First of all: Es tut mir leid, unendlich leid. Ich war extrem unzufrieden mit dem letzten Kapitel und hätte mich am liebsten selbst dafür geschlagen, so etwas veröffentlicht zu haben, weshalb ich es einfach löschen musste. So etwas darf eigentlich nicht passieren und ich habe vermutlich hiermit mindestens die Hälfte von euch da draußen verwirrt, es tut mir wirklich leid. Ich habe die ganze Situation noch einmal verändert und komplett neu aufgeschrieben.
Ich hoffe euch gefällt dieses neue Kapitel 32, denn ich bin bei Weitem glücklicher mit dieser Version. Ihr müsst es natürlich nicht lesen, wenn ihr keine Lust mehr darauf habt, aber es ist wirklich anders als das, was ich zuvor hochgeladen habe, und ich würde mich natürlich freuen, wenn es euch gefällt.

Und jetzt viel Spaß beim Lesen. xxx

Zoé Pilar Perez

Erst auf dem Berg wurde mir bewusst, dass der Sommer langsam vorüber ging. Es war natürlich immer noch ziemlich warm, doch eine leichte Brise fegte durch die Straßen, die man in Barcelona nicht zu spüren bekam. Und gleichzeitig wurde mir auch klar, dass meine gemeinsame Zeit mit Harry ebenfalls nicht unbegrenzt war. Ich hatte keine Ahnung, wann er wieder nach England gehen würde, und auch er hatte - jedenfalls in meiner Anwesenheit - nie ein Wort darüber verloren. Diese Ungewissheit machte mir Angst, doch es war unmöglich, sie zu umgehen. Harry war hier zum Arbeiten und sobald dies getan war, würde er wieder gehen müssen. Er liebte seine Heimat - seine Familie, das Dorf , aus dem er kam, den Tee, das schlechte Wetter - und er würde es nie aufgeben, dass wusste ich. Ich wollte auch gar nicht, dass er seine Familie verließ, denn ich wusste, dass ihm das das Herz brechen würde, doch dennoch wünschte ich mir, egoistisch wie ich manchmal leider war, nichts lieber, als dass er für immer bei mir bleiben würde, dass unser gemeinsamer Sommer nie zu Ende gehen würde.

Der Tag war schnell vergangen. Als Harry und ich am Mittag an unserer Hütte für die kommenden zwei Tage angekommen waren, hatten wir uns notbedürftig etwas zu Essen zubereitet, bis wir beschlossen hatten, den Berg zu erkundigen. Wandern gehen wollte dabei keiner von uns beiden, doch auch der Freizeitpark wurde schnell ausgeschlossen, da Harry nicht nur Höhenangst hatte, sondern auch panische Angst bekam sobald er Achterbahnen auch nur sah. Schließlich hatten wir uns dazu entschieden, die Gegend rund um unsere Hütte zu erkunden, wobei wir erstmal zehn Minuten laufen mussten, bis wir überhaupt einer anderen Menschenseele begegneten. Irgendwann hatten wir einen kleinen, urigen Teeladen gesichtet und die Verkäuferin, eine ältere Dame in traditionellen, spanischen Kleidern, konnte schließlich mithilfe von Harrys britischem Charme überredet werden, uns zwei Tassen Tee zum Mitnehmen zu machen.

„Ich liebe Tee", murmelte ich und umfasste die warme Tasse mit meinen Händen.

„Ich auch, aber Englischer Tee ist um einiges besser als dieser hier."

„Das ist gar nicht möglich.", widersprach ich dem Lockenkopf und warf ihm ein verschmitztes Grinsen zu, doch er schüttelte nur ebenfalls lächelnd den Kopf und zog mich mit seinem Arm um meine Taille enger an seinen Körper, während wir einem holprigen Patt zurück zu unserer Hütte folgten.

„Doch, du wirst schon sehen."

Ich schmeckte den fruchtig-süßen Geschmack von Orange auf meiner Zunge und automatisch verzogen sich meine Lippen zu einem genießerischen Lächeln, während Harry ansetzte zu erklären:

„Irgendwann kommst du bestimmt mal nach England und dann wirst du denn besten Tee deines Lebens trinken. Er wird deine Sinne benebeln, dich vom Stuhl reißen und du wirst nie wieder diesen läppischen Tee hier trinken wollen."

Er lachte über seine eigenen Worte und ich spürte seine Brust, die seitlich gegen meine gepresst war, vibrieren.

„Mit dir?"

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