>Chapter 22<

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So langsam fühlte ich wieder Bewusstsein in mir und wusste das ich schon mal nicht tot war. Als ich meine Augen öffnen wollte, fühlten sie sich so schwer an wie Blei. Auch das atmen viel mir schwer, als würde etwas auf meinem Brustkorb liegen. Ich war müde und erschöpft. Nur wieso? Ich strengte meinen Kopf an und versuchte mich an das Geschehniss zu erinnern, was mich zum verlien meines Bewusstseins brachte. Es fühlte sich an als wenn man einen Schalter umlegte und all die Gefühle wieder zu einem fanden und ich mich wie vorher fühlte. Diese ganze Trauer, das Unverständnis, der Hass. Wie konnte sie es fünfzehn einhalb Jahre für sich geheim halten und uns so belügen.

Ich hatte trotz der Tatsache das Luc nicht mein Vater war, tochterliche Gefühle für ihn. Eben weil ich seid ich klein bin ihn als meinen Vater kenne und ich könnte mir nicht vorstellen einen anderen an seiner Stelle zu sehen. Er war mein Vater, ob jetzt biologisch oder nicht!

Ich versuchte ein weiteres Mal meine Augenlieder zu heben, und diesmal klappte es sogar langsam. Erst sah ich nur einen kleinen und verschwommenen Schlitz der aber langsam immer klarer und größer wurde. "Sie ust wach!" rief eine männliche Stimme. Da ich mich zu schwach fühlte um mich zu körperlich zu bewegen, bewegte ich allein meine Augen. Ich schaute mich um, jedenfalls soweit es mir möglich war. Der Raum war still weiß eingerichtet und hatte ein Fenster zu meiner Linken. Als ich meine Augen zur anderen Seite drehte sah ich wie drei Leute, die in der gleichen Farbe wie das Zimmer gekleidet waren, in den Raum auf mein Bett zukamen.

"Hallo können sie mich hören?" fragte eine für mich junge Dame die einer Ärztin gleiche. Moment. Weißes Zimmer, weiß gekleidete Ärzte gleiche Menschen und ich liegend in einem Bett. Ich war in einem Krankenhaus. Gerade stieg mir der widerliche Geruch von Arzt und Krankheit in die Nase. Wie sehr ich diesen Geruch verabscheue! "Wenn sie mich hören können heben sie bitte die linke Hand" sagte sie und leuchtete erst ins eine, dann in mein anderes Auge. Ich nahm meine Kraft und hob aller Erschöpfnis meine linke Hand ein bisschen. "Schön. Wie geht es ihnen?" fragte sie weiter. Ich wollte reden doch es kam nichts aus meinem Mund heraus. Also hob ich ein weiteres Mal meine linke Hand und deutete irgendwie auf meinen Mund.

"Also Mrs. Nonsen notieren sie: heiser, erschöpft, Kraftlosigkeit..." Sie sagte noch weitere Dinge zu der Arzthelferin, auch genannt Krankenschwester,  aber ich hatte keine Lust ihr zu zuhören. "Gut, Mrs. White, falls etwas ist drücken sie den Schwesternknopf dann wird jemand nach ihnen sehen. Ansonsten bis morgen" lächelte und verließ mit den anderen das Zimmer. Kurz darauf öffnete sich wieder die Tür und ein besorgter Ysec betrat mein Zimmer. "Hey" fing er an und stellte sich neben mein Bett hin.

"Wie geht's dir?" fragte er. Ich nickte da immer noch kein Wort meine Lippen verlassen wollte. Es kamen nur keuchende abgehackte Luftstöße heraus. "Ah du kannst nicht reden" Er lächelte weshalb ich auch ein kleines bisschen lächeln musste. "Ich hab das mit Dad gehört und es tur mir echt Leid!" sagte er mitfühlend aber ich schüttelte nur meinen Kopf. "Du" kam es hauchend aus meiner Kehle. "Du brauchst nichts sagen. Du redest eh zu viel" grinste ich und ich warf ihm lächelnd einen Killerblick zu. "Schon gut" hob er abwehrend seine Hände. Die Tür ging ein Stück auf und Casper's Kopf kam zwischen Türrahmen und Tür zum Vorschein.

"Ich geh dann mal. Gute Besserung kleine" lächelte Ysec und ging raus. "Ähm...Hi" sagte Casper und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Süüüß... Ich musste sofort kichern und nickte ihm zur Begrüßung zu. "Keine Stimme?" fragte er und setzte sich neben mein Bett auf einen Stuhl. Ich schüttelte meinen Kopf und bewegte mich soweit es mir möglich war. "Du siehst echt schlimm aus" lachte er und ich musste trotz seiner Beleidigung auch lachen. "Trotzdem hübsch" Lächelte er und schaute mir tief in die Augen.

Ich schüttelte wieder meinen Kopf als Zeichen das es nicht stimmte. Man ich bräuchte jetzt Stimme um ihn ebenfalls zu dissen. Wer machts sonst? Ich versuchte was zu sagen doch musste sofort husten. "Du hässlicher Vogel" kratzte es aus meiner Stimme und sofort musste ich lachen was in einem Hustenkampf ändete. "Alles ok?" fragte Casper als ich mich beruhigt hatte. "Ja danke." Meine Stimme war zwar nicht ganz wieder da aber ich konnte flüstern. Es hörte sich auch nicht besonders toll an, aber besser als still rum liegen und nichts sagen zu können.

"Wann wirst du eigentlich entlassen?" fragte Casper und biss in ein Stück des Brotes. Die Krankenschwester hatte mir Abendessen gebracht aber durch mein bisschen Halsschmerzen wollte ich nichts essen. Darum hat sich Casper geopfert und isst das eckelige Brot. Wir redeten noch etwas, soweit es mir möglich war, bis es an meiner Zimemrtür klopfte. Meine Mutter und mein Vater betraten das Zimmer und sofort stand Casper auf.

"Tschüss Teece. Bis morgen" Er umamrte mich und ging dann. Meine Mutter hatte Schuldgefühle, das sah man ihr an, aber trotzdem wollte ich ihr irgendwie nicht verzeihen. "Hallo Schatz" begrüßte meine Mutter mich. "Was willst du?" fragte ich genervt. Ich hatte aus irgendeinem Grund keine Lust mit ihr über ihre Gefühle und Fehler zu reden. Sie wollte sich doch nur entschuldigen und dann denkt sie alles wäre wieder okay, aber das word es sicher nicht. "Teece, ich weiß, dass ich viele nd schlimme Fehler gemacht habe..."

Ich wusste es!

"...Aber ich möchte mich nochmals dafür entschuldigen. Es war nicht richtig euch anzulügen aber nun ja, ich kann es leider nicht rückgängig machen" Sie musste mit den Tränen kämpfen aber das war mir egal. "Du hast Dad fast 16 Jahre im Glauben gelassen, ich wäre seine Tochter. Weißt du wie verarscht wir uns fühlen müssen. Wer weiß schon wer mein Vater ist, vielleicht ja irgend ein One-Nights-Stand!" fuhr ich meine Mutter sauer an. "Teece es reicht. So hast du nicht mir deiner Mutter zu reden!" verteidigte Dad meine Mutter, seine Frau. "Warum verteidigst du Mum? Hast du nicht kapiert was sie getan hat?" fragte ich fassungslos. "Doch Teece, habe ich. Und ich habe das mit deiner Mutter geklärt. Bei uns ist alles wieder in Ordnung" erklärte er, was ich aber nicht verstehen kann. Wieso hat er Mum so schnell verziehen, ich mein nachdem sie ihm und mir das alles angegan hat?!

"Lasst mich in Ruhe, ich bin müde und werde jetzt schlafen!" sagte ich sauer und wartete dass sie gingen. "Teece, och bitte dich..." "Ich möchte jetzt schlafen!" sagte ich nun etwss lauter und drehte mich auf die Seite um schlafen zu können. Ich hörte wie mein Dad etwas zu meiner Mutter sagte, was so klang wie 'Komm Brager, lass uns gehen. Wir kommen morgen wieder' und dann meine Zimemrtür. Ich merkte wie meine Augen immer feuchter wurden und sich meine Mundwinkel in die Tiefe zogen. Ich schloss meine Augen, zog die Decke bis über den Kopf und vergrub mein Gesicht in meinen Händen. Wieso tat sie sowas? Ich konnte nicht verstehen wie sie uns das solange geheim halten konnte und nichts, wirklich gaaar nichts sagen konnte. Ich kann, will und werde es nicht verstehen!

Nach einer Weile in der ich nur geweint hatte und es bereits dunkel draußen geworden war, klopfte es leicht an der Tür. Ich sagte nichts sondern merkte nur wie die Tür aufging. "Hi" murmelte jemand und schloss die Tür hinter sich. Ich öffnete meine roten und geschwollenen Augen und zog die Decke ein Stück hinunter, um den oder die jenige sehen zu können. "Was machst du denn hier?" fragte ich überrascht. Vor mir, eher gesagt meinem Bett stand Mitch mit einer Packung Pralinen. "Ich hab mit deinem Bruder telefoniert, da du nicht an dein Handy gegangen bist. Er sagte das du hier, im Krankenhaus bist und ich hab mich natürlich sofort auf den Weg zu dir gemacht" lächelte er.

"Ach ja, ich hab dir Schokolade mitgebracht" lachte er und legte sie auf das kleine Tischchen neben meinem Bett. "Wie süß von dir" sagte ich und klopfte mit meiner Hand aufs Bett, als Zeichen dass Mitch sich setzten sollte. Er tat dies und schaute mir in die Augen. "Wie gehst es dir?" fragte er schließlich. "Ganz gut, denk ich mal" lächelte ich obwohl ich das alles hier lieber vergessen würde. Keiner kann sich vorstellen wie es ist wenn sich die ganze Welt plötzlich auf den Kopf stellt und alles durcheinander ist.

Unser Blickkontakt war sehr intensiv und ich fühlte mich komisch würde ich wegschauen. Er strich über meine Wange und kam meinem Gesicht immer näher. Als ich seinen warmen Atem auf meinen Lippen spürte schloss ich meine Augen und legte eine Hand in seinen Nacken.

Seine Lippen trafen meine und bewegten sich ruhig. Nach einer kurzen Sekunde der Überlegung erwiederte ich und küsste ihn.

Ein Badboy, meine Geschwister und IchLies diese Geschichte KOSTENLOS!