39. Bye

149 9 0

Der Flughafen ist recht leer und sonderlich groß ist er ja auch nicht. Wir sitzen alle bei Mc Donalds und warten, bis mein Flug zum Check-in freigegebenen wird. Wir sind etwas früher angekommen, warum genau weiß ich eigentlich auch nicht. Und mit “Wir“ meine ich: Jongho, Mingi, Yeosang, Yunho, Hongjoong, Elli, Wooyoung, San, Seonghwa, der erst vor kurzem aus dem Krankenhaus entlassen wurde und ich. Zugegebener maßen bin ich ziemlich glücklich, dass JEDER mitgekommen ist. Es lies mich gewertschätzt fühlen, das mochte ich. Wer nicht? Immer wieder schaue ich auf die riesige Anzeigetafel mitten in der großen Halle. Wooyoung springt auf und nimmt meinen Koffer. „Mia, der Check-in ist bereit.“
Ich stehe auf und stecke mir noch eine der labbrigen Pommes in den Mund und folge Wooyoung. Meine Hand sucht den weg zu seiner und verschänkt sich mit ihr. Wenn nicht jetzt wann dann? Es bleiben uns keine zwei Stunden mehr. Ich lehne meinen Kopf auf seine starke Schulter, so stehen wir zusammen in der Schlange und warten...

Je näher wir der Absperrung zur Sicherheitskontrolle kommen, desto ängstlicher werde ich. Was ist wenn ich sie niemehr wiedersehe. Ach was! Ich habe bald meinen Abschluss und dann komme ich wieder her. Trotz dieser Umstände will ich nicht. Du warst für ein Jahr in Busan, hast nur mit den Leuten dort geredet, du warst Tag und Nach mit ihnen zusammen und dann musst du loslassen. Und wenn du dann noch weißt, dass dein zu Hause auf der anderen Seite der Welt liegt, was auf mich ja zum Glück nicht zutrifft, dann...
Desto weiter weg, desto schlechter die Chancen die Personen jemals wiederzusehen. Warum mach ich mir eigenrlich solche Gedanken? Ich wohne in Seoul, keine zwei Flugstunden entfernt. Wenn ich will kann ich hier doch auch mit dem Auto hinfahren.
„Alles in Ordnung, Mia?“
Elli drückt sich an meine Seite. Ich grinse sie an und nicke, „Endlich bin ich aus der WG raus.“ Elli kickt mich gegen mein Bein und pöbelt mich leicht hin und her. Elli eine Freundin fürs Leben.

Mingi und Yeosang klopfen mir freundschaftlich auf den Rücken.
„Komm bald wieder.“
„Das werde ich.“, entgegne ich und schließe Yunho in die Arme. San verabschiede ich mit unserem kleinen Handschlag, der sich im Laufe des Jahres entwickelt hatte. Auch ihn umarme ich natürlich. Als ich dann aber Wooyoung in die Arme schließe werden meine Augen wässrig. Er drückt mich feste, als würde er nicht wollen das ich gehe. Ich ja auch nicht. Er hebt seinen Kopf und drückt mir noch einen weichen, langen Kuss auf die Lippen. Doch am längsten, am aller längsten liege ich in Elli's Armen. Und dann rollten auch bei mir richtige Tränen. Ich drückte sie und schreichelte sie. Auch Elli weibte bitterlich. Habe ich meine beste Freundin gefunden? „K-komm wieder, Mia! Bitte!“
„Ich verspreche es dir.“ Ich lasse sie los und umarme Hongjoong.„Danke nochmal wegen dem Koffer.“, lache ich und will mich gerade umdrehen, als Wooyoung mich nochmal zu sich zieht. „Wenn du gehst, dreh dich nicht um!“, flüstert er mir ins Ohr und gibt mir einen letzten Kuss. Dann drehe ich mich um uns gehe, ohne ein einziges Mal zurücn zu blicken.
Uns als ich dann eine Stunde später über die Dächer von Busan fliege, weiß ich, dass es vorbei ist. 1Jahr ist um.

Mein Blick schweift über die riesige Flughafen Halle von Seoul. Ich halte nach den vertrauten, freundlichen Gesicht meine Mutter ausschau. Die Sonne strahlt durch das Glasdach in die Halle hinein und wärmt mein Gesicht. Sie blendet mich etwas, deswegen Schirme ich meine Augen mit meiner Hand ab. Und da sehe ich sie, wild winkent auf der anderen Seite des Raumes. Wie vom Blitz getroffen renne ich los und schließe Mama nach einem Jahr wieder in die Arme.

Good or Bad Boy [ATEEZ FF / Wooyoung]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt