Das ist erst der Anfang..

65 1 0

"Mach auf, Noora."

Noora bat die Notärzte, herein zukommen. Sie führten ein paar Tests bei meiner Mutter durch und holten eine Liege, um sie rauszutragen. Währendessen fragten sie viele Fragen, wie: "Hat ihre Mutter eine Krankheit? Ist sowas schon mal passiert? War sie gestresst? Hatte sie Sorgen?...

All diese Fragen wurden von meinem Bruder mit einem "Nein" beantwortet. Sie nahmen meine Mutter mit und teilten uns mit, dass es nicht sicher ist, warum sie umgefallen ist. Als die Leute versuchten, meine Mutter auf die Liege zu tragen, öffnete sie kurz die Augen doch ohne zu realisieren, was geschehen ist, und schließ die Augen wieder. Kurze Zeit hatten wir beide uns beruhigt, unsere Mutter uns anschaute, kurze Zeit, inden wir bemerkten, dass etwas nicht mit unsere Mutter Stimmt. Kurze Zeit, die uns zeigte, dass wir ab jetzt auf uns allein gestellt sind. Kein Vater da, keine Mutter da. Mich bedrückte ein komisches Gefühl, der Gedanke, es wird etwas passieren. Als wäre nicht schon viel passiert, ein Gedanke, der mir verrat, dies sei erst der Anfang...

Tarek fuhr mit dem Krankenwagen zum Krankenhaus, sodass ich auf das Haus aufpasste. Nach einer Weile klingelte das Haustelefon: "Hallo?" Ich wusste nicht wer es war.

"Hallo, habibti, ich bin's."

"Ahhh hallo Baba, ich vermisse dich und brauche dich!."

"Ich weiss, mein Schatz, Tarek klärte mich gerade auf, was passiert sei. Ich suche gerade nach dem nächsten Flug von London nach Deutschland."

"Soll ich dir irgendwie helfen Baba? Was soll ich machen, wann soll ich dich abholen und wie...."

"Jetzt beruhige dich erst mal, habibiti, alles wird gut, darüber kannst du dir keine Sorgen machen, wahrscheinlich hatte Mama nur Stress zurzeit, weshalb sie den Anfall hatte, das ist nicht schlimm, habibti."

"Baba, das kann gar nicht sein, das weiß ich doch, sie sah nicht gestresst aus, sonst würde ich ihr doch beistehen, wie kann ich sowas nicht gemerkt haben?"

"Mariam, tu mir nur ein gefallen."

"Ja?"

"Dir Sachen einzureden, wie schuldig du wärst oder sonst etwas solltest du jetzt abstellen, denn das wir deiner Mutter nicht weiterhelfen, alles wird gut, denk an meine Worte."

"Ok Baba, wir sehen uns, komm gut an, ich liebe dich."

"Ich dich auch, habibiti, wir werden uns sehen."

Ich wusste nun nicht mehr weiter, Was soll ich machen? Ich bekam von hinten eine feste Umarmung. Ich hatte ganz vergessen, dass Noora noch da ist. Sie versuchte mich zu trösten.

"Dein Baba hat recht, mein Schatz, mach dir jetzt nicht so einen großen Kopf, kriege dein Kopf frei und warte ab."

Noora hat recht, ich sollte das machen, was Baba gesagt hatte, Ruhe bewahren, so schlimm wird es wohl nicht gewesen sein...

Ein paar Stunden, die für mich wie eine Ewigkeit kam, vergingen, bis Tarek wieder aus dem Krankenhaus kam.

"Tarek, weißt du etwas"

"Ne, die Haben zwar schon ein paar Sachen durchgeführt, aber die Ergebnisse werden Tage dauern."

"Ohjeee, ohne ihr ist alles anders.."

"Da hast du recht, trotzdem müssen wir stark bleiben, Mariam. Hast du eigentlich von Baba einen Anruf bekommen?"

"Ja, er macht ein Ticket, um so schnell wie möglich da zu sein."

"Okeyy, ich ruf jetzt mal Tante an, sollte bescheid wissen."

Ich hatte in der Zwichenseit Essen gekocht für uns. Ich machte einen Teller für Tarek und auch mir einen voll. Noora musste gehen, es war schon ziemlich spät. Nach dem Essen waren wir ziemlich müde und gingen schlafen, da wir morgen Freitag hatten und noch zur Schule mussten. Am morgens machte ich wie jeden morgen das Essen bereit, nur fehlte die Anwesenheit und den Segen meiner Mom, das Haus gut zu verlassen und heil wieder zu kommen. Bevor wir gingen, beteten wir das Morgengebet zusammen und beteten, dass unsere Mutter wieder gesund wird und mein Vater gut ankommen soll. Wir fuhren zur Schule und an diesem Freitag war nicht sehr viel los, nach der  Schule fuhren wir mit Noora und Omar nach Hause, da Nooras Tante, Omars Mutter, zu Besuch kam. In der Autofahrt bemerkte ich wieder etwas. Tarek schaute traurig zu Noora, die wiederum nachdenklich aus dem Fenster sah. Es herschte Todesstille.

"Leute, macht euch mal nicht so einen Kopf daraus, es wird schon wieder."

Omar war der einzige, der sich traute, diese Todesstille zu bekämpfen, indem er das Radio anschaltete. Es lief Dangerous von David Guetta und schon fing er an, ein wenig Stimmung zu schaffen, nach einer Zeit fingen alle im Auto an etwas zu erzählen und nebenbei lachten wir über manche Dinge. Zuhause angekommen, wollte ich mich gerade umziehen, als wir Schritte aus dem Wohnzimmer hörten.

"Heyyy Baba wie gehtss dir bist du gut angekommen?" freute sich mein Bruder und umarmte meinen Vater. " Ich fasse es nicht, Baba, du stehst echt vor mir. Ich habe dich so sehr vermisst, Baba!" Ich lief zu meinem Baba und drückte ihn ganz fest.

"Ich glaube wir sollten jetzt Mama mal besuchen." erwiderte Tarek.

"Ich habe sie schon besucht, bin schon seit 10Uhr zu Hause und gerade vom Krankenhaus gekommen."

"Was sagten die Ärzte?" Fragte Tarek.

"Immernoch bein untersuchen, Großer. Ich glaube, wir sollten mal jetzt zusammen Essen gehen, schließlich hab ich meine Kinder seit langem nicht gesehen."

Wir fuhren mit dem Auto zu einem orientalischen Restaurant in der Nähe und waren gerade dabei zu bestellen, als ich plötzlich ein bekanntes Gesicht am Tisch gegenüber bemerkte...

Love can change lives~Lies diese Geschichte KOSTENLOS!