Kapitel 1-2

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1.

Als Niko wieder zu sich kam, fühlte er sich wie von einem Bus überfahren.

„Hallo Niki, bist du wieder aufgewacht?", flüsterte ihm Sabrina zu, die über ihn gebeugt war und ihm ins Gesicht lächelte. „Es hat funktioniert. Unglaublich, Niki. Es hat tatsächlich funktioniert. Du kleiner Schatz hast tatsächlich alle Kriterien erfüllt. Ich habe es geahnt, aber ich war mir bis zuletzt nicht sicher.", redete Sabrina aufgeregt, aber in leisem Ton auf ihn ein.

Niko wusste nicht wie ihm geschah, er tat sich schwer ihr zu folgen. „Kriterien erfüllt? Was hatte funktioniert. Wovon sprach sie?" Er räkelte sich und sah sich um. Alles schien so riesig, vor allem Sabrina. Ihr Gesicht starrte ihn überlebensgroß an.

Er versuchte aufzustehen, aber irgendetwas stimmte nicht mit ihm. Er war wie gefangen. Sabrina hielt ihn fest. Sie hatte ihre Arme um ihn geschlungen und er konnte sich nicht befreien. „Wie war das möglich? Er war doch eigentlich viel größer als sie. Sabrina, lass mich los, was ist passiert?", wollte er sagen. Stattdessen kam nur unverständliches gebrabbel aus seinem Mund. Zu seinem Schrecken waren es ganz hohe piepsige Laute. „Das war doch nicht seine Stimme!", dachte er sich panisch. Völlig frustriert und geschockt konnte er sich nicht mehr zurückhalten und er fing an loszuheulen. Wie peinlich das doch für ihn war. Der Raum erfüllte sich mit einem Geheul, dass dem eines Kleinkindes glich. „Das war doch nicht möglich. Das konnte unmöglich von ihm kommen!!" dachte er sich völlig geschockt.

„Schschsch, Niki, ganz ruhig. Alles ist gut, alles ist gut. Schschsch", flüsterte Sabrina, während sie den verwandelten Niko in den Armen hin und her wippte und sachte seinen Po tätschelte. „Ich weiß, dass ist verstörend und schwer zu glauben, aber du hast dich in ein kleines Baby verwandelt." Sie stellte ihn vor sich auf den Boden und lächelte ihn ungläubig an.

Niko war völlig verwirrt und fast schon panisch. Was war hier los?? Er starrte ungläubig auf seine kleinen Händchen und seine nackten Füßchen und als er seinen winzigen Babypenis erblickte, wurde ihm plötzlich bewusst, dass er völlig nackt vor Sabrina stand. Er war immer ein sehr verklemmter und verschämter Junge gewesen. Außer seiner Großmutter hatte ihn kaum jemand, jemals nackt gesehen. Hektisch und peinlich berührt versuchte er, seine Geschlechtsteile zu verdecken und sich von Sabrina wegzudrehen. Auf seinen kleinen Beinchen, verlor bei der hektischen Bewegung aber schnell das Gleichgewicht und plumpste auf den Boden.

Sabrina nahm das Spektakel mit einem verzückten lächeln zur Kenntnis und hob den Jungen schnell wieder auf seine Beinchen.

„Wie süß Nikilein. Du bist ja ein ganz verschämter, kleiner Junge. Das heißt, dein Verstand scheint noch da zu sein. Babys kennen nämlich kein Schamgefühl."

Niko wollte sich lautstark bei Sabrina beschweren und ihr klarmachen, dass sein Verstand sehr wohl noch funktionierte.

„Bahbahbah" brabbelte er aber nur aufgeregt. Er war geschockt. Er brachte kein klares Wort heraus. Seine Gedanken waren glasklar, aber die Worte, die er dachte, fanden nicht den Weg in seinen Mund. „Dudubabah." Keine Chance. Seine Augen füllten sich langsam mit Tränen und seine Unterlippe begann verbittert zu zittern. Er wollte nicht schon wieder heulen, aber er konnte es nicht verhindern.Tränen kullerten über seine kleinen Bäckchen.

„Ohje du armer. Du willst sicher wissen was hier los ist." sagte Sabrina tröstend, während sie dem kleinen, nackten Jungen die Tränchen von der Backe wischte.

„Ich stamme von einem mächtigen, alten Hexengeschlecht ab. Nicht nur ich. Auch meine Schwestern und Nichten sind Mitglieder dieser Schwesternschaft. Auch deine Großmutter war teil davon. Es ist kein Zufall, das du hier ein Häuschen gefunden hast. Sie bat uns kurz vor ihrem Tod, ein Auge auf dich zu werfen und hat dafür gesorgt, das du hier eine Bleibe findest.

Nikis GeschichteWhere stories live. Discover now