Zoé Pilar Perez

„Harry, ist sollte jetzt wirklich reingehen.“, kicherte ich und stolperte unwillkürlich ein paar Schritte zurück, als der Lockenkopf erneut versuchte seine Lippen auf meine zu pressen.

„Nein, noch nicht.“

Seine Lippen waren zu einem Grinsen verzogen, als er sie auf mein Kinn legte und dabei komplett meinen Mund verfehlte, weshalb ich zum wiederholten Male auflachen musste.

„Haaarry, lass mich gehen. Mein Vater wird mich umbringen, weil es schon so spät ist!“

„Vermutlich würde er eher mich killen.“

„Stimmt, er wird denken, dass du mich gewaltsam entjungfert hast.“

Auf unsere beiden Gesichter legte sich ein amüsiertes Lächeln und Harry ließ seine Hand langsam zu meiner Hüfte rutschten und begann schließlich durch den dünnen Stoff des Kleides kleine Kreise auf meine Haut zu malen. Er machte mich verrückt.

„Also, ich hätte ja nichts dagegen, können wir gerne machen. Also, das entjungfern, nicht das mit dem ‚gewaltsam‘.“, flüsterte er und wackelte anschließend spielerisch mit den Augenbrauen.

Innerlich dankte ich der Dunkelheit dafür, dass man die Röte auf meinen Wangen nicht sehen konnte, doch ich hatte keine Ahnung, wie ich auf Harrys soeben Gesagte reagieren sollte, weshalb ich schließlich einfach nur mit meiner Faust auf seine Brust schlug.

„Idiot“, fluchte ich und schickte ihm einen mahnenden Blick, „du bist dafür sowieso schon zu spät dran.“

„Warte – Was?“

„Müssen wir darüber diskutieren? Das ist eigenartig.“

Mir war die Situation mehr als unangenehm, vor allem weil es auf unserer Straße unglaublich still war, sodass sich jeder ohne Probleme in der Dunkelheit aufhalten und uns zuhören konnte, ohne dass wir etwas davon mitbekommen hätten.

Harry murmelte stotternd irgendwas Unverständliches, ehe er nickte und hastig einen Schritt zurück trat. Ein raues, leises Lachen verließ seine Kehle, woran ich sagen konnte, dass er genauso peinlich berührt war wie ich, was mich schon einmal ein bisschen beruhigte.

„Nun ja, gute Nacht, Harry.“, murmelte ich schließlich und lächelte ihm zaghaft zu, ehe ich wieder näher auf ihn zu trat, meine Hände in seinem Nacken verschränkte und ihm einen letzten Kuss gab.

„Schlaf gut, Pilar. Träum was Schönes.“

Er lächelte mir ein letztes Mal zu und stupste meine Nase mit seiner an, wie er es so oft tat, ehe er seine Hände von mir löste und ich mich langsam in Richtung Haustür umdrehte.

Als ich direkt vor der Tür angekommen war und sie sich, nachdem ich meinen Schlüssel im Schloss umgedreht hatte, öffnete, blickte ich mich noch einmal nach Harry um, der nun zwar bereits wieder an seinem Auto, das er am Bürgersteig geparkt hatte, doch er hatte trotzdem noch seinen Blick auf mich legte. Ich winkte ihm lächelnd zu und er zwinkerte, bis ich schließlich in die heimische Stube eintrat.

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