Take me Home

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14. Take me Home

"Sicher, dass wir willkommen sind?", fragt Sahair bereits zum tausendsten Mal, so dass es sogar mir auf die Nerven geht.

Aber Joana, die würde sich bei der nächster Möglichkeit wahrscheinlich ein Küchenmesser schnappen und der kleinen Sahair ihre Zunge herraus schnippeln.

"Warum bist du so aufgeregt?", frage ich. Nicht einmal ich mache mir besondere Gedanken, ich bin von Natur aus einfach neugierig und liebe es Neues zu entdecken.

Klar, eine Party ist jetzt vielleicht keine riesen Entdeckung, aber es ist auf jeden Fall sehenswert, meiner Meinung nach. Es gehört zur Entwicklung eines jeden Teenagers dazu und einmal kann ja nicht schaden, oder?

"Es ist die Party von Will, keine Party von einem No Name.", erinnert Sahair mich in einem ehrfürchtigen Ton.

Ich will ihr gerade eine Antwort geben, da klingelt es an der Tür.

"Das muss Maddie sein. Ich gehe schon.", sage ich zu den Mädels und laufe in Sahair's Haus die große Wendeltreppe runter, die mich in den Eingangsbereich führt.

Ich bin sowieso fertig. Ich trage meine Haare in einen Dutt, eine schwarze kurze Hose und ein luftiges rosa Top. Ich finde das schon sehr ungewohnt und eigentlich nicht geeignet für eine Party, aber da ich dort lieber das Mädchen im Hintergrund spielen will, passt das schon.

"Süße, warum bist du noch nicht fertig?", fragt Maddie, als ich ihr die Tür öffne.

"Ich bin schon fertig. Ich habe keine Interesse an Schminke, einem Kleid, Locken oder irgendwie offene Haare.", erkläre ich ihr von vorne rein.

"Weißt du, wenn ich dich un etwas beneide, dann sind es deine Haare. Das soll jetzt keine Beleidigung sein. Deine Haare sind gesund, lang und weich. Es ist eine Schande sie immer so gefesselt zu haben.", seufzt sie und streicht mir eine Strähne hinter mein Ohr.

"Unter gefesselt versteh ich etwas anderes, aber egal. Komm rein." Ich öffne ihr die Tür und lasse sie eintreten.

"Lass und hier auf die Beiden warten.", sagt Maddie.

Sie trägt ein schwarzes Cocktail Kleid, das ihre Figur noch schöner wirken lässt. Dazu hat sie leichte Locken und schwarze High Heels.

"Du siehst gut aus."

"Danke. Du siehst aus wie das süße Mädchen von nebenan.", lächelt sie und ich gleich mit, da sie der ehrlichste Mensch ist, den ich kenne. Und dass sie mir Komplimente macht, freut mich um so mehr.

Nach kurzem Warten treffen auch die zwei Divas ein, die in ihren jeweiligen Kleidern atemberaubend aussehen.

"Ok Mädels. Party Time!", ruft Maddie und wackelt mit ihrem Hintern.

-

Ich muss sagen, ich bin beeindruckt, Will. Er hat eine stattliche Party herbei gezaubert, auf der ich jetzt alleine herrum taumele. Wir sind ungefähr eine halbe Stunde schon da, trotzdem habe ich noch nicht alle Teile der Party gesehen.

Im Wohnzimmer wird traditionell vor dem Sofa wild miteinander getanzt, auf dem Sofa fremdgeknutscht, in der Küche gibt es alkoholisierte Getränke und im Garten tummeln sich Paare und unterhalten sich mit ihrem eigenen Programm, das keine sehen will.

Die drei Mädels habe ich schon lange aus den Augen verloren und abgesehen von Will ist mir auch noch niemand Bekanntes vor die Nase gehüpft.

Als ich gerade mal in einen Raum, wo wahrscheinlich Party Spielchen veranstaltet werden, rein schauen will, rempelt mich jemand von hinten an.

Mr. Right GuyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt