Ungewollte Übernachtsungspartys

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Schweissgebadet schreck ich hoch und noch immer hallt mein Schrei um mich herum. Die Falltür fällt zu und im nächsten Moment sehe ich sein Gesicht vor mir. Weinend stürze ich mich in seine Arme und versuche zu vergessen was ich gesehen habe.

„Schhhh, alles gut. Ich bin wieder hier. Ich bin da.", murmelt er und setzt sich mit mir auf mein Bett.

„Sie waren da. Ich hab sie gesehen.", schluchze ich und ersticke die erbärmlichen Geräusche in seinem Pulli.

„Du bist jetzt sicher Teddy. Hier sind nur wir zwei."

Er schaukelt mich wie ein kleines Kind vor und zurück, versucht mich zu beruhigen.

Doch das Grauen lässt mich nicht mehr so schnell los.

Immer wieder sehe ich die Schatten, höre ihr hämisches Gelächter.

Hysterische Schreie erfüllen den Raum und paranoid versuche ich einfach zu vergessen.
Remus drückt mich ganz fest an sich, seine Brust ist an meinen Rücken gedrückt und sein warmer Atem spüre ich im Nacken.

Meine Laute werden durch meine Haare und durch ein Kissen erstickt, solange bis ich das Gefühl habe keine Luft zu bekommen. Sofort reisst er das Kissen weg und legt schützend die Arme um mich. Wieder hallen die Geräusche von meinem Weinen durch das Zimmer und von draussen schimmert Licht und Stimmen dringen hindurch.

„Verschwindet, ihr habt nichts in unserem Gemeinschaftsraum verloren."

„Wir wollen zu Teddy."

„Sie braucht euch nicht."

„Soll ich sie holen?", fragt er sanft und zitternd nicke ich.
„Mach das Licht an, bitte.", schluchze ich und sogleich durchflutet Licht das Zimmer.

Remus springt schnell auf und rennt durch die Tür.

„Kommt, sie will euch sehen."

„Was machst du denn hier?"

Ich höre die angewiderte Stimme von Catina Campell und am liebsten wäre ich aufgesprungen und hätte ihr ins Gesicht geschlagen, doch die Angst vor den Schatten ist zu gross. Gestalten rennen in mein Zimmer und angsterfüllt sehe ich mir ihre Gesichter an.

Maple, Holy, Lily, Marlene, James, Sirius, Reese und Remus.

Ich schluchze erleichtert und werfe mich in die nächstbesten Arme.

Ein fruchtiges Shampoo umhüllt mich und braune Wellen verdecken mir die Sicht.

„Alles wird gut Liebes, wir sind bei dir.", flüstert Holy und streicht mir über die Wirbelsäule.

Doch richtig beruhigen und durchatmen kann ich erst als Maple mich umarmt.

Ich atme zitternd aus.

„Es-es tut mir leid.", schniefe ich.

„Alles in Ordnung Teddy. Du musst dich für nichts entschuldigen. Wir sind für dich da.", erklärt Lily und wischt mir mit einem Taschentuch die Tränen weg. Die drei Jugendlichen stehen mit entsetzten und erstaunten Blicken in der Tür.

„Immer."

„Sie waren da, die Schatten. Sie waren hinter mir und-und sie haben gelacht. Ich hatte solche Angst."

James drückt mich ganz fest und vertreibt die Angst in mir, wieder alleine zu sein.

„Wir schlafen heute bei dir.", bestimmt Marlene und zaubert Matratzen, Decken und Kissen herbei. Auch ich quartiere mich auf dem Boden ein, denn das Bett ist zu weit weg von meinen Freunden, zu weit weg damit ich keine Angst mehr haben muss.

Remus und Maple liegen links und rechts von mir und während Maple dicht an mich gerutscht ist hat Remus meine Hand genommen und unsere Finger leicht miteinander verschränkt.

„Es wird alles wieder gut. Versprochen."

Teddy - The Scamander GirlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt