Kapitel 7

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Schwere Schritte näherten sich. Drei Personen in Schweren Körperpanzern näherten sich ihnen. In den Händen Leichte Sturmgewehre von Luna Arms, eine prunklose, universelle Waffe die besonders gern von Agenturen zur Gebäudesicherung verwendet wurde. Auf den Brustpanzern prangte das Logo von Cartell Sec. "Entschuldigen sie, Mam, Sir. Dieser Sektor wird evakuiert. Bitte verlassen sie das Gebiet umgehend." Der der Gesprochen hatte wartete nicht auf die Reaktionen von Sascha und Kathlin, sondern gab den anderen beiden per Handzeichen zu verstehen, dass sie vorrücken sollten, bevor er selbst den Lauf seiner Waffe hob und vorwärts stürmte, während die anderen beiden zur Seite absicherten. Noch bevor Sascha, oder Kathlin nachfragen konnte, was überhaupt los war, waren die Sicherheitsleute bereits hinter der nächste Gang Biegung verschwunden.

Doch außerhalb des Komplexes hinter der nächsten Straßenecke stellte sich ihnen eine weitere Gruppe Sicherheitsleute in den Weg. Diesmal gehörten sie zu Black Sea Services und zwei weitere Sicherheitsdiensten, deren Logos Sascha nicht zuordnen konnte. Sie alle hatten zusätzlich noch eine Plakette der Stationssicherheit auf ihre Rüstungen geklebt und trugen schwere Waffen. "Mam, Sir, wir müssen ihre Identität überprüfen." Sascha schob sofort den Ärmel seiner Jacke zurück und präsentierte das kahle Rechteck. Der Scanner piepte bestätigend. "Jetzt sie!" Wies der Sicherheitsmann Kathlin an. Diese zögerte kurz, bevor sie den Kragen ihrer Jacke herunter zog und zuließ, dass der Scanner gegen die Haut ihres Halses gedrückt wurde. Auch ihre Identität wurde durch das Gerät bestätigt. Der "Tel a Ness" arbeitete wohl gründlich. "Verlassen sie diesen Sektor auf dem kürzesten Weg." Er wies in Richtung des Steg Mitte, wo die Zuglinien lagen. "Was ist überhaupt los?" "Eine Bombendrohung. Eine verschissene Bombendrohung. Machen sie dass sie hier verdammt nochmal wegkommen!" Er artikulierte drängend und wies weiter in Richtung des Bahnstation. Vor der Station hatte sich ein Auflauf gebildet, die Personen drängten in auf den Bahnsteig und die Vordersten drohten in die Transit Röhre zu stürzen, würden sie nicht durch Kraftfelder aufgehalten werden. Die Züge kamen dicht getaktet, um den Sektor schnellstmöglich zu räumen.

Der Zentrale Hub war hoffnungslos überfüllt. Die Sicherheitskräfte hatten alle Hände voll zu tun, das Chaos unter Kontrolle zu halten. Zusätzlich zum offiziellen von Station Sec, war auf die schnelle weiteres Personal aus Europia eingeflogen worden. Ein durcheinander verschiedener Sicherheits- und Militärdienstleistern, Sascha glaubte sogar die Logos verschiedener großer Firmen zu erkennen, deren Sicherheitsabteilungen Mitarbeiter abgestellt hatten. Die Sache musste also überaus lukrativ sein. Auch hier war der Zugriff auf das Netz eingeschränkt, die meisten Dienste waren deaktiviert, der Zugriff nach Außen unterbunden. Fast der gesamte Datenverkehr im Netz war verschlüsselt, doch aufgrund der Struktur war es sehr wahrscheinlich Kommunikation der verschiedenen Sicherheitsdienste mit Station Sec. "Scheiße!" Sascha fluchte fauchend. Die Personenaufzüge standen still. Der Transit zu und von den Orbitalen war eingeschränkt, man benötigte eine Sondererlaubnis. Personen saßen auf den Gängen und drängten sich vor den Gates, die mit Gitterbarieren gesichert worden waren. Obwohl seine Sensoren Sascha versicherten, dass die Luftwerte noch im akzeptablen Bereich waren, war es deutlich, dass die Luftreiniger nahe ihrer Belastungsgrenze liefen. Die Geruchsfilter hatten bereits den Geist aufgeben, doch die CO2 Filter und Sauerstoff Anreicherer kämpften weiter. Es war nicht Lebensbedrohlich, nicht mal wirklich Gesundheitsgefährdend, dennoch war die Luft dick und gefüllt mit einer chaotischen Mischung aus Gerüchen. Der Geruch von Angst stach Sascha in die Nase. Auch wenn jede Spezies ihrer Nuancen hatte, war den Grundton ähnlich und Sascha hatte gelernt ihn einzuordnen und es stank nach Angst. Es war überall um sie herum. "Ich schau mal ob ich etwas für uns organisieren kann..." Ihr schien die Enge sichtlich unangenehm. Sie drückte sich zum Rand der Masse durch und bahnte sich ihren Weg an der Außenwand des Gangs entlang. Sascha verlor sie schnell aus den Augen. Jemand stieß ihn hart von hinten und er stolperte vorwärts. "Hey pass doch auf." Er wurde zurückgestoßen. "Entschuldigung..." Was sollte er jetzt tun? Er schaute sich noch einmal um, doch konnte er keine Spur von Kathlin entdecken. Sascha suchte nach ihr im lokalen Netz, doch konnte auch hier ihre ID nicht aufspüren. Dafür fand er jedoch etwas anderes. Schnell trianguliere er die Position und machte sich auf den Weg.

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