Ein unverhoffter Brief

255 25 2

Am nächsten Morgen wache ich mit Kopfschmerzen auf. Eine kühle Hand betastet mein Gesicht und schlaftrunken blinzle ich.

„Hallo Liebes.", flüstert Holy und lächelt leicht.
„Hallo.", flüstere ich mit heiserer Stimme zurück.
„Versuch nicht zu viel zu sprechen. Du hast gestern, oder besser gesagt heute, ziemlich viel Stimme verloren."

Ich greife mir an den Hals und nicke.
Mitleidig lächelt sie und sofort verhärtet sich mein inneres. Ich will kein Mitleid. Ich schlage die Decke beiseite und stelle fest das alle irgendwie irgendwo sind. Ich stocke allerdings als ich an meinen Albtraum denke.

Es hat sich zu real angefühlt.

Doch ich reisse mich zusammen und suche mir meine Kleidung zusammen.

Holy's besorgter Blick bohrt sich in meinen Rücken, doch nicht nur dass, auch die Blicke der anderen liegen auf mir. Ich schnaube kurz und verschwinde ins Bad.

Doch so wie es scheint unterbreche ich eine Krisensitzung als ich durch den Gemeinschaftsraum laufe. Die drei fahren auseinander und starren mich erschrocken an.

„Teddy wir-"
Ich unterbreche Florian.
„Mom hat mir Erdbeeren geschickt ich habe Schälchen in eure Zimmer gestellt."

Ich verschwinde ins Bad und dusche. Der Pulli fühlt sich seltsam rau an im Vergleich zu Remus' Pulli. Ich seufze und schlüpfe in meine Stiefel.

Ich decke meine Augenringe ab, tusche mir die Wimpern und streiche den Eyeliner. Als ich dann wieder wie ein Mensch aussehe verlasse ich das Bad fluchtartig und verlasse die Wohnung.

Nur knapp entkomme ich meinen Freunden. In der grosse Halle setze ich mich und schon wieder landet eine Eule vor mir.

Ich seufze und nehme den Brief ab.
Doch zu meinem Erstaunen ist er in britisch-englisch geschrieben.

Theodora,
es tut mir leid. Ich weis nicht wie ich dir diese Nachricht schonend bringen kann. Ich glaube es geht gar nicht. Ich hoffe du nimmst diese Nachricht nicht so auf wie ich, denn ich bin nun am Boden zerstört. Ich weis nicht wie ich, wie wir jetzt zurecht kommen sollen. Wie soll ich wissen das es dir gut geht wenn ich dich nicht dreimal im Jahr sehe. Teddylein, deine Mom ist diese Nacht ermordet worden. Die Todesser haben die Spur der Auroren gefunden. Sie hat mir einen Brief geschrieben. Sie sagte das sie schon lange von Todessern verfolgt werden, doch letzte Nacht haben sie sie gefunden. Teddylein, Mom ist tot und ich weis nicht wie es jetzt weitergeht. Ich wünsche mir so sehr das sie zurück kommt. Ich wünsche mir so sehr euch beide bei mir zu haben. Und ich hoffe du verkraftest ihren Tod besser als ich. Ich bin froh das du mich nicht siehst, denn du würdest dir Sorgen um mich machen, mehr als es für eine sechzehnjährige gesund ist.

In Liebe
Dad

Teddy - The Scamander GirlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt