[7] Miau

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Ich starrte auf mein Hand... oder Pfote?
Ein Klos bildete sich in meinem Hals.
Dann kam die Panik.
>>W...WAS!? Oh mein Gott!<<, brachte ich hervor.
Ich sah Len zufrieden lächeln.
Mein Blick wanderte von Len zu meiner... Pfote wieder zu Len und zurück.
Ich fühlte mich als würde ich schlafen und nur durch einen Fernseher die Welt um mich herum sehen. Und ich bemerkte nicht wie still es geworden war.
>>Also<<, sagte er >>ich denke jetzt weißt du was ich dir sagen wollte.<<
Mein Schädel brummte.
>>Das ist ein Traum. Das muss ein Traum sein.<<, flüsterte ich mir selber beruhigend zu.
Len saß grübelnd auf seinem Stuhl.
Wahrscheinlich hatte er vorher nicht darüber nachgedacht was er nach diesem Versuch tun oder sagen sollte.
Ich piekte währenddessen im Fell meiner überdimensionalen Katzenpfote herum und spielte mit dem Ausfahrmechanismus der Krallen.
Faszinierend.
Ich biss mir auf die Unterlippe, lächelte und schloss die Augen.
Wind um mich herum.
Wieder das Sausen in meinem Kopf.
Stille.
Ich hatte nun zwei Pfoten und einen Len mit einem ist-das-jetzt-dein-Ernst-Gesichtsausdruck vor mir.
>>Ich an deiner Stelle würde es nicht gleich übertreiben.<<, ermahnte er mich, sah dabei aber überrascht aus.
Ich begutachtete wieder meine Pfoten und achtete nicht auf ihn.
Vermutlich hätte man in dieser Situation eher Panik und Angstzustände haben sollen, aber ich hatte ein freudiges Prickeln in meinem Bauch und unglaubliche Lust etwas unglaublich dummes zu tun.
Ein Blick zu Len. Ein Blick zu meinen Pfoten. Augen zu.
Swooosh.
Ein kräftiges Miau.
Len hing mit aufgerissenen Augen über'm Pult.
>>Was zur Hölle!? Stop! Merkst du nicht, dass da etwas ganz gewaltig falsch läuft?<<
Ich wusste nicht was er meinte, bis ich mich selbst im Garderobenspiegel neben der Tür sah. Ich war zwar eine Katze, aber die Proportionen waren wild durcheinander gewürfelt. Mein linkes Hinterbein war viel, viel zu groß für meinen Körper und eins meiner Augen war Menschlich geblieben. Eigentlich sah ich mehr wie ein Zombie oder Frankensteins (Katzen) Monster aus. Ist Len ein verrückter Wissenschaftler und ich sein verrücktes Experiment? Und obwohl ich mir seit locker 10 Minuten sicher war, dass das hier ein ganz schön komischer Traum ist, tat sich mir die Frage auf, ob Len auch derartiges kann. Bevor ich ihn aber ansprechen konnte begann er wieder zu meckern.
>>Was denkst du dir dabei!? Dieses mentale Atomverschieben kostet extrem viel Kraft! Ich will dich nicht nochmal ohnmächtig ins Krankenhaus fahren!<<, riss er mich aus meinen Gedanken.
Ich versuchte grimmig dreinzuschauen und wollte auf einen Tisch springen, was jedoch missglückte.
Ich rutschte mit einer Pfote ab und schlug mit der Seite auf dem Boden auf. Len hechtete um das Pult herum zu mir.
>>Saphy!<<
Er nahm mich und legte mich auf ein paar unordentliche Zettel.
>>Miahhh.<<, quengelte ich und drehte mich so gut ich das mit diesem entstelltem Körper konnte.
>>Du wirst jetzt ganz schnell wieder zu einem Menschen und dann reden wir weiter.<<

Das, was man nicht Magie nennt - AnimalicedLies diese Geschichte KOSTENLOS!