Perlenmeer Kapitel 04

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// Guten Morgen! Und hier schon das 4. Kapitel! In Zukunft aber werde ich einmal wöchentlich updaten! Enjoy :)

4. Kapitel

DELAIAH CLAY'S

POINT OF VIEW // SICHT

Nancy Rivers.

Verdammt.

Dieser Scheiss Kuss! Seit wann ging Nancy eigentlich an irgendwelche Partys? Und seit wann machte sie bei Trinkspielen mit? Seit wann trug sie enge schwarze Kleider, seit wann zeigte sie ihre meilenlangen schönen Beine und seit wann trug sie Lippenstift?

Mir war ganz heiss. Wie konnte es nur dazu kommen? Zu diesem Kuss, was hat sich der Mann da oben im Himmel eigentlich gedacht, hm? Und wieso waren ihre Lippen so weich und rochen nach Orangensaft, so süss, dass ich sie am liebsten aufgegessen hätte?

Ich gebe es zu, aber unoffiziell, dieser verdammte Kuss mit Nancy Rivers hat mir beinah das Herz aus der Brust gerissen.

Dieses Mädchen hat mir bisher nur wehgetan.

Vor genau zwei Jahren, da habe ich mich mal in sie verliebt. Und es aber verdrängt... Und es ist auch besser so! Wirklich! Mit Nancy Rivers habe ich wohl oder übel abgeschlossen und daran sollte sich verdammt nochmals nichts ändern! Und dieser Kuss hat mich jetzt wirklich verwirrt, denn er hat mir gefallen. Es war ein guter Kuss. Wenn es jetzt einfach irgendein Mädchen gewesen wäre, so hätte ich sie aufgehoben und in eines der Zimmer getragen... aber eben! Es ist Nancy Rivers! Und um keines Falls möchte ich mich erneut in sie verlieben!

Das Spiel hatten wir dann irgendwann unterbrochen. Ganze ehrlich, ich war unendlich froh, Nancys Gesicht nicht mehr sehen zu müssen. In meinem Mund roch es immer noch nach ihr. Meine Zunge, meine Lippen... alles. Süsslich, fruchtig, zuckrig.

Mir wurde schlecht.

Okay, aber versteht mich nicht falsch. Mir wurde nicht schlecht von dem Kuss, sondern weil ich schlichtweg zu viel durcheinander getrunken habe. Und ich vertrage nicht zu viel Alkohol.

Und weil ich mich kurz danach ins Klo von Kevins Haus übergab, ging ich auch gleich nach Hause. Meine Eltern schliefen schon und meine zwei jüngeren Schwestern sowieso. Völlig geschaffen stürzte ich mich in mein Bett und schlief ein.

Ich, Delaiah Clay bin gross, sportlich, nebenan Kellner, mir wurden keine Talente in die Wiege gelegt, soviel ich weiss, und Schule finde ich scheisse.

Gut bin ich aber trotzdem darin. Ich spreche Englisch, Deutsch und Ungarisch perfekt und lerne gerade Chinesisch so nebenbei, wenn ich gerade Lust habe. Bücher finde ich langweilig und Musik ist irgendwie auch nicht so mein Ding. Filme finde ich toll. Zumal wir nebenan gerade ein Kino haben. Da bin ich Stammgast. Genau, ihr habt es erfasst. Ich bin ein Stadtkind.

Am nächsten Tag war Samstag. Kevin hatte zwar versprochen rüber zu kommen, doch ehrlich gesagt glaubte ich nicht, dass es dazu kommen würde. Wahrscheinlich hatten sie die ganze Nacht durchgemacht und aufräumen musste er ja auch noch.

Aufräumen. Stimmt ja.

Und so beschloss ich zu Kevin zu gehen und ihm dabei zu helfen. Ist schliesslich mein bester Freund.

Kevin, Severin und Lucas sassen auf der Veranda und rauchten, als ich vorfuhr.

,,Hast du dich auch ja gut erholt?", fragte mich Kevin grinsend und streckte mir seine Zigarette hin. Ich lehnte dankend ab und stützte mich gegen das Geländer.

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