3 ~ Violetta

1.7K 79 3
  • Gewidmet an alle Violetta Fans

'Hallo, wer bist du denn?', begrüßte mich eine unfreundlich klingende Stimme, als ich das Studio betrat. Ich drehte mich um und vor mir stand ein gut aussehender Junge.

'I-ich bin Vi-Violetta', stotterte ich vor mich hin. 'Und wer bist du?' Der Junge stieß mich unsanft zur Seite. 'Das geht dich gar nichts an.' Mit diesen Worten ließ er mich stehen und ging zu einem blonden Mädchen, welches mich böse an starrt.

~Na, das ist ja mal eine Begrüßung~

Ich ging bis zu dem Zimmer wo 'Schulleitung' an der Tür stand. Ich klopfte an und hörte wie jemand 'Herein!'sagte. Ich atmete nochmal tief durch und betrat den Raum.

'Hallo, ich bin Violetta Castillo. Ich soll ab heute hier auf die Schule gehen.' Der Mann am Schreibtisch lächelte mich an. 'Herzlich Willkommen, Violetta. Ich heiße Pablo. Setze dich doch.' Er zeigte auf einen Stuhl gegenüber von seinem Platz. ' Ich habe gehört das du gerade erst hier hergezogen bist, stimmt das?'

Ich nickte vorsichtig. 'Und du bist wirklich Marias Tochter?' Wieder nickte ich. 'Gut, du wirst heute im Laufe des Tages alle Lehrer hier kennenlernen und auch ein paar Schüler. Heute ist noch ein zweiter Schüler neu dazu gekommen. Er heißt Brako. Vielleicht versteht ihr euch ja.' Und schon wieder nickte ich. 'Ja, ok. Darf ich jetzt gehen?'

Dieses Mal ist es an Pablo, zu nicken. Ich stand auf und ging zur Tür. 'Es war mir eine freude ihre Bekanntschaft zu machen', sagte ich so freundlich wie ich nur konnte und bevor er irgendwas erwidern konnte, hatte ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen lassen. Ich ging den Flur hinunter und da traf ich auf SIE. Das blonde Mädchen von vorhin. Sie stellte sich mir in der Weg.

'So, mein Fräulein, jetzt hör mir mal gut zu. Du lässt deine Finger gefälligst von meinem Freund, sonst Hacke ich sie dir höchstpersönlich ab!', fauchte sie mich an. Ich war so überrascht, das ich nicht mal antworten konnte. Es tauchten nun drei weitere Mädchen hinter ihr auf.

'Lass sie doch in Ruhe, Ludmila. Sie ist unseren Ansprüchen doch eh nicht gewachsen. Pablo, wird bestimmt nicht lange im Studio.' Ludmila grinste mich schadenfroh an. 'Da hast du wohl recht, Camila. Los, lasst uns gehen.' Mir blieb der Mund offen stehen, als die vier an mir vorbei stolzierten. Ich spürte wie mir die Tränen in den Augen brannten und lief los, Richtung Ausgang.

Doch plötzlich stieß ich gegen jemanden. 'Hallo, ich bin Tomàs und wer bist du?' Ich sah hoch, in ein paar wunderschöne Augen. 'Das ist bisher das netteste was ich heute gehört habe.' Tomàs sah mich nicht im geringsten beeindruckt an. 'Du meinst Ludmila, richtig? Sie kann ganz schön gemein sein, aber wenn du sie erst einmal richtig kennst, ist es ein leichtes mit ihr.' Inzwischen interessiert er sich nicht mehr für meinen Namen. Mir stiegen wieder Tränen in die Augen und ich senkte meinen Blick. 'Entschuldige mich, ich muss los!', sagte ich und rannte aus dem Studio, raus auf die Straßen Buenos Aires'. Neben dem Studio gab es einen wunderschönen Park.

Langsam ging ich den Weg entlang und wusch mir die Tränen aus den Augen, während ich Mamas Nummer auf meinem Handy wählte. Doch bevor ich abnehmen konnte, stieß mich jemand an und riss mir das Handy aus der Hand. Es war eines der Mädchen, die Ludmila um sich hatte. 'Hier Ludmi, sieh mal was ich habe!', sagte das Mädchen und hielt es Ludmila vor die Nase.

'Das hast du gut gemacht, Natta und jetzt gib her.' Widerwillig gab Natta das Handy an Ludmila weiter. Ich rannte auf Ludmila zu um ihr mein Handy aus der Hand zu nehmen, aber sie stieß mich einfach zur Seite und ich stürzte gegen eine Bank.

Ludmila und ihre Freundinnen schrien erschrocken auf und rannte weg. Ich weiß nicht wie lange ich da lang, aber ich ließ meinen Tränen freien Lauf. Mir tat mein Kopf durch den Sturz ziemlich weh, ich war sauer, zum Teil auf die Schüler des Studios und zum Teil auf mich selbst, und ich hatte Heimweh nach Madrid und meinen Freunden.

'Hey, Violetta. Vilu, mach die Augen auf.' Ich erschrak und sprang auf. 'Hey, ganz ruhig.' Als alles nicht mehr ganz so verschwommen war, erkannte ich Angie. Sie stand vor mir und hielt mein Handy in der Hand. 'Ich habe es in Ludmilas Händen gesehen und so musste ich nach dir suchen, als du nicht im Studio warst.' Ich nickte bevor ich ihr weinend in die Arme fiel. 'Ich will da nicht mehr hin gehen. Ich bin nicht mal einen da und sie hacken auf mir herum.'

Wir setzten uns auf die Bank, gegen die mich Ludmila geschubst hatte. 'Wirklich alle?' Ich nickte. 'Aber Camila und Francesca zum Beispiel sind total nett oder León und Tomàs auch. Ich verstehe nicht warum, sie so gemein sind, aber das ist bestimmt wieder einer von Ludmilas Plänen.' Ich hörte Angie die ganze Zeit zu und nach und nach bemerkte ich, dass sie die Schüler richtig gut kannte.

'Woher kennst du die Schüler eigentlich?', fragte ich so ganz nebenbei. ' Weil ich eine der Lehrer bin, meine Liebe Vilu.' In dem Moment fiel bei mir der Groschen. 'Deswegen warst du heute morgen so glücklich und jetzt verstehe ich das auch alles, also ich meine die Fragen von Pablo.'

Angie sah mich überrascht an. 'Wieso, was hat er denn gefragt?' Ich winkte ab. 'Ach, das ist nicht so wichtig. Was wichtiger ist, ist das du meine einzige Freundin im Studio bist und ich dann doch nicht mehr auf eine andere Schule möchte.' Ich stand auf und ging ein paar Schritte. 'Aber für heute reicht es mir.' Angie folgte mir. 'Ich sage Pablo bescheid, das ich mit dir nach Hause gehe, ok?' Ich nickte glücklich.

Zufrieden schwatzend betraten wir das Studio, damit Angie sich abmelden konnte. Ich sah den eifersüchtigen Blick von Camila und Angie stieß mich an. 'Hey, das Camila und Francesca. Die beiden versuchen schon seit Wochen an mich ran zu kommen, nur weil ich die Schwester der wundervollen Maria Castillo bin.' Ich sah sie lachend an. 'Echt jetzt? Die zwei sind Fans von meiner Mama?' Angie nickte. 'Ja, große Fans sogar. Wenn es heißt einen Song vor zu bereiten streiten sich die beiden wer En mi Mundo singen darf.' Wir fingen beide an zu lachen. 'Ich bin gleich wieder da.' Mit diesen Worten verschwand Angie in Pablos Zimmer. Camila und Francesca kam auf mich zu.

Singen ist das was mich ausmacht ✔Lies diese Geschichte KOSTENLOS!