Neunzehn. »Bescherungen sind manchmal einfach nur lustig.

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»»Nina.««

„Aiden, es ist halb drei. Beeil' dich ma'!", schrie ich durch die Wohnung und wartete darauf, dass mein herzallerliebster Bruder endlich mal in den Flur kam.

Um mich herum standen alle Weihnachtsgeschenke, die ich mühevoll versucht hatte, einzupacken. Trotzdem sah es eher nach einer Vergewaltigung des Geschenkpapiers aus. Aber bekanntlich zählte ja der Wille. Hoffentlich.

Schlussendlich war Aiden da und half mir, die Sachen zum Auto zu hieven. Nächstes Weihnachten würde alle definitiv Gutscheine bekommen.

„Wieso um alles in der Welt hast du einen Schrank gekauft?", fragte mein Zwilling und deutete auf das Ikea-Paket.

„Weil Rewi und Palle keinen Schrank in der Küche haben und es deswegen da wie Sau aussieht?", erklärte ich meinem Bruder und nahm die Tasche, in der die ganzen kleinen Geschenke verstaut waren und das Geschirr und ging vorsichtig die Treppe nach unten.

Schnell war alles in dem Auto verstaut und so konnten wir zu unseren neuen Freunden fahren.

Simon war so nett und half uns, alle Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen, unter dem sich die Geschenke schon türmten und somit Felix' halbes Wohnzimmer voll war.

Grinsend standen wir alle um den kleinen Baum und machten Fotos. Ja, sowas sah man nicht alle Tage.

Nach wenigen Minuten fing mein Handy ab zu vibrieren und signalisierte mir somit, dass mehrere Leute was getwittert hatten.

»rewinside @rewinside
Machen grad' Bescherung. Der Baum versinkt in Geschenkpapier und die einzige Person, die ich im Raum mag ist @OnlyNina. Ich hasse Weihnachten.«

Sofort fingen alle anderen irgendwas bescheuertes zu kommentieren, bis uns Taddl einfach die Handys wegnahm und jedes einzelne ausschaltete. Nur hatte er leider nicht bedacht, dass fast alle ein IPhone 6 hatten und diese jetzt alle auf dem Tisch lagen und keiner mehr wusste, welches seins war.

Cleverer Schachzug, Herr Tjarks, wirklich clever.

„Okay, wie machen wir das jetzt? Wir sind ein bisschen viele, als dass wir uns da jetzt alle draufstürzen können", überlegte Ardy und setzte sich hin.

„Ich bau' die Kamera auf, ihr sucht 'ne Lösung", schmiss Dner in den Raum, was absolut nicht zur Situation passte. Aber okay. Dner eben.

„Sortieren und dann auswürfeln", schlug Simon vor.

„Okay", stimmten alle zu und dann saßen wir 15 Minuten da und sortierten.

Schlussendlich hatte jeder seinen Haufen und Dner suchte Würfel.

„Wer 'ne sechs hat, darf was auspacken", setzte Aiden die Regeln fest, der mir gegenüber saß. Ich wurde von Rewi und Dner fast zerquetscht, was mir zwischen den beiden eigentlich immer passierte.

Der erste der etwas auspacken durfte, war Izzi.

„Wer von euch hat mir Weichspüler geschenkt?" Verdutzt warf er das Geschenkpapier weg und stellte sein Geschenk neben den - noch eingepackten - Haufen.

„Ich glaub' das ist von mir", lachte Basti neben mir.

„Ernsthaft jetzt?", fragte Alex nach und schüttelte den Kopf.

Als nächstes war ich dran und packte einen Brudi-Pulli aus, der nur von Ardy sein konnte.

„Ich hab' mir gedacht, da du keinen Merch von uns hast, bekommst du diesen nicen Pulli von mir. Ich hoffe er passt", lächelte er mich an.

„Dankeschön", freute ich mich und legte ihn sorgfältig zusammen.

Der nächste, der auspacken durfte, war Rewi, der von Aiden ein Bild bekommen hatte, sodass sein Zimmer nicht mehr gar so kahl wirkte.

Liebe. Totaler Mist und dann triffts dich doch || DnerLies diese Geschichte KOSTENLOS!