Chapter Thirteen - Raspberry Cheesecake

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Diese Nacht war der reinste Horror. Ich konnte einfach nicht aufhören an Caydens nackten Körper zu denken, während ich gleichzeitig vor Sehnsucht nach Jason ständig in Tränen ausgebrochen bin. Ich habe bis morgens um Vier wegen Cayden kein Auge zugemacht, nur um dann einen Sex-Traum mit ihm zu haben, aus dem ich nicht auf die schöne Art schweißgebadet hochgeschreckt bin. Meine Güte, was für ein Chaos.

Meine Haut kribbelt vor Verlangen und meine Augen brennen von meinen Tränen. Ich bin ein Wrack.

Ich springe schnell unter die Dusche und versuche mir all diese wirren Gedanken aus dem Kopf zu vertreiben, damit ich pünktlich zu meinem neuen Job komme. Ich will Tory nicht enttäuschen.

Das könnte meine Chance auf einen Job sein, der wirklich Spaß macht. Und vielleicht bekomme ich sogar Kuchen umsonst. Das wäre ein wahres Highlight.

Als ich mit nassen Haaren auf der verzweifelten Suche nach Kaffee in die Küche stolpere, erstarre ich.

Grandma sitzt am Küchentisch in voller Gruselmontur. Und der leicht verängstigt wirkende Cayden sitzt ihr genau gegenüber.

Mit hochgezogener Augenbraue beobachte ich, wie sie ihre langen Krallen rot lackiert. In ihren Haaren thronen ein Dutzend Lockenwickler und außerdem hat sie sich irgendeine Grüne Paste ins Gesicht geschmiert.

„Was ist denn hier los?", frage ich lachend, als Cayden versucht überall hinzuschauen, als auf den weit aufklaffenden Schlitz von Grandmas Morgenmantel.

„Ich habe heute ein Date Skyler.", erklärt meine Grandma mir, ohne mich anzuschauen. Innerlich verdrehe ich die Augen. Danach habe ich überhaupt nicht gefragt.

„Oma...", stöhne ich.

„Benutz dieses Wort noch einmal und ich werde deine Miete exponentiell steigen lassen.", zischt sie.

„Grandma, ich zahle keine Miete."

„Wunderbar, dann gibt es noch viel Luft nach oben."

„Sie haben ein Date?", fragt Cayden überrascht.

„Ich bin alt, nicht tot.", meint Grandma trocken und lackiert sich weiter die Fingernägel. Als ich Caydens Gesicht sehe, kann ich nicht anders als laut loszuprusten.

Ich gieße mir einen Kaffee ein und nehme einen tiefen Schluck. In diesem Haus wird es wirklich nie langweilig.

„Soll ich dir ein Geheimnis verraten?", flüstere ich Cayden zu, als ich mich neben ihn an den Küchentisch fallen lasse. Er hebt eine Augenbraue als Zeichen dafür, dass er mir zuhört, doch sein Blick ist immer noch auf Grandma fixiert, wie der Fokus, den die Beute auf seinen Jäger behält, um nicht erwischt zu werden.

„Am Anfang dachte ich du wärest Grandmas neustes Spielzeug.", wispere ich und warte auf eine Reaktion. Erst passiert nichts, doch als die Information in Caydens Gedanken angekommen ist, entgleisen ihm alle Gesichtszüge.

„Warum der panische Blick?", fragt Grandma ohne aufzusehen. Natürlich hat sie mich gehört.

Cayden richtet sich auf, wirft leicht verstörte Blicke zwischen uns hin und her. Als er erkennt, welchen Fehler er begangen hat, fängt er an zu plappern.

„Versteh das nicht falsch, Adele. Nicht, dass du nicht wunderschön, intelligent und elegant wärst...."

Grandma traktiert ihn immer noch mit Blicken, so das er hastig weiterredet.

„... und natürlich jugendlich, attraktiv....", versucht er sich weiter aus der Affäre zu ziehen.

„Lass den Armen Mann in Ruhe.", unterbreche ich ihn lachend und funkle Grandma an, deren Mundwinkel bereits zucken vor unterdrücktem Lachen.

Kiss me in the DarkWo Geschichten leben. Entdecke jetzt