6 ~ Violetta

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'Ich kann dich verstehen, Vilu. Ich bin ja auch kurz nach dir abgehauen. Maria hat uns beiden noch hinterher gerufen, aber ich habe nicht reagiert und du warst wie taub. Ich wollte dir hinterher rennen, aber du warst viel zu schnell für mich. Wo warst du denn?'

Ich löste mich aus Angies Umarmung. 'Ich war im Studio. Ich habe dort zufällig León getroffen.' Angie stand vor Überraschung der Mund offen. 'Du warst in Studio? Das wäre der letzte Ort an dem ich dich erwartet hätte und dann auch noch León.' Sie seufzte.

'Ach, ich vertrage mich gut mit ihm. Wir haben uns ausgesprochen und sind jetzt befreundet. Da musst du dir keine Sorgen machen.' Wir lachten zusammen, auch als ich merkte, das Angie nicht bei der Sache war. 'Was ist mit dir?', fragte ich ernst, da ich mir Sorgen machte.

'Es ist wegen deinem Papa. Er will mich anscheinend nicht im Haus haben. Vielleicht ist es ja doch besser wenn ich ausziehe.' Ich starrte sie entgeistert an. 'Das ist nicht dein Ernst. Das kannst du mir nicht antun. Bitte, bitte nicht.' Ich war schon wieder den Tränen nahe. 'Wir werden deine Eltern fragen, ok?' Ich nickte und stand auf. 'Dann komm. Ich habe es nämlich eilig.'

Ich half Angie auf die Beine und zusammen gingen zur Villa. Mama stand am Gartentor und sieht die Straße hoch und runter. Sie sah uns dreimal an bis sie uns erkannte. Sie kam auf uns zu gerannt. Erst nahm sie Angie in die Arme und dann wollte sie mich in den Arm nehmen, doch ich wich aus.

'Vilu, was ist denn?', fragte Mama besorgt. Angie sah mich hinter Mamas Rücken verständnisvoll an. 'Darf Angie bleiben?' Mamas Blick wanderte von mir zu Angie und dann zu unserem Haus. 'Diese Entscheidung liegt nicht bei mir, sondern bei deinem Vater.' Der Blick von Angie verdunkelte sich. 'Ich gehe schon mal meine Sachen packen', sagte Angie traurig und wandte sich von uns ab.

Ich funkelte kurz meine Mama an und dann rannte ich an Angie vorbei, nach Hause. Im Wohnzimmer stand mein Papa und diskutierte mit Ramallo. 'Germán, sie können doch Angie nicht einfach vor die Tür setzten.' Mein Papa sah wenig überzeugt aus. 'Papa, Ramallo hat recht. Wenn Angie nicht bleiben darf, dann werde ich mit ihr gehen und ich werde den Kontakt zu euch abbrechen.' Mein Papa sah mich nachdenklich an. 'Du hast sie richtig gern wie mir scheint, und das obwohl ihr euch erst einen Tag kennt.'

Ich wusste das es ein Vorwurf sein sollte und ich antwortete diplomatisch: 'Aber ich kenne sie besser als du es je wirst.' Und so war für mich die Sache gegessen. Ich nahm meine Tasche und ging in mein Zimmer.

Ich legte mich auf mein Bett und starrte wütend an die Decke. Nach 20 Minuten klopfte es. Ich setzte mich auf. 'Ja, herein!' Angie betrat mein Zimmer. 'Hey, Vilu. Dein Papa hat mir erzählt was du ihm gesagt hast und ich danke dir. Ich darf bleiben und dein Vater meint, wir dürfen morgen nicht so früh das sein, weil sie eine Überraschung für uns haben.'
Ich lächelte. 'Hoffentlich eine gute und schöne Überraschung.' Angie setzte sich zu mir auf mein Bett. 'Dich bedrückt doch was, oder Vilu?' Ich nickte. 'Ja, ich habe Angst.' 'Wovor?' Ich fing an zu zittern. 'Ich habe Angst, dass Mama und Papa sich scheiden lassen oder das du nach dem nächsten Streit doch ausziehen musst.' Angie nahm mich zum wiederholten Mal in die Arme. Bei ihr fühlte ich mich sicher und glücklich. 'Ich wäre ohne dich so einsam.' Angie drückte mich fester. 'Geht mir genauso. Ich bin froh dich zu haben.' So saßen wir den ganzen Abend in meinem Zimmer und unterhielten uns über den vergangenen Tag. Später beschloss Angie noch eine Nacht bei mir zu verbringen, da ihr Zimmer immer noch nicht fertig ist. Um halb eins legten wir uns schlafen und diese Nacht wat bisher die schlimmste in meinem Leben.

Hey,
Ichhoffeihrseitneugierigundfreuteuchaufdas nächste Kapitel, welchesich morgen hochladenwerde. IchhoffeihrVotetnochundschreibteinKommi.
Bismorgen,
Angeles_Castillo

Singen ist das was mich ausmacht ✔Lies diese Geschichte KOSTENLOS!