Fake Boyfriends und Erdbeeren

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Am nächsten Morgen wache ich durch warmen Atem an meinem Nacken auf.
„Ona.", murre ich und drehe ich mich zu ihr. Doch vor mir liegt nicht Ona. Mit grossen Augen sehe ich den Jungen vor mir an.

„Hey.", flüstert er leise.
„Hi."
„Gehts dir besser?"
Ich runzle die Stirn.

„Du hattest gestern einen ziemlich heftigen Albtraum."
Die dunklen Schatten, die Bäume.
Ein Zittern überläuft mich und automatisch rutsche ich ängstlich zu ihm hin. Er ist relativ erstaunt darüber, das merke ich, aber ohne irgendetwas zu sagen zieht er mich näher zu sich.

Sein Herz schlägt gegen meine Brust, beruhigend und gleichmässig.

„Danke das du geblieben bist.", nuschle ich und drücke mein Gesicht in die weiche Wolle.

„Natürlich. Ich bin immer für dich da wenn du mich brauchst."

Wir liegen noch eine ganze Weile so da bis wir uns langsam voneinander lösen.

„Ich geh mal wieder runter zu den Jungs. Du kannst jederzeit vorbeikommen.", flüstert er beinahe ein bisschen traurig, aber ich kann mich auch verhöhrt haben.

„Klar. Ich komme später."

Seine Finger wischen mir noch kurz eine Locke aus dem Gesicht ehe er aufspringt und schnell durch die Falltür verschwindet. Zitternd atme ich aus und befühle meine Wange. Sie kribbelt leicht und ist warm. Ein kleines Lächeln schleicht sich auf meine Lippen als ich die Bettdecke wegschlage und aufstehe. Mit einem Wink des Zauberstabes sind meine Haare ordentlich und ich schlüpfe in warme Strümpfe und ein Rock. Der Rollkragenpullover ist heute gelb.

Ich nehme wieder meinen Rucksack der noch immer mit den Dingen gefüllt ist umd verlasse mein Zimmer durch meine Tür.

Teddy, who was this yesterday night?"

„Ich glaube kaum das dich das was angeht.", bestimme ich und gehe an ihm vorbei.

„Teddy please, i'm your cousin! I'm your family!"

„Wenn du Familie währst hättest du mich verteidigt.", zische ich und verschwinde durch das Porträt. Ich atme tief durch und setze ein Lächeln auf.

Niemand soll merken wie es mir geht, ich muss sie beschützen.

Als ich im Gemeinschaftsraum ankomme sehe ich schon von weitem den Ginger-Kopf von Maple. Als sie mich entdeckt stürzt sie mit einem Freudenschrei zu mir.

„Teddy! Du bist hier!"

Sie drückt mich an sich und lachend streiche ich ihr über die Haare.

„Wo soll ich den sonst hin?"

Sie kichert und zieht mich zu den anderen die mich ebenfalls glücklich begrüssen. Remus Blick liegt besorgt auf mir. Ich lächle ihn nur an und drehe mich zum Kamin.
Die Blicke von James und Sirius sind bohrend und neugierig.

Auch sie lächle ich neutral an und rede anschliessend mit Maple.

Neben ihr sitzen Holy und Reese. Sie kuscheln zusammen und mir wird klar das Remus und ich das heute auch gemacht haben, nur aus einem anderen Grund. Wieder einmal bin ich dankbar so gut wie nie rot zu werden.

„Gehen wir frühstücken? Ich habe Hunger.", bemerkt Marlene. Die Idee findet Zustimmung und zusammen machen wir uns auf den Weg in die grosse Halle.

Dort sitzen schon viele Schüler, bor manchen sitzt eine Eule.

Als ich mich setze fliegen gleich zwei Eulen auf mich zu. Eine hat einen Brief im Schnabel, die andere hat ein mittelgrosses Paket in den Klauen. Beide landen vor mir und schuhuen empört.

Ich verdrehe die Augen und nehme ihnen die Sachen ab ehe sie verschwinden.

Zuerst wende ich mich dem Brief zu.

To Theodora Grace Scamander
From Preston Onsen

Ich grinse kurz und nehme das Pergament hinaus.

Dear Thea
I hope you are allright. I'am not that good at the moment. Do you remeber when i was your fake boyfriend and you said when i need help i could come to you?
Now i need this help. My Ex follows me every were an i'm a little bit scared. Could you play my girlfriend for a time? Not long, just a few days. Of course without kissing and this stuff. I suppose you will help me. Thank you very much.

Lovely Greets
Preston

Ich lache kurz und stecke mir den Brief in die Rocktasche.
„Was ist so lustig?", fragt Lily und betrachtet mich neugierig.

„Ach ich habe nur einen Brief von einem alten Freund bekommen. Sieht so aus als muss ich mich jetzt revanchieren."
Sie nickt kurz und ich mache mir an den Schnüren des Packetes zu schaffen.

Als ich es geschafft habe reisse ich das dunkle Papier weg und sehe in die Kiste.

Rote Erdbeeren liegen darin und ich seufze enttäuscht.

„Was ist los?"

„Meine Mom hat mir Erdbeeren aus unseren Feldern geschickt."

„Was? Das ist doch toll!"

Maple nimmt ohne zu fragen, was mich nicht stört, eine Erdebeere und isst sie.

„Wow sind die gut!", begeistertt greift sie erneut hinein.

„Ja sie sind gut, aber sie hat mir wieder nicht geschrieben."

Enttäuscht esse ich eine der roten Früchte und Remus der neben mir sitzt drückt kurz aufmuntert meine Hand, was meine Laune hebt.

Teddy - The Scamander GirlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt