Chapter One - Greys Anatomy Style

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"Archer deine Eier werden kalt!", schreit Grandma durchs gesamte Haus. Ich denke der Rest der Bagage wird mal aufstehen. Es ist an der Zeit für mich zu flüchten.

"Ich wette, genau das ist gestern auch passiert." Meine Schwester betritt die Küche mit einem fetten Grinsen auf den Lippen, dass ihr ganzes Gesicht zum Leuchten bringt. Sie schnappt sich Archers Eier und schiebt sie auf seinen Lieblingsteller. Sie stibitzt sich einen Bissen und schließt genüsslich die Augen, um Großmutters kulinarischen Künste zu genießen. Mit Grandma zu leben fühlt sich an, wie in einem riesigen Bed&Breakfast zu leben. Das gesamte Jahr über, mit allen Vorzügen und Nachteilen. Es ist der Himmel auf Erden, aber mit viel mehr Essen und ohne die Jungfrauen.

"Ich sterbe..." Archers Stimme klingt wie die eines Zombies und er sieht auch nicht viel besser aus als einer. Sein Afro steht zu allen Seiten ab und seine Haut ist viel zu blass für seinen normalerweise dunklen Teint. Er sieht aus als wäre er schon mindestens einmal gestorben.

"Männergrippe?", frage ich grinsend.

"Tequila", antwortet meine Schwester für ihn und grinst dabei diebisch. Diese kleine Hexe. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie ihn selbst so abgefüllt hat, nur um ihn zu quälen. Er lässt sich in seinem Stuhl zusammenfallen und schaufelt sich die Eier in den Mund. Währenddessen krault meine Schwester liebevoll seinen Nacken und trinkt ohne mit der Wimper zu zucken meinen Kaffee.

„Noch einen Schluck und ich bin gezwungen dich zu ermorden, Zara.", knurre ich und schnappe ihr die Tasse aus der Hand.

„Hier trink das, danach wirst du dich besser fühlen, Darling.", sagt Grandma und stellt ein großes Glass mit undefinierbarem Inhalt vor Archer ab. Sie kneift ihm liebevoll in die Wange und lächelt. Er stürzt dankbar die Hälfte des Glases in einem Zug herunter, bevor er seine Augen weit aufreißt und sich panisch eine Hand vor den Mund hält.

"Was zur Hölle ist das?" Dann rennt er los.

"Er wird das in Zukunft wohl nicht mehr tun oder?", fragt Grandma, immer noch lächelnd.

"Was hast du da rein getan?", schreit Zara giggelnd. Die Erziehungsmaßnahmen meiner Grandma sind legendäre, und man kann immer wieder froh sein, wenn man gerade nicht das Ziel von ihnen ist.

„Oh ein paar Eier, Gurkenwasser, Ingwer, Bier..", zählt Grandma an den Fingern ab und wir können nicht aufhören zu prusten. Sie ist der Teufel.

Wir haben immer noch Tränen in den Augen als Archer zurückkommt und ziemlich grün um die Nase herum aussieht.

„Ich hasse dich.", hustet er in Grandmas Richtung.

„Du liebst mich Darling.", singt sie. Archer lässt seinen Kopf in den Schoss meiner Grandma fallen und stöhnt.

"Tu ich."

Zara kippelt mit dem Stuhl nach hinten und nimmt sich einen Löffel und das Nutella von der Arbeitsplatte. Dann klettert sie vom Stuhl auf die Marmorplatte, die meine Oma so liebt und schwingt ihre Beine hin und her. Während sie spricht schaufelt sie sich mehrere Löffel Nutella in den Mund.

"Kommst du heute auch zu Darcy's Party?", fragt sie zwischen zwei Löffeln.

Ich schüttle den Kopf.

"Ich bleibe lieber hier. Jason geht mit den Jungs raus und wir wollen uns vorher noch treffen. Ich weiß nicht, wann wir es zeitlich die nächsten Wochen schaffen werden uns zu sehen. Er hat auf der Arbeit viel zu tun."

"Arbeitet er nicht bei seinen Eltern?", murmelt Archer, halb tot, in seinen eigenen Arm, den er über seine Augen gelegt hat.

„ Wenn du damit meinst, dass er faul auf seinem Arsch herum sitzt und Daddies Geld ausgibt, dann hast du Recht.", wirft Zara, unbeeindruckt von meinem Todesblick, ein.

Kiss me in the DarkWo Geschichten leben. Entdecke jetzt