Fortsetzung vom 21. Dez - Percival x Credence - Der Eisläufer

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Credence (so hieß das hübsche Ding, das Percival im Park aufgegabelt hatte) ist überaus gewillt gewesen, Percival nach Hause zu begleiten. Sie hatten etwas in einem Restaurant gegessen, waren dann mit der U-Bahn zu seiner Wohnung gefahren und er hatte Credence eingelassen.

Einen kurzen Moment lang hatte Percival sich gefragt, ob er sich zu viel erhofft hatte und ob Credence es lieber hatte langsam angehen wollen.

Doch wenige Minuten später hatte er sich mit dem Rücken auf dem Bett liegend wiedergefunden, die Handgelenke von zarten Fingern umfasst und ein angenehmes Gewicht auf seinem Becken sitzend.

Im schwachen Licht der Kerzen, die Percival per Hand angezündet hatte, konnte er den Jungen verrucht lächeln sehen. Ihm lief ein wohliger Schauer über den Rücken.

"Und was hast du jetzt vor?", fragte er Credence schmunzelnd.

Es war selten, dass jemand ihm die Dominanz raubte, doch er konnte es Credence nicht verübeln. Dafür war der Anblick von hier unten zu atemberaubend.

"Wonach sieht es denn aus?", schnurrte Credence und beugte sich zu ihm hinunter, wobei er mit dem Hintern lasziv über Percivals Schritt strich. "Ich hatte an Sex gedacht", raunte er ihm verheißungsvoll ins Ohr.

Percival holte zitternd Luft. Er fühlte sich alt, weil der Junge so viel unerschrockene Energie zu haben schien und ihn damit von den Füßen fegte. Dass man ihm die Zügel derart aus der Hand nahm, war er nicht gewohnt. Dennoch nickte er, weil er spürte, wie sehr es ihn erregte, dass Credence ihn offensichtlich ebenso sehr wollte.

Für seine Zustimmung wurde Percival mit einem hungrigen Kuss belohnt, der viel Zunge enthielt und von einem steten Reiben über seinen Schritt begleitet wurde. Als Credence sich wieder von ihm löste, atmeten sie beide heftig.

Credence ließ Percival los, um ihm das Hemd aufzuknöpfen. Er schien zu ungeduldig zu sein, um seine Finger ruhig zu halten. Es dauerte nicht lang, ehe er ein frustriertes Stöhnen von sich gab. "Percival", keuchte er atemlos, "Du hast immer noch zu viel an."

Besänftigend hob Percival eine Hand und strich Credence damit über die Wange. "Armer Schatz", säuselte er halb mitfühlend, halb neckend, "So begierig?"

Credence warf ihm einen erhitzten Blick zu. "Du könntest mir helfen", verlangte er pikiert.

Percival schmunzelte – und vergaß für einen Moment, dass er sich unauffällig verhalten sollte. Er wedelte mit der Hand durch die Luft und ihre Kleidung schwebte von ihnen fort und faltete sich ordentlich auf dem Boden neben ihnen zusammen.

Credence, der nun vollkommen nackt auf ihm saß, riss die Augen auf und starrte Percival an. "D-du...", hauchte er atemlos und schüttelte den Kopf. "Du bist doch ein..."

Percival legte ihm eine Hand in den Nacken und zog ihn zu einem Kuss herunter. Er wusste mittlerweile, dass Credence in einem Haushalt aufgewachsen war, der an Zauberer glaubte und sie fürchtete. Er hoffte, dass sein Zauber Credence nicht verschreckt hatte. "Ich tu dir nichts", brummte er an Credences Lippen, "Versprochen."

Credence ließ den Kuss über sich ergehen und schüttelte dann fassungslos den Kopf. "D-Darum geht es nicht", hauchte er, "Du... du kannst... Kannst du es mir beibringen?"

Percival schmunzelte. "Lass uns später darüber reden."

Credences Blick wurde verruchter. "Kannst du dir mit einem Zauber selbst die Augen verbinden?", fragte er schmunzelnd.

Percival zögerte nicht. Er vollführte einen ungesagten Obscuro und schon hatte sich etwas über seine Augen gelegt und nahm ihm die Sicht. Er war für gewöhnlich nicht so unvorsichtig. Aber ein No-Maj, noch dazu ein junger Mann, der an ihm interessiert schien, würde ihm auch so nicht gefährlich werden können.

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