Kapitel 10

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"Ja, bis später." rief ich meiner Mutter zu. "Denk an das Turnier!" schrie sie mir nach, als ich aus dem Haus ging. Heute würde ich nochmal in den Wald zu dieser Mauer reiten. Danach müsste ich wohl für das Turnier trainieren. Doch jetzt wollte ich erst wissen, was hinter dieser Mauer ist, und warum die Pferde letztens so unruhig waren, als Hannah und ich dort waren. Ich holte Soraya aus ihrer Box und machte sie für den Ausritt fertig. Nach dem Satteln führte ich sie aus dem Stall und stieg auf.

Als wir dann im tiefen Wald waren, und ich schon die Mauer sehen konnte, merkte ich wie Soraya sich anspannte. "Sschh, alles gut." beruhigte ich sie. Doch das Ganze war mir irgendwie nicht geheuer. Ich stieg ab und führte Soraya an der Mauer vorbei. Es war unheimlich hier, dass sah man mir und Soraya an. Plötzlich hörte ich ein Wihern. Es kam aus der Richtung wo die Mauer steht. Ich erschrak und Soraya zuckte kurz  zusammen. Ich streichelte ihr über den Kopf und redete ihr ein, dass alles gut sei. Doch das konnte ich mir selbst nicht glauben. Obwohl es helligster Tag war, war es hier düster.

Ich hatte das Gefühl, das hinter der Mauer Pferde stehen, also führte ich Soraya weiter an der Mauer vorbei. Dann hörte die Mauer auf und ein Stacheldrahtzaun kam anstelle der Mauer. Ich konnte ein Haus und etwas ähnliches wie einen Stall sehen. Das heißt also, das hier doch Pferde sind. Ich versteckte mich hinter einem Busch und beobachtete, als ein Mann das Haus verließ. Er hatte keinen freundlichen Gesichtsausdruck und solangsam bekam ich Angst. Was ist enn er mich erwischt? Es sind nicht so aus, als ob er hier jemanden sehen möchte. Er wollte gerade das Tor zum 'Stall' aufmachen, als Soraya von der Seite zu mir kam und mich anstuppste. Ich fiel zur Seite, in einen Brennessel strauch. "Auu!" schrie ich leise auf, was ich bessser hätte nicht tun sollen, denn der Mann konnte es hören und drehte sich um. Er schaute in meine Richtung. Verdammt! Sofort stand ich auf und stieg auf Soraya. Wir müssen hier sofort weg! "Lauf!!" schrie ich zu Soraya, worauf  sie sofort losgaloppierte. Hinter mir hörte ich nur ein Knall, was Denke ich mal zu einem Gewehr gehörte. Wollte der ernsthaft auf uns schießen?! Nach 10 Minuten Galoppieren hielt ich Soraya an und steig ab. Ich war mir sicher das er uns nicht nachkam. "Soraya alles ist gut!" beruhigte ich sie. Doch sie atmete hektisch. Langsam streichelte ich über ihren Kopf und ihre Atmung beruhigte sich wieder.

Zwar wusste ich jetzt immernoch nicht was hinter der Mauer ist, doch nächstes Mal muss ich besser aufpassen! Der Mann sah nicht sehr freundlich aus, was mir Angst machte. Immerhin hatte er nach mir und Soraya geschossen. Wäre Soraya etwas passiert könnte ich mir das nie, wirklich nie verzeihen! Doch zum Glück ging es grade noch gut. Im Schritt ritten Soraya und ich dann wieder zurück. Heute würde ich nicht mehr mit ihr Trainieren. Das war schon genug Aufregung. Ich sattelte sie ab und ging mit ihr auf die Koppel. Sie graste gemütlich, während ich mich auf einen Baum saß und nach dachte. Was hat es denn bloß mit diesem Hof auf sich?

Ich hörte wie die Koppel geöffnet wurde. Ich schaute nach unten und entdeckte Jonas. Na toll, der hat mir grade noch gefehlt. Er saß sich unter den Baum, auf dem ich saß. Langsam beugte ich mich nach vorne und beobachtete ihn. Dann kam Hannah und setzte sich neben ihn. "Was ist losß Du guckst so traurig?" fragte sie. "Nichts..." gab Jonas zurück. "Komm, ich seh dir doch an das was nicht stimmt." Eigentlich sollte ich nicht zuhören... aber was soll ich denn machen? Einfach vom Baum springen und so tun als wäre da niemand. Ich blieb also sitzen und lehte mich wieder vor. "Wenn du reden willst, kannst du mir alles sagen." sprach Hannah. "Danke Hannah." lächelte er sie an. Hannah lächelte leicht zurück und man sah deutlich, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. Und Plötzlich traute ich meinen Augen nicht mehr! Jonas und Hannah küssten sich. Hat Jonas noch alle Tassen im Schrank?! Erst mich küssen und jetzt Hannah oder was?! Ich wurde sauer, ich weis nicht warum, ich freute mich für Hannah, aber Jonas kann das doch nicht machen. 

Und dann passierte wohl das Peinlichste in emienm Leben! Der Ast auf dem ich saß knackte und kurze Zeit später lag ich auf dem Boden, vor Hannah und Jonas. Innerlich schlug ich mir gerdae selbst gegen den Kopf. "Bea?!" schauten mich beide an. "Hey!" lachte ich sie leicht an und rieb mir über meinen Rücken, der vom Aufprall ziemlich weh tat:

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Tut mir leid, das ich so lange nichts mehr geupdatet habe, und das das Kapitel auch nicht gerade lang ist. Dafür passiert in dem Kapitel auch eine Menge.. naja, hoffe es gefällt euch trotzdem :)

Widmung geht an Sakura9930 :) danke für die vielen Votes <3

Then he came...- eine PferdegeschichteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt