Hi, ich störe auch nicht lange, ich wollte nur schnell loswerden, dass ich dem Wunsche einer Leserin nachgegangen bin. Sie wünschte sich einen OS zwischen Gabriel und Sam, mit der Idee, Gabriel könnte Sam vor irgendeiner Gefahr retten. ICh hoffe, ich bin deinen Erwartung nahe gekommen und wünsche dir, @NanaCrosszeria, und auch allen anderen viel Spaß beim Lesen! :D

Ungeduldig schaute ich auf meine Uhr. Der Zug sollte schon seit einer knappen Stunde schon. Ich hörte ihn mit schnellem Tempo auf den Bahnhof einfahren. Ich setzte mich erleichtert von meinem Koffer auf, packte und stieg in den Zug ein. Zu meiner Überraschung war er leer und ich setzte mich in ein leeres Abteil. Jetzt musste ich nur noch 2 Stunden warten, dann wäre ich endlich wieder zu Hause. Ich verstaute meinen Koffer oberhalb meines Sitzes auf der Ablegefläche und setzte mich anschließend auf den Sitz und machte einfach für einen Moment die Augen zu. Als ich sie wieder öffnete, begann ich zu lächeln. Wir fuhren gerade eine schöne Landschaft entlang. Berge, grüne Wiesen und vereinzelt stand ein kleiner Heustall mitten drin. Verträumt schaute ich aus dem Fenster, als es plötzlich zu Quietschen begann. Waren das etwa die Reifen? Schnell erhob ich mich aus meinem Sitz und öffnete die Türe zu dem Gang. Ein paar anderer Fahrgästen schauten ebenfalls neugierig aus ihren Abteilen heraus. Ich machte wieder einen Schritt nach hinten. Plötzlich prallte der Zug gegen Etwas und blieb zum Stillstand. Unerwartet über dieses Ereignis prallte ich mit voller Wucht nach hinten, Ich spürte, wie sich die vordere Wand immer näher zu mir drückte. Der Sitzt knallte auf mein linkes Bein, darauf folgte der schwere Koffer. Ich stöhnte schmerzerfüllt auf. FUCK!! Ich kniff mir meine Augen fest zusammen und stöhnte immer wieder schmerzerfüllt auf. Mein Bein schmerzte so sehr. Doch langsam kam ich wieder zu mir selbst. Ich musste hier irgendwie rauskommen. Ich sah zur Fensterseite. Dadurch, dass die Wände so aneinander gepresst wurden, wurde die Scheibe aus dem Rahmen gedrückt sodass sämtliche Glasscherben drinnen im Zug sowohl auch draußen lagen. Ich versuchte mich nach vorne zu schieben, doch es war zwecklos. Erstens war der Schmerz in meinem Bein so heftig und zweitens war das ganze Gewicht auf mir zur schwer. Verzweifelt rief ich um Hilfe, jedoch schien niemand meine Rufe zu hören. Ich versuchte den Schmerz zu unterdrücken und zog wie wild an meinem Bein. Aber die vielen Dinge, die Sitze, der Koffer, einige Wandbrocken ließen das unmöglich werden. Erschöpft ließ ich locker und seufzte. Plötzlich wurde mir so furchtbar heiß. Ich fuhr mit meiner Hand über meine verschwitzte Stirn. Mir war wirklich verdammt heiß! Wahrscheinlich lag das alles nur an diesem Schmerz. Ich hörte etwas... es klang, als würde... etwas verbrennen? Ich weitete meine Augen und fing an schneller zu atmen. Verdammt, Verdammt! „HIIIIIELLLLFEEEEEEEE!“

Ich schrie lauter und lauter, in der Hoffnung, irgendjemand wird mir zur Hilfe eilen Doch ich hörte niemanden und ich sah niemanden. Mir stiegen die Tränen hoch. Ich wollte nicht sterben! Ich spürte, wie das Feuer immer näher kam und schloss meine Augen, damit ich so wenig wie möglich von all dem mitbekam. Ich erinnerte mich an diese schöne Landschaft, die ich vorhin gesehen hatte.

Ich erinnerte mich an meine Eltern, an Mum und an Dad und natürlich dachte ich auch an meinen Bruder. Ich werde sie vermissen, sie werden mich vermissen. Die Gedanken an den Zug verschwanden allmählich und auch meine Schmerzen schienen in Vergessenheit zu geraten.

„Zieh deinen Fuß raus, schnell. Mach schon Verdammt noch mal, wir müssen da raus! Schnell, dein Fuß!“, hörte ich immer wieder eine fremde Stimme laut zu mir sprechen. Ich öffnete meine Augen, als ich sah, dass jemand mit aller Mühe die vielen Gegenstände von mir wegzudrücken versuchte, lächelte ich erleichtert auf. Da war also doch jemand, der mir helfen wollte. Schnell zog ich meinen Fuß ein und versuchte aufzustehen, doch der Schritt tat so höllisch weh, dass ich mir fest auf die Unterlippe biss und zusammenzuckte. Sofort spürte ich seinen Arm um meine Hüfte und ich humpelte mit ihm gemeinsam aus dem Zug heraus. Einige Meter entfernt hielt ich den pochenden Schmerz nicht mehr aus und ich ließ mich auf den Boden sinken.

„Hier!“, hörte ich den Unbekannten rufen und winkte offensichtlich jemanden her.

Er nickte mich nur an und drückt mich lächelnd auf den Boden: „Der Sanitäter sollte gleich kommen, dann wird’s dir hoffentlich bald wieder besser gehen. Dein Bein sieht richtig übel aus.“

„Gabriel. Danke für die Rettungsaktion. Hier gibt es schon genug Tote“, sagte eine Stimme leise und traurig und Gabriel stand auf. Neben mir stand nun der Sanitäter und setzte sich zu mir hin, um sich um mein Bein zu kümmern. Als ich mich nochmal zu Gabriel drehen wollte, war er weg.

Ich lag ganze zwei Wochen im Krankenhaus. Mein Bein sah richtig schlimm aus und ich muss noch eine Weile eine Krücke bei mir tragen, einfach nur als Stützkraft. Ich hatte die ganze Zeit über diesen Gabriel nachdenken müssen. Es war Rettung in letzter Sekunde und ich bin ihm dafür so unglaublich dankbar. Zu gerne wollte ich ihm Danke sagen. Das Einzigste was ich weiß, ist, dass er Gabriel hieß. Ich wollte ihn ausfindig machen, also schrieb ich einen Artikel an die Tageszeitung und nach knapp einer Woche stand ein Jounalist mit einer Kamera vor meiner Türe. Wir führten ein intensives Interview, indem ich alles von diesem Zugunglück erzählte. Natürlich erzählte ich ihm auch nach der Suche nach meinem Lebensretter. Die kurze Reportage über mich erschien im Fernsehen und der Sender bekam etliche Einsendungen. Einen Monat später wurde ich in eine Live – Show eingeladen. Der Sender hatte noch ein paar weitere Überlebende von diesem Unglück eingeladen und wir sollten über unsere Eindrücke und über das Geschehen sprechen.

Ich war besonders nervös. Immerhin stand ich außer dem Interview noch nie vor laufender Kamera. Die Stylistin verpasste mir ein leichtes Make – up und stylte meine Haare. Ich sah gut aus. Ich lächelte mich im Spiegel an, schnappte mir die Krücken und humpelte leicht ins Studio. Im Publikum waren mehrere Leute vertreten und ich atmete noch einmal tief durch, ehe ich mich dann gegenüber des Moderators zu anderen Leuten setzte.

Es ertönte Musik und die Kamera fokosierte den Moderator, danach uns und ich lächelte etwas schüchtern in die Kamera. Dann begann er seine Fragen zu stellen und wir beantworteten sie ihm quer durcheinander.

Da sprach der Moderator mich nun direkt an: „Ich habe gehört, du bist auf der Suche nach jemanden?“

Ich nickte und fing an zu lächeln: „Ja, ich möchte einfach meinen Lebensretter kennenlernen. Ohne ihn würde ich zu den Todesfällen fällen, denn das Feuer hätte mich beinahe eingefangen. „

„Was weißt du denn alles von ihm?“

„Nur dass er Gabriel heiß und gerade das macht die Suche so unglaublich schwierig. Aber mir ist es so unglaublich wichtig, mich bei ihm zu bedanken. Das konnte ich damals nicht mehr und ich bereue es...“

Da fing der Moderator an zu lächeln und klopfte mir auf die Schulter: „Dann wirst du jetzt die Gelegenheit haben. Wir haben uns auf die Suche begeben und ihn für heute hier her gebeten.“ Die Türe im Hintergrund öffnete sich, das Publikum fing an zu klatschen und ich erhob mich erwartungsvoll. Und das stand er: Gabriel, der, der mich aus dem Zug gerettet hatte. Ohne Krücke kam ich ihm mit schnellen Schritten näher. Ich umarmte ihn und drückte mich fest an ihn. Ich spürte seinen kräftigen Arme um mich und nach einer gefühlten Ewigkeit lösten wir uns von einander und setzten uns wieder auf die Sitzbank.

Nachdem ich mich millionfach bei ihm bedankt hatte, machten wir uns hinter der Kamera aus, dass wir mal was unternehmen würden. Zwei Tage später saßen wir bei einem gemütlichen Kaffee in einem kleinen Cafè und ich fühlte mich einfach so unglaublich wohl bei ihm. Ich musste mir eingestehen, ich hatte mich in meinen Helden verliebt und nun muss ich abwarten, was mir die Zukunft mit ihm bringen wird.  

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