4 ~ Violetta

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Mein Atem wurde zitterig, als Francesca und Camila auf mich zu kamen. 'Du bist doch Violetta, oder?' Ich nickte schüchtern. 'Wir haben da mal eine Frage. Fran, willst du sie stellen?' Camila wirkte aufgeregt und Francesca nickte leicht. 'Ähm, also... wir, ähm... wollten wissen weshalb, ähm ich meine, warum, ach nein, woher du Angie so gut kennst.'

Mir schlich ein leichtes Lächeln auf die Lippen. 'Das ist eure Frage? Also von euch selbstsicheren Mädchen hätte ich mehr erwartet, oder zumindest was anderes.' Ich konnte mir ein kichern nicht verkneifen.

'Warum findest du das witzig?', fauchte Camila mich an. Ich drehte mich in ihre Richtung und fragte: 'Woher kennt ihr meinen Namen?' Francesca grinste schief. 'Wir haben deinen Namen von Pablo aufgeschnappt. Er hat zu Beto gesagt, das heute eine Violetta sonst was kommen würde.'

Ich musste jetzt richtig laut lachen. 'Ich heiße doch nicht Violetta Sonst was. Ich bin Violetta Castillo, die Tochter von Germán und Maria Castillo und Angie ist dementsprechend meine Tante.' Camila und Francesca bekamen den Mund vor staunen nicht mehr zu und im nächsten Moment löcherten sie mich mit Fragen die ich nicht verstand, weil die beiden so durcheinander redeten.

'Was ist denn hier los? So geht das ja mal gar nicht. Erst tut ihr so als wärt ihr an mir interessiert und jetzt so was. Ich bin echt enttäuscht von euch!' Ludmila ist urplötzlich hinter Francesca und Camila aufgetaucht. 'Ihr sagt mir jetzt sofort wem ihr eure Treue haltet, mir oder dem Neuankömmling?', fauchte Ludmila die beiden an.

Camila ging einen Schritt auf Ludmila zu. 'Ich halte lieber zu Violetta als zu dir!' Ludmila lachte gehässig. 'Das sagst du doch nur, weil du ihre Mutter toll findest.' Francesca verteidigte uns. 'Und selbst wenn, haben wir immer noch ein Recht darauf, uns unsere Freunde selbst auszusuchen, ist dir das klar?'

In diesem Moment sah man, das Ludmila selten wiedersprochen wird, denn sie reagierte total schockiert darauf. 'Ich schätze, ihr seit dann nicht mehr meine Freundinnen. Ludmila geht jetzt!' Und schon war die fiese Hexe auch schon weg.

'Tut uns leid, das wir erst so gemein zu dir waren. Wir machen das wieder gut, ok?' Ich sah beide zweifelnd an. 'Und wie wollt ihr das anstellen?' Camila und Francesca wechselten einen Blick. 'Was wünscht du dir jetzt im Moment am meisten?' Ich dachte kurz nach, aber als ich antworten wollte, öffnete sich die Tür zu Pablos Büro und Pablo ind Angie kamen heraus.

'Komm Vilu, wir gehen. Bis Morgen dann, Pablo!' Und schon waren wir wieder draußen. 'Na haben sie dich belagert?' Ich grinste abwesend. 'Hallo, Violetta?' Angie fuchtelte mit der Hand vor meinen Augen herum. 'Hm? Jaja, was ist? Was hast du gerade gesagt?' Angie fing an zu lächeln. 'Hast du zwei neue Freundinnen?' Ich brachte es fertig zeitgleich den Kopf zu schütteln und zu nicken. 'Was ist denn passiert, als ich bei Pablo war?'

Ich schluckte. 'Als erstes kamen Francesca und Camila zu mir und haben mich gefragt, woher ich dich so gut kenne. Dann habe ich erzählt das ich Maria Castillos Tochter bin und du somit meine Tante und dann kam Ludmila.' Ich sah das Angie sich ein Lachen verkniff. 'Hey, jetzt sind Francesca und Camila nicht mehr Ludmilas Freundinnen und sie wollten sich bei mir entschuldigen und dann kamst du.'

Jetzt sah Angie mich entschuldigent an. 'Tut mir leid,Vilu', sagte sie zu mir. Ich lächelte sie an. 'Das ist in Ordnung. Ich weiß nicht was ich beim nächsten Fragensturm gemacht hätte.' Wir fingen beide so laut anzulachen, dass die Menschen auf der Straße sich zu uns um drehten. Gott sei Dank waren wir jetzt zu Hause. Ich hörte meine Eltern streiten. Ich betrat leise mit Angie das Haus.

'Ach ja, ich bin nicht zuverlässig? Du kannst nicht mal mir gegenüber ehrlich sein. Du hast mir deine Schwester jahrelang verschwiegen.' Ich spürte wie Angie bei diesen Worten hinter mir zusammen zuckte.

'Ja und? Violetta mag Angie und ich finde es schön das sich die beiden vertragen.' Ich sah die Wut in den Augen meiner Eltern. Sie haben uns bis jetzt nicht bemerkt. 'Ja, deine kleine Violetta. Natürlich soll sie Musik studieren, warum nicht was anderes?' Meine Mama ging ein paar Schritte auf Papa zu. 'Weil Musik das ist was uns ausmacht!' Mein Papa lachte ironisch.

'Genau. Wenn es nach mir ginge, würden wir gar nicht erst hier ziehen und deine liebste Schwester könnte sich andere blöde suchen, wo sie wohnen kann.' Mama wurde rot vor Wut. 'Das nimmst du sofort zurück. Sonst kannst du dich auf einiges gefasst machen.' Angie legte mir eine Hand auf die Schulter und zog mich langsam zur Tür. Ich fühlte wie angespannt sie gerade ist.

'Nein, das werde ich nicht. Weil es die Wahrheit ist!!!' Mama seufzte und sagte leise: 'Du willst sie raus werfen?' Ich spürte wie Angie in der Bewegung hängen bleibt und ihr Atem stockte. 'Ja', sagte Papa. 'So bald sie hierher kommt, sage ich ihr sie soll ihre Sachen packen und gehen!' Dieser Tropfen brauchte das Fass zum Über laufen. 'Das kannst du nicht machen, Papa. Wenn Angie geht, dann gehe ich auch. Darauf kannst du dich verlassen.' Die Farbe wich innerhalb weniger Sekunden aus dem Gesicht meiner Eltern. ' Vi-vi-violetta, ha-hast du u-uns d-die ga-ganze Z-Zeit be-belauscht?', fragte Papa geschockt. 'Ich habe nicht gelauscht! Man hat euch bis draußen auf die Straße gehört!', schrie ich mit Tränen in den Augen. ' Und was du über Angie gesagt hast nimmst du zurück, sonst bist du nicht mehr mein Vater!' Ich drehte mich um und sah in das schneeweiße Gesicht von Angie. 'Tut mir leid!', schniefte ich und rannte durch die Haustür, Richtung Studio.

Nachdem ich den ganzen Weg zum Studio gerannt bin stieß ich wie heute morgen gegen jemanden. 'Entschuldigung, ich... mir geht es gerade nicht gut.' Ich fing an zu weinen und sah hoch. Vor mir stand der Junge der mich heute morgen so unfreundlich begrüßt hat. 'Hallo, ich habe dich gesucht.'

Singen ist das was mich ausmacht ✔Lies diese Geschichte KOSTENLOS!