1.02. Verhaftet!

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Anm.:
Vom Erscheinungstag, im Juli 2018 war Kapitel 1.01. und Kapitel 1.02. ein gemeinsames Kapitel. Aufgrund der großen Wortanzahl habe ich Kapitel 1.01. am 25.09.2019 in zwei Kaptiel geteilt. Daraus ist dieses zusätzliche Kapitel (1.02.) entstanden. Deshalb auch die geringe Zahl an Lesern und Votes, hier in diesem Kapitel!

Also.... voten bitte!

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Die kurze Konversation an der Glastür des Cottages ist dann auch sofort beendet. Da gibt es also noch jemand neben mir, der diese nächtliche Unterhaltung unter gleißendem Kameralicht, zwischen einer Hyperventilierenden und einem spärlich bekleideten und schockierten Deutschen vollkommen überflüssig findet. Die wenigen Worte sind ihm wohl zu viel. Er verliert in dem Moment die Nerven, klatscht seine schweißnasse Hand an die Glastür, drückt die nach innen auf, die Frau mit nervöser Atmung beiseite, mich in den Raum und an die Wand. Nun presst er die linke Hand auf meine Brust und hält mich so auf Abstand. In seiner rechten Hand glänzt und funkelt im Licht der Kamera und der vielen Taschenlampen eine hochglanzpolierte verchromte Automatik. Ich habe wirklich nur sehr wenig Ahnung von Schusswaffen, aber der Größe nach könnte es eine Kaliber .45 sein. Der direkte Blick in die Mündung der Waffe schockiert und macht Todesangst. Ich bin zur Salzsäule erstarrt. An mir regt sich nichts mehr. Absolut gar nichts!

Unzählige Leute drängen in den Raum und die kleine Frau die geklopft hat, den Typ mit der glänzenden Automatik, eine junge Polizistin und mich dicht an die Wand des Zimmers. Das ist die Wand gegenüber den drei Betten. Hier befinden sich hoteltypische Dinge, wie ein Schreibtisch, eine flache Anrichte mit Samsung TV und der Kühlschrank. Plötzlich reißt mich der Polizist mit der Waffe herum, dreht mich mit dem Gesicht zur Wand, biegt professionell die Arme hinter meinen Rücken und ich spüre wenige Sekunden später das kalte Metall an den Handgelenken. Das sind wahrlich keine angenehmen Geräusche, wenn die Sperrklinken über die Rasten der Handschellen rutschen. Und sie rutschen verdammt schmerzhaft bis an die Anschläge.

'Widerstand zwecklos', kapituliere ich still im Gedanken und dass die nicht viel reden wollen, haben die ungebetenen Gäste ja ziemlich deutlich gemacht. Überdeutlich!

Eine wahrhaft filmreife Szene, in der ich der Hauptdarsteller bin. "Alles im Kasten?", möchte ich dem Kamerateam zurufen, aber tue es nicht. Das sind bestimmt Typen von einem lokalen Sender. „ABC-TV" kann ich auf dem Plastiküberzug der Kamera im Licht der Taschenlampen erahnen.

'Die Kinder!', erinnere ich mich besorgt.

Die Kinder aber bekommen vom Chaos im Raum nichts mit. Sie schlafen tief und fest den Schlaf der Gerechten. Wie Kinder eben schlafen. Da könnte ein Vulkan ausbrechen oder eine chromblitzende Automatik abgefeuert werden, so schnell wachen die nicht auf.

Es ist auch kein Wunder, dass die fünf Jungen so fest schlafen, nach den vielen Unternehmungen des Tages: Eine über vierstündige, anstrengende Busreise über schlechte Landstraßen, der Besuch der Shopping-Mall "Gaisano", mit Gaming Zone, Pizza und Eis. Die Krönung des Tages ist für die Kinder aber eindeutig das ausgelassene Planschen, Schwimmen, Rutschen und Toben in der Poollandschaft gewesen.

REISE INS VERDERBEN - by NOKBEW™Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt