: „Mikko, ich fahre gerade in den Kindergarten, falls sich jemand von der Band meldet. Ich bin in einer halben Stunde wieder da. Wenn Blondie anruft, dann sag ihm bitte Bescheid, sonst bekommt er die Krise. Du weißt ja er wird leicht nervös, wenn man nicht mit ihm kommuniziert." Er nickte: „Ist okay, ich verstehe du willst deine pikku Prinsessa abholen, als Wunderwaffe so zu sagen. Falls der große Blonde anruft, damit er abgelenkt wird. Sehr schlaue Methode von dir. Fahr ruhig, ich vertröste sie solange." Mikko lachte. Ich wußte was er meinte, allerdings war es nicht meine Absicht meine Tochter als Waffe zu benutzen. Doch schlecht ist die Idee nicht, denn bei Pinja wird Samu ganz weich. Er ist dann viel einfühlsamer und gibt auch eher nach. Bezüglich Arbeitsplatz nach Hause zu verlagern hatte ich mit Mikko keine Probleme, selbst wenn zwischendurch mal was im Kindergarten ist, darf ich jederzeit fahren. Homeoffice ist gewünscht und manchmal notwendig aber nie unter Zwang. Wie sagt er immer ich gehöre schon zum Inventar, er hat mich quasi mitgekauft. Insgesamt bin ich mittlerweile 12 Jahre in diesem Betrieb und Mikko allerdings erst seit 2 Jahren.
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You are home to me
FanfictionWarum müssen Männer immer so ein Problem haben, wenn bei ihrem Spaß etwas passiert? Habe ich was Schreckliches an mir oder ist die Vorstellung mit Kind zu verstörend für die Männerwelt? Ich bin Sari und lebe in der Nähe von Frankfurt mit meiner zwei...
