37 ~ Violetta

779 54 9

3 Wochen vor meinem Geburtstag...

In drei Wochen habe ich Geburtstag. Aber alle verhalten sich merkwürdig. Ludmila hat sich von mir entfernt und unternimmt inzwischen wieder mehr mit Camila und Francesca. León hat sich mit Tomás angefreundet. Angie hat viel Stress mit den Studio, da sie das Studio ja immer noch leitet und ab morgen übernimmt Pablo die Leitung wieder und Angie will das alles perfekt wirkt. Mama und Papa sind immer mit irgendwas beschäftigt. Nur Líssá ist noch immer wie sonst auch. Ángeles Fohlen kam vor ein paar Tagen. Es ist ein schwarzes Stutfohlen. Ich habe sie Espinosa genannt.

Sie hört auch schon drauf. Jetzt sitze ich bei den Pferden auf der Wiese und beobachte wie Ángeles und Espinosa über die Weide galoppieren. Ungeschickt sprang Espinosa über einen kleinen Bach auf der Weide und kam glücklich auf mich zu gerannt. Kurz vor mir blieb sie stehen und schnaubte mich an. "Hallo, meine kleine." Ángeles blieb nun schweratmend neben mir stehen und schnaubte angestrengt. Sie stupste mich aufmunternd an. Ich stand auf und rannte los. Espinosa und Ángeles galoppierten hinter mir her. Nach einer Weile kam ich keuchend und schwitzend zum stehen. Ich sah mich um. Die Weide ist riesig. Es umfasst glaube drei Kilometer.

Jedenfalls muss ich sehr weit gehen um von der Weide hinuterzu kommen. Ich führte Ángeles zu einem Baumstamm und ich stieg auf ihren Rücken. Langsam ritt ich wieder zum Rand der Weide und sang dabei leise Podemos. Als ich abstieg, legte sich Espinosa gerade ins Gras. Ich setzte mich neben sie und Espinosa legte ihren Kopf auf meinen Schoß und schlief ein. Ich sah Líssá kommen. "Na, da hat dich jemand ins Herz geschlossn, oder?" Ich nickte mit einem leichten Lächeln. Ich hörte Ramallos Wagen auf den Hof fahren. Ich hob Espinosas Kopf sanft an, stand auf und legte den Kopf vorsichtig ins Gras.

Ángeles sah mich liebevoll an und schnaubte leise. Sie kam auf mich zu und drückte den Kopf an meine Brust. Ich kraulte sie hinter den Ohren und umarmte sie noch mal fest. Ich verabschiedete mich von Líssá und ging zu Ramallo. Bevor ich ins Auto stieg, wieherte Ángeles laut. Ich drehte mich um und sah wie sie auf die Hinterbeine stieg und mit den Vorderhufen in der Luft schlug. Ich winkte ihr und sie ließ sich auf die Vorderhufen fallen. Ich stieg ins Auto. Ich beobachtete Ramallo wie er sich mit Líssá unterhielt. Sie nickte und Ramallo gab ihr ein Zettel und sie reichten sich die Hand. Mit einem Lächeln kam er zu mir zurück. Er stieg ins Auto und er fuhr mich zurück.

----------------------------------------------Zeitsprung----------------------------------------------------------------

Der Abend vor meinem Geburtstag...

Ich saß in meinem Zimmer und schrieb mein Tagebuch.

Ich habe morgen Geburtstag.... Soll ich mich darüber freuen? Oder nicht? Anscheinend interessiert es keinen... Ich habe meine Eltern und Angie mehrmals darauf angesprochen, aber sie haben alle das Thema gewechselt. Ganz ehrlich... Ich will meinen Geburtstag nicht feiern...

Angie kam ins unser Zimmer. "Hey, Vilu. Freust du dich schon auf morgen?" Ich funkelte sie wütend an. "Nein. Ich freue mich nicht auf morgen." Angie zuckte erschrocken zusammen. Wahrscheinlich hat sie nicht damit gerechnet, dass ich so ernergisch darauf reagiere. Sie sah mich schuldbewusst an. "Tut mir leid, wenn ich die vernachlässigt habe, aber ich hatte viel zu tun." Ich wollte ihre Entschuldigung nicht hören. Sauer stand ich auf und verließ das Zimmer. Ich hörte wie Angie mir folgte. "Violetta, warte doch." Ich lief die Treppe runter und raus in den Garten.

Ich setzte mich unter eine Buche und lehnte mich an den Stamm. Ich sah wie Angie mit meiner Mutter diskutierte und immer wieder auf mich zeigte. Ich stand auf und ging hinter den Baum und kletterte hinauf. Ich legte mich auf einen Ast. Es wurde dunkel und das Licht aus dem Haus schien leicht auf das Gras. Ich sah durch die Blätter der Buche und sah wie sich Angie mit Mama auf die Treppe gesetzt hatte. Mama hat Angie in den Arm genommen und Angie war am weinen. Auch mir liefen die Tränen über die Wangen. Es tat weh das Angie mich vernachlässigt hatte, aber es tat noch mehr weh sie jetzt so weinen zu sehen, insbesondere, weil ich der Grund bin.

Angies POV.

Ich kam in Violettas und mein Zimmer und sah wie sie schnell ihr Tagebuch zu schlug. "Hey, Vilu. Freust du dich schon auf morgen?" Ich drehte mich mit dem Rücken zu Violetta und sortierte ein paar Akten, die noch bearbeiten muss. "Nein. Ich freue mich nicht auf morgen", fauchte sie mich an. Ich zuckte erschrocken zusammen. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich drehte mich um und wusste, das es größtenteils an mir lag. "Tut mir leid, wenn ich die vernachlässigt habe, aber ich hatte viel zu tun." Sauer stand Violetta auf und rannte aus dem Zimmer. Ich ließ alle stehen und liegen und folgte ihr. "Violetta, warte doch." Sie lief die Treppe runter und hinaus in den Garten. Ich folgte ihr die Treppe runter, stolperte aber und fiel die letzten Stufen runter. Ich stand sofort auf und sah wie Maria auf mich zu kam. "Mein Gott, Angie. Ist alles in Ordnung?" Ich schüttelte den Kopf.

"Violetta, ist sauer auf mich und ich glaube auf euch auch. Sie fühlt sich vernachlässigt und ich kann das verstehen." Maria hörte mir zu und nickte dabei. Ich zeigte ein paarmal nach draußen. Meine Nerven waren ziemlich am Ende und ich musste mich setzen. So setzte ich mich auf die Treppe und sah traurig nach draußen. Violetta war nicht zu sehen. Maria setzte sich zu mir und nahm mich in den Arm. Ich fing daraufhin an zu weinen. Es war aber ein gutes Gefühl zuwissen, dass meine Schwester immer für mich da ist.

Singen ist das was mich ausmacht ✔Lies diese Geschichte KOSTENLOS!