Epilog 2

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Sarana:

"Du bist was?" wisperte Sasuke schockiert. Seine Augen waren geweitet und sein Mund stand leicht offen.

Ich ballte meine Hand über meinem Bauch zur Faust und sah zu Boden. Schmerzhaft fest biss ich mir auf die Unterlippe und versuchte die aufkommenden Tränen zurück zu halten die mir zu entfliehen drohten.

Tief in mir drin hatte ich gewusst das er es nicht wollte. Eine Träne fiel aus meinen Augen und tropfte auf den Holzboden und im nächsten Moment war ich auch schon aus der Tür gestürmt und rannte so schnell mich meine Beine trugen. Sasukes Rufe hinter mir ignorierend.

Der Schnee wirbelte in weißen Wolken um mich herum und die eisigen Kristalle verfingen sich in meinem schwarzen Haar, als ich in den dunklen Wald stürmte und dabei scheiterte meine verzweifelten Schluchzgeräusche zu unterdrücken. 

Irgendwann, schneller als es mir lieb war, atmete ich schwer und musste notgedrungen halt machen. Meine Lungen fühlten sich an als ob sie explodieren würden und mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Keuchend stützte ich mich an der kalten Rinde einer Eiche ab und umklammerte mein Shirt an der Stelle wo mein Herz war. Mein Atem kondensierte in der Luft und weiße Schneeflocken mischten sich in den Nebel.

Ryu schlang sich tröstend um meinen ganzen Körper und spendete mir die dringend benötigte Wärme. Ich ließ mich gegen seine warmen Schuppen sinken, vergub mein Gesicht in den Händen und weinte laut. "Sssssarana allessss wird gut. Du hasssst immer noch deine ganzzzen anderen Freunde!" versuchte die weiße Schlange mich zu beruhigen, doch es half nichts und in der nächsten Sekunde stolperte ich zu einem nächst gelegenen Busch und übergab mich.

Am ganzen Körper zitternd ließ ich mich rückwärts in den Schnee plumsen und schlang meine Arme um die Knie. Schon war Ryu wieder da und blockte den eiskalten Wind ab der Schauer über meine Haut jagte. Ich klapperte mit den Zähnen und drückte mich bibbernd enger an meinen vertrauten Geist. "Ssssss, Hime-sama! Du solltest nun wirklich zurück in die Stadt! Sonst erfrierst du noch!" mahnte Ryu besorgte und stupste mich leicht mit seinem Maul an. Ich schüttelte heftig meinen Kopf und musste erneut gegen Tränen ankämpfen. "Er will mich dort nicht!"

Ryu zischelte verärgert und schnalzte mit seiner Zunge, wobei für einen kurzen Moment seine langen, spitzen Giftzähne entblößt worden waren. "Den Uchiha nehme ich mir später vor! Aber Sarana, du musst jetzt wirklich ins Warme!"

Etwas wackelig richtete ich mich wieder auf und machte ein paar unbeholfene Schritte in die Richtung aus der ich gekommen war. Der Schnee knirschte bei jedem meiner Schritte, während Ryu es schaffte sich beinahe lautlos durch die weiße Ebene zu schlängeln. 

Plötzlich hörte ich einen Ruf. "Sarana!" 

Mein Gesicht verzerrte sich und ich schaute flehentlich zu Ryu. "Mach, dass er weg geht, bitte!"

Die weiße Schlange nickte gehorsam und verschwand stumm in die Richtung aus der Sasukes Stimme gekommen war. Ich schleppte mich unterdessen weiter durch den Wald. Das Adrenalin welches ich gehabt hatte um so weit in den Wald zu sprinten war längst aufgebraucht und schon bald sank ich abermals an dem dicken Stamm einer Buche zusammen. Ich machte mich so klein wie möglich um jedes bisschen Wärme zu speichern dass ich noch hatte. Ich blendete alles um mich herum aus und konzentrierte mich darauf wach zu bleiben.

So bemerkte ich auch nicht die schnellen Schritte die sich mir näherten. Erst als jemand neben mir auf die Knie fiel und mir fluchend einen warmen Mantel überwarf ruckte mein Kopf hoch. Doch da wurde ich auch schon an etwas wohlig warmes gedrückt und ein paar Arme hatten sich um mich geschlungen. "Was zum Teufel sollte das denn bitte werden!?" fauchte Sasuke wütend und hob mich sanft hoch.

(Meine) neue Welt- Gefrorene HerzenLies diese Geschichte KOSTENLOS!