Manifrea Imobilia

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„Wenn du jemanden verlierst denn du liebst, dann fühlt man nichts. Du kannst nicht einmal mehr atmen. Und du hast keine Ahnung was du tun sollst."

Meine Stimme hallt in dem Raum wieder, alle starren mich ängstlich an.

„Ich weis nicht was ich tun soll!", schluchze ich und falle beinahe zu Boden wäre Remus nicht gewesen der mich auffängt. Ich klammere mich an ihn und schluchze wieder einmal in einen seiner weichen Pulli's.

„Ich weis nicht wie ich weiter atmen soll. Ich habe keine Ahnung wie gehen funktioniert wenn sie nicht da ist."

Geräusche die nur beim weinen entstehen erfüllen den Raum und Remus drückt mich an sich, wieder so nah das ich seinen Herzschlag spüre und höre.

Ihrer tut es nicht mehr.

Ich weine bitterlich, manchmal sogar so dass ich keine Luft mehr bekomme. Dann nimmt Holy mich in den Arm und flüstert das alles gut wird.

Der Schmerz hat sich so tief in dieses schwarze Loch gegraben das ich das Blut das sprudelt beinahe hören kann. Nach einer Weile fehlt mir wieder die Kraft etwas anderes zu machen ausser zu atmen.

Ich liege immer noch in seinen Armen starre die Decke an und lasse zu dass die Trauer mich zerfrisst.

Ich weis das ich dagegen kämpfen sollte.
Ich weis das ich aufstehen sollte.
Doch warum sollte ich?

Meine Mutter, die Frau die mir das Leben geschenkt hat, ist tot. Sie wurde der Welt entrissen und hinterliess nichts ausser Erdbeeren und schwärze.

Wut durchströmt mich beim blossen Gedanken an diese Schweine die mir und meiner Familie das angetan haben.

Die Wut scheint plötzlich mein ganzes Ich aus zu füllen.

Ich kann wieder klar denken und der einzige Gedanke in meinem Kopf ist sie sollen in der Hölle weinen wenn ich mit ihnen fertig bin. Meine Hand schnellt zu meinem Zauberstab der sofort anfängt zu Glühen.

Mein Gesicht ist verzerrt als ich aufspringe und das Porträt geht in Flammen auf als ich hindurch springe.

„TEDDY!"

Tränen rollen über meine Wangen als ich durch die Korridore renne und zu meinem Unglück ist gerade das Abendessen vorbei so sieht mich etwa ganz Hogwarts als ich nach draussen stürme. Ein tiefblaues Licht leuchtet um mich herum und es fühlt sich an als ob ein alter Freund wieder da wäre. Das Gras unter meinen Sohlen verkohlt und die Blätter fangen Feuer. Mitten in diesem Meer aus Flammen bleibe ich stehen und richte den Zauberstab in die Luft.

Manifrea Imobilia!", schreie ich und ein Strahl aus Feuer stürtzt hinauf und schlägt in die Wolkendecke ein.

Eine Welle scheint von dem Zauber auszugehen und breitet sich rasend schnell aus.

Sie werden brennen.

Das blaue Licht umfängt mich, scheint mich zu umarmen.

„Teddy!"

Ich sehe in blau-grüne Augen als mich das Licht verschluckt.

Der Knall hallt noch in meinen Ohren nach und ich atme.

Wind streicht leicht über meine Wangen und helles Licht umgibt mich für einen kurzen Moment ehe ich über eine Milchkanne stolpere und der Länge nach hinfalle.

Mehrere Aufschreie erklingen.

Teddy?!"

„WAS?!", erklingt eine wütende Stimme aus einem anderen Raum.

Ächzend richte ich mich auf und sehe schwarzes verstrubbeltes Haar.

„James!"

Zuerst sagt niemand etwas und als ich mich umsehe stelle ich fest das ich nicht mehr in Hogwarts bin.

„Ich bin nicht James. Ich bin Harry."

Ich starre in Lily's Augen als ich ihn mustere.

„Wo bin ich?"

Teddy - The Scamander GirlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt