Wenn Schreie mehr weh tun als alles andere

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Du denkst du bist etwas besseres nur weil du eine Scamander bist.

Du hast dich verändert.

Du hast uns ersetzt wie Puppen.

Wir bedeuten dir allem Anschein nach nichts.

Keuchend schrecke ich hoch und vergrabe mich sogleich wieder in meinem Kissen. Zitternd atme ich aus und versuche mich zu beruhigen.

Im nächsten Augenblick finde ich mich in einem Wald wieder. Das Gefühl verfolgt zu werden bedroht mich wie ein Schatten. Es kriecht meinen Rücken hinauf, jederzeit bereit anzugreifen.

Meine Haare schneiden mir ins Gesicht als ich meinen Kopf drehe.

Etwas zischt und im nächsten Moment fahre ich schreiend hoch.

Remus p.o.v
Ich schlage die Augen auf als von oben ein ersticktes Geräuscht kommt. Gähnend fahre ich mir durch die Haare und horche.

Es ist still. Ich reibe mir den Schlaf aus den Augen und betätige die Nachttischlampe.

Schlafen geht jetzt nicht mehr. Ich greife nach meinem Buch und fange an zu lesen, doch weit komme ich nicht denn ein Angstschrei durchschneidet die Luft und kurz darauf höre ich die Geräusche von einem weinenden Kind.

Teddy.

Ich stürze aus der roten Bettdecke und stemme mich gegen die Falltür.

Noch mehr Schreie sirren herum und ein schwaches, blaues Leuchten dringt durch die Ritzen des Holzbodens.

Endlich gibt die Falltür nach und hastig klettere ich hoch. Wieder hallt ein Schrei durch das dunkle Zimmer, voller Angst und Panik. Ich stürze in Richtung des Schreies und schon bald seheich die kleine Gestalt vor mir.

Theodora Scamander, eines der tapfersten Mädchen die ich kenne, sitzt da mit glasigen Augen die mit Panik und Angst gefüllt sind. Sie klammert sich an sich selbst und weint. Sie schreit und wirft den Kopf herum. Sie sieht sich panisch um.

„Teddy! Was ist passiert?", auch ich habe Angst, aber mehr um das Kind vor mir.
Sie weint nur noch mehr und ihre Schluchzer klingen wie die eines verwundeten Tieres.

Sie fängt an um sich zu schlagen und ihr Kopf schnellt nach vorne, gegen die Stange ihres Bettes.

Für einen Moment stehe ich wie versteinert da, doch im nächsten sitze ich schon bei ihr und fange ihre Hände auf.

„Teddy, es wird alles gut ja? Ich bin jetzt hier, du bist nicht mehr alleine."

Sie schreit noch lauter und will sich von mir befreien.

Sie ist blind vor Angst.

„Teddy es wird alles gut, ich bin bei dir."

Ich drücke sie an mich, so das ich ihren unregelmässigen Herzschlag spüre. Das blaue Leuchten das von ihr aus geht ebbt ab, bis es verschwindet.

„Schhhh, alles gut, ich bin da.", flüstere ich und drücke sie eng an mich. Sie schluchzt noch einmal, doch sie scheint sich zu beruhigen denn sie schlingt die Arme um meinen Bauch und schluchzt in mein Pulli. Sie weint und flüstert Dinge die ich nicht verstehen kann.

„Jetzt ist alles gut Teddy, ich bin bei dir.", flüstere ich nochmal.

„Bitte geh nicht weg.", schluchzt sie und vergräbt ihr Geisicht noch mehr in der Wolle.

„Ich bleibe, versprochen."

„Ich habe Angst.", wimmert sie und Tränen fliessen aus ihren grünen Augen.

„Ich bin hier. Dir kann nichts mehr passieren. Ich beschütze dich.", flüstere ich gegen ihr Haar und drücke sie noch enger an mich.

Dieses Mädchen hat einen Beschützerinstinkt in mir geweckt der mir Angst macht, aber ich werde alles tun damit sie nicht mehr Angst haben muss. Immer.

Teddy - The Scamander GirlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt