18 ~ Violetta

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1 Tag, 3 Stunden, 29 Minuten, 37 Sekunden...

Solange sitzen wir schon vor dem Zimmer meiner Mama. Ich zitterte vor Aufregung. Mama befindet sich seit 5 Stunden im OP. Ich hatte Angst, aber nicht nur ich sondern auch Angie und Papa. Papa rannte den Gang immer wieder hoch und runter und er quatschte jeden Arzt an, der in seiner Nähe war. Angie starrte mit glasigen Augen auf die Tür wo alle 20 Minuten Op Helfer raus kamen und ein paar Minuten wieder rein gingen. Immer wenn einer raus kam lief ihr eine Träne über die Wangen.

Ich rutschte näher an meine Tante und legte meinen Kopf auf ihre Schulter. Sie legte einen Arm um meine Schulter und zog mich an sich. Ich schloss die Augen und lauschte den Geräuschen im Krankenhaus. Ich hörte Babys schreien, alte Leute husten und röcheln, Papas Schritte auf dem Gang, Krankenschwester mit kleinen Kindern diskutieren und ich hörte Angies Herz klopfen. Das alles beruhigte mich sehr. Ich hörte auf zu zittern. Nach Gefühlten 10 Minuten hörte ich Türen aufgehen und ich schlug die Augen auf.

Papa und Angie waren eingeschlafen und als ich auf die Uhr sah bemerkte ich das ich zwei Stunden lang geschlafen hatte. Die Op war durch die Ärzte schoben meine Mama in ihrem Bett in ihr Zimmer. Ich stieß Papa und Angie an, bis sie wach waren. Papa stürmte sofort zu dem Arzt und unterhielt sich mit ihm. Nach 20 Minuten Purer Spannung kam Papa zu uns und meinte: 'Maria wird es über leben. Aber der Arzt meinte, nur ich darf bleiben. Ihr müsst leider nach Hause gehen. Ich werde euch benachrichtigen, wenn sich etwas ändert.' Wir nickten und machten uns auf den Weg nach Hause.

Zu Hause....

Inzwischen waren wir schon 2 Stunden zu Hause. Ich habe mich umgezogen, da es schon spät und ich durch die ganze Aufregung müde war. Angie hatte beschlossen noch ein bisschen wach zu bleiben, da sie noch ein dringendes Telefonat machen musste. Ich setze mich in mein und Angies Zimmer und sah mich, immer noch froh über die Entscheidung meiner Eltern, das Angie und ich ein gemeinsames Zimmer bekommen, um. Auf meinem Schreibtisch stapelten sich Mappen und Liedtexte. Auf meinem Bett lag meine Gitarre und daneben mein Notenheft und viele verschiedene Lieder.

Ich wollte die Liedtexte und das Notenheft mit auf den Schreibtisch legen als ein kleiner, zusammen gefalteter Zettel auf den Boden viel. Ich hob ihn auf. Ich erinnerte mich nicht daran, ihn schon mal gesehen zu haben. Als ich ihn auseinanderfalten wollte, klopfte es an der Tür und Olga betrat mein Zimmer. Sie fiel mir, über trieben wie immer, um den Hals und versicherte mir mehr mals das es ihr leid tue, das Mama im Krankenhaus lag. Nach 10 Minuten unfreiwilligen Kuschelns ließ mich Olga wieder alleine. Ich legte meine Gitarre vorsichtig auf den Boden und setzte mich auf mein Bett und nahm den Zettel noch mal zur Hand.

Ich über legte kurz und legte ihn in mein Tagebuch ohne ihn zu öffnen. Ich kuschelte mich unter meine Bettdecke, losch das Licht und versuchte zu schlafen. Ich hörte wie Angie unten im Wohnzimmer mit jemanden Diskutierte. Irgendwann sah ich ein, das ich nicht schlafen konnte. Als machte ich das Licht wieder an und nahm nochmal den Brief aus dem Tagebuch. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und faltete ihn auseinander. Ich fing an zu lesen:

'Liebe Violetta,
Ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll, aber ich glaube, ich habe mich in dich verliebt. Ich würde gerne wissen, ob du das selbe für mich empfindest, ich würde mir sehr blöd vorkommen wenn nicht. Hoffe schnellst möglich auf eine Antwort.
Dein León

Ich legte den Brief aus der Hand. Wie kann ich mir sicher sein, das León ihn geschrieben hat? Und wie kam der Brief hierher? Diese Frage flogen mir durch den Kopf. Nachdenklich legte ich den Brief in mein Tagebuch un schrieb hinein: Ist er wirklich von León oder will Ludmila mir ein Streich spielen? Ich klappte mein Tagebuch zu und legte es in meinen Schrank. Ich lauschte weiter Angies Gespräch und bemerkte, dass sie aufgehört hatte zu Telefonieren und sich mit Ramallo unterhielt. Sie sagte gerade zu ihm Gute Nacht und ich hörte Schritte auf der Treppe. Ich machte das Licht aus und tat so als ob ich schlafen würde und schon ging die Tür auf. Angie ging erst zu mir und beobachtete mich kurz und hörte wie sie murmelte: ' Wie kannst du nur schlafen? Ich bin zwar auch müde, aber zu unruhig zum Schlafen. Aber ein Versuch ist es wert.' Ich hörte ihre Schritte, als sie zu ihrem Bett ging und sich hin legte. Sie seufzte hörbar. Mir versetzte es ein Stich in der Herzgegend. Ich machte meine Augen auf und sah zu Angies Bett rüber. Beim ausatmen zitterte sie leicht und daran erkannte ich das sie weinte. Sie schluchzte nicht aber sie weinte trotzdem. Leise stand ich auf und ging zu ihr rüber. Ich legte mich zu ihr ins Bett und kuschelte mich fest an sie. Sie drehte sich mir zu. Ich sah ihr in die vereinten Augen und wir nahmen uns fest in die Arme. Nach einer gewissen Zeit wurde ihr Atem regelmäßiger und sie schlief ein. Ich lächelte leicht und schlief auch ein.

Angies Pov.

Ich spürte wie ich einschlief. Ich träumte von Violetta, Maria und Germán. Sie saßen glücklich zusammen auf einer Decke am Strand. Auf einmal sprang Vilu auf und kam auf mich zu gerannt und zog mich zu ihren Eltern. Maria und Vilu lächelten mich an, nur Germán starrte mich wütend an. Auf einmal klingelte ein Telefon. Keiner ging ran. Es schien als würde nur ich das klingeln hören.

Ich wurde wach. Violetta lag neben mir und schlief ruhig. Das Telefon klingelte immer noch. Ich stand auf und ging ans Telefon. 'Hallo, hier ist Angie. Mit wem spreche ich?' 'Hey, Angie. Ist Violetta bei dir?' Es war Germán. 'Ähm, nein, Germán, was ist denn los?' 'Marias Zustand hat sich verschlechtert... und wir haben gerade überraschenden Besuch bekommen.' Ich war mit Situation gerade über fordert. 'Wie Marias zustand hat sich verschlechtert?' 'Was???', hörte ich hinter mir. Ich drehte mich um und da stand Vilu auf der Treppe. Ich sah wie Vilu schwankte. Ich sprang auf und konnte sie gerade noch auffangen, bevor sie die Treppe runter fallen konnte. Ich führte sie vorsichtig zu der Couch und wir setzten uns. 'Die Medikamente schlagen nicht mehr an. Sie ist wieder in einer OP. Aber du glaubst nicht wer gerade ist Krankenhaus eingeliefert wurde.' Ich achtete nicht darauf was Germán sagte, da ich damit beschäftigt war, Violetta davon abzuhalten, das sie ins Krankenhaus geht. Ich fragte desinteressiert: 'Wer wurde denn eingeliefert?' Ich stellte das Telefon auf Lautsprecher, damit ich Violetta mit beiden Händen festhalten konnte. 'Hier dieser Schulleiter von deinem Studio. Pablo, heißt er doch, oder?' Violetta und ich hielten inne. 'WAS?????'

Singen ist das was mich ausmacht ✔Lies diese Geschichte KOSTENLOS!