Kapitel 19

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"Papa? Ich habe mir was einfallen lassen. Naja eigentlich war es Hannah's Idee." Sagte ich ihm am Frühstückstisch. "Na dann schieß los." - "Also, was würdest du von einem Hoffest halten? Mit Ponyreiten und allem drum und dran und Hannah und ich würden auch was einüben. Und wir könnten Eis verkaufen." Erzählte ich ihm stolz. "Das ist eine Gute Idee, aber es ist schon bald Herbst, ich glaube nicht, das die Leute da noch Eis essen wollen." Antwortete er. "Hm... und wenn wir heiße Bratwürstchen und Glühwein und Kinderpunsch oder warmen Orangensaft verkaufen?" - "Das wäre eine Möglichkeit." Sagte er.

"Hannah und ich werden auch das Ponyreiten machen. Ich ruf sie später an dann können wir schon alles planen!" Ich freute mich schon riesig. "Immer langsam! Wir wissen ja noch nichtmal wann es stattfinden soll." Lachte mein Vater. "Außerdem fängt die schule bald wieder an." Mischte sich meine Mutter ein. Sie saß gegenüber von mir und las die Zeitung.

Oh nein. Daran hatte ich garnicht mehr gedacht. Na dann würden wir das Fest halt am Wochenende machen. Dachte ich mir und sprach es dann auch aus. "Ja, das wäre eine Möglichkeit." Überlegte mein Vater. "Juhu, ich sag Hannah bescheid das sie später vorbei kommen soll." Freute ich mich riesig. Ich wollte schon immer mal ein Fest planen.

...

Nach dem Frühstück ging ich an mein Handy und schrieb Hannah, das sie heute vorbei kommen könnte und wir alles planen würden. Sie willigte ein und ich gab meinen eltern bescheid. Nach einer Stunde war sie dann auch schon da und wir setzten uns auf mein Bett. "Also... was hältst du von einer Dressurquadrille? Ich finde das super cool und dazu noch Ponyreiten mit Muffin und wir könnten auch noch ein größeres Pony nehmen für die etwas größeren Kinder." Ich hatte so viele Ideen. "Finde ich super!" Stimmte Hannah ein. "Was denkst du wie lange wir für das Einüben brauchen?"-"Ich weiß nicht. Es kommt drauf an, was wir reiten wollen."

Wir unterhielten uns noch über die Dressurquadrille und ich machte mir Notizen. Wie alles aussehen würde, die Musik und natürlich die ganzen Figuren. Wir einigten uns, das wir das Fest in 4 Wochen machen würden. Jetzt müssten wir nurnoch meine Eltern fragen, ob sie einverstanden sind. Meine Eltern willigten ein und somit stand der Termin fest.

"Wollen wir ausreiten gehen?" Fragte Hannah mich und ich nickte. Wir machten die Pferde Fertig und ließen noch die Decke drauf, da es schon um einiges kälter geworden ist. "Aber meinst du nicht, das es vielleicht etwas zu wenig ist? Ich meine eine Dressurquadrille und Ponyreiten... was könnten wir noch machen?" Fragte mich Hannah. "Mein Vater wird den anderen Reitschülern bescheid sagen, vielleicht haben sie noch eine Idee oder können selbst was vorführen. Es sind zwar nicht mehr viele Reitschüler aber immerhin noch ein paar. Außerdem kannst du ja auch Jonas fragen ob er irgendwas Westernmäßiges vorführen will. Ich kenne mich mit Western nicht aus und habe Jonas auch schon lange nicht mehr gesehen..." was mir auch ganz Recht war.

Wir unterhielten uns noch bis wir dann am Stoppelfeld ankamen. "Was meinst du? Bis zum Wald? Wer erster da ist!" Den letzten Satz schrie sie und galoppierte los. Doch sie hatte keine Chance Soraya und ich Reagierten blitzschnell und galoppierten ebenfalls los. Bis zum Wald waren es ca. 8 Minuten und am Schluss war Hannah doch erster. Doch nur ganz knapp. "Sollen wir nochmal zu dieser komischen Mauer reiten? Ich habe zwar Angst, bin aber trotzdem Neugierig." Sagte Hannah.  Ich hatte ganz vergessen ihr zu sagen, das ich zwischendurch nochmal da war, das musste ich ihr unbedingt erzählen.

"...und dann sind wir so schnell es ging weggaloppiert." Erzählte ich. "Was? Der wollte auf euch schießen?!" fragte Hannah erstaunt. "Ich glaube wir sollten da nicht mehr hinreiten..." fügte sie dann noch hinzu. "Aber vielleicht kann man auch von Hinten irgendwie reinkommen? Ich mein, irgendwie muss dieser Mann ja auch aus dem Wald kommen und der wird bestimmt nicht über die Mauer klettern. Das heißt das irgendwo noch ein Tor sein müsste." Sagte ich dann. "Wir müssen irgendwie anders dahin kommen. Ich muss wissen, was er mit den Pferden macht!" Fügte ich noch hinzu.  "Na dann los." Wir ritten ein Stück zurück bis dann ein kleiner Weg rechts rein ging. Wir ritten immer weiter und irgendwann entdeckten wir die Mauer wieder. Und tatsächlich fanden wir ein Tor, ein ziemlich großes sogar. Wir stiegen ab und ich drückte Hannah die Zügel in die Hand. "Du passt auf die Pferde auf, ich gehe nachschauen, vielleicht entdecke ich was." Sie nickte und sagte mir noch das ich vorsichtig sein soll. Ich schlich an der Mauer entlang bis zu dem Tor. Langsam schaute ich um die Mauer. Niemand war da. Alles einsam und verlassen. Ich ging ein Stück näher. "Was tust du hier?!" Tauchte plötzlich ein Junge auf. Er stand direkt vormir und flüsterte nur. "Ich...eh..."-"Los verschwinde bevor mein Stiefvater kommt!" Befahl er mir. Ich sah ihm in die Augen und nickte nur heftig. Ich blieb noch kurz wie angewurzelt stehen und lief dann los, zurück zu Hannah.

"Oh gott Hannah, da war ein Junge, der stand auf einmal vor mir ich habe mich so erschrocken! " sprach ich hektisch. "Was war los? Beruhige dich." Sagte sie. "Also..." ich holte tief Luft "ich hab gerade durch die Metallstäbe geschaut, da steht auf einmal ein Junge vor mir. Ungefähr unser Alter. Schwarze Haare und er war kein Deutscher. Er sprach aber gut Deutsch. Jedenfalls die paar Wörter die er mir gesagt hat. Er sagte ich soll verschwinden bevor sein Stiefvater kommen würde." -"Sein Stiefvater ist bestimmt dieser komische Mann, von dem du erzählt hast."

....

Auf dem Rückweg dachte ich die ganze Zeit über den Jungen nach, er wollte mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. "Bea hörst du mir überhaupt zu?" Holte mich Hannah aus meinen Gedanken. "Was? Ja." Log ich. "Nein tust du nicht." Lachte sie. "Ich sagte, dass ich Jonas später wegen dem Fest schreiben werde." Wiederholte sie sich. Ich nickte und wir kamen am Hof an. Dort kam uns dann Jonas entgegen. Wir stiegen ab und Jonas und Hannah küssten sich erstmal. Ich verdrehte nur die Augen und brachte Soraya in den Stall. Ich sattelte sie ab und stellte sie in ihre Box. Ich machte ihr noch Futter und kehrte noch die Stallgasse. "Jonas ist einverstanden!" Kam Hannah mit Jelly Bean in den Stall. "Gut." Sagte ich und kehrte weiter. Sie brachte Jelly Bean dann auch in die Box und machte ihr Futter.

"Ich komme am Sonntag wieder morgen bin ich auf einer Taufe. Wir sehen uns."-" Viel Spaß! Bis dann." Lachte ich und sie fuhr mit ihrer Mutter vom Hof. Ich ging ins Haus und machte mir erstmal eine heiße Schokolade.

(heeeey das nächste update gibts leider erst nächstes Jahr :p ich wünsche euch einen guten Rutsch und wollte nochmal danke sagen. Für die fast 3k das hätte ich nie gedacht, das meine Geschichte mal soviele Reads bekommt haha xD lots of love x)

Then he came...- eine PferdegeschichteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt