Wieso veränderst du dich plötzlich? Vielleicht weil ich in der Pubertät bin?!

313 23 7

Die Tage vergehen und es wird immer kälter. Mittlerweile ist schon beinahe Weihnachtstimmung und langsam gewöhnen sich alle daran nun eine Scamander im Unterricht zu haben. Das Flo ein Goldstein ist scheint niemanden wirklich zu kümmern. Ich sitze grade in unserem Gemeinschaftsraum neben mir Lily Evans, eine nun relativ gute Freundin meinerseits. Gelangweilt weil ich schon alle meine Aufsätze erledigt habe sehe ich auf die Uhr.

"Die anderen haben in zeh Minuten Schulschluss, heisst sie sind in etwa fünfzehn Minuten hier."
"Und was kümmert mich das?", fragt sie und sieht mit gerunzelter Stirn hoch. Es wird nur seh laut wenn sie zurück sind."

Sie zuckt mit den Schultern und sieht zurück auf das Pergament ehe sie stöhnt und die Feder auf den Tisch wirft.

"Ich verstehe nicht wie man so einen Text übbersetzen soll!", jammert sie und schmunzelnd ziehe ich das beschriebene Blatt zu mir.

"Ist doch ganz einfach. Im Jahr 99 nach Christus sprach einer der damals mächtigsten Zauberer ein Fluch über seine Heimat aus. Das Dorf litt eine entsetzliche Dürre, die selbst nach vielen Jahren noch anhielt. Der Zauber breitete sich aus. Wir nennen dieses Biom Wüste."

Sie schreibt fleissig mit und seufzt nochmals, diesmal aus Erleichterung.
"Wieso kannst du das alles auswendig?"

"Ich habe auswendig gelernt."

"THEODORA! WIR SIND ZURÜCK!", schreit Linus und wirft seine Tasche auf den Platz wo Lily sitzt. Ich fange sie ab und lege sie neben mich. Erst da scheint Cat meine Freundin zu sehen und augenblicklich bleibt sie stehen.

"Was macht die denn hier?", fragt sie und schon beinahe angewidert über die rothaarige rümpft sie die Nase.

Meine Augen weiten sich entsetzt und sprachlos starre ich sie an.

"Cat!"

"Nein ehrlich Teddy, seit wann brauchst du jemand anderen als uns?", fragt sie und starrt mich an. Lily rutscht unbehaglich auf der Couch hin und her.

"Cat hat nicht ganz unrecht Ted's. Du hast sechs Jahre niemanden gebraucht ausser uns und jetzt sind wir nicht mehr in America und du ersetzt uns einfach.", versucht Linus schonend mit zu teilen. Wut füllt mich plötzlich bis zum äussersten Rand aus.

"Lils, vielleicht wäre es besser wenn wir unser Treffen auf später verschiebem. Ich möchte nicht das du das mithörst. Und könntest du Remus auch gleich sagen das wir unser Picknick auch verschieben müssen?", meine Stimme zittert vor unterdrückter Wut und Lily zögert drei Sekunden bis sie nickt ihre Hefter einsammelt und durch das Porträt mit einem Viel Erfolg verschwindet.

Sobald sie draussen ist drehe ich mich zu meinen Freunden um.

"So, und jetzt hätte ich gerne das ihr nochmal wiederholt was ihr mir gerade gesagt habt."

"Wir haben gesagt das du dich veränderst, zu einer schlechten Teddy. Du ersetzt uns als wären wir Puppen.", giftet Catina Campell, das Mädchen das sich meine beste Freundin nennt.

"Du behandelst uns als wären wir weniger wert als du, nur weil dein Nachname Scmander ist.", spuckt sie weiter. Ich schnappe nach Luft. Auch sie scheint erst jetzt zu realisieren was sie gesagt hat, doch bevor sie Luft holen kann, setzt Linus fort.

"Ja, du veränderst dich. Wieso veränderst du dich plötzlich?"

Bei mir Platz der Kragen.

"Vielleicht weil ich in der Pubertät bin?! Ausserdem gebt ihr mir plötzlich an allem Schuld, doch was ist mit euch? Ihr habt mich manipuliert damit ich eure Mutter im Internat bin! Nur darum wolltet ihr mich doch als Freundin! Ihr habt mich verändert damit ich eure Mom-friend werde! Und ich habe geglaubt ihr wärt erwachsen genug um es zu tun, wollt mir aber eine Aufgabe geben! SChon nur dieser Gedankengang! Wieso bräuchte ich eine Aufgabe?! Von euch?! Und ich bin fähig mir auch andere Freunde zu suchen! Ich bin nicht an euch gebunden! Ihr seit die die keinen Tag ohne mich überleben würdet! Und ich würde euch niemals ersetzen, ich habe geglaubt ihr wärt meine Familie. Aber man behandelt Familie nicht so!"

Nach meinem Ausbruch starren sie mich alle an. Mein Blick ist eiskalt und glasklar. Das grün das leuchtet lässt sie zurückweichen und als ich schnippse springen sie zurück als würde ich sie gleich schlagen. Ich schnaube enttäuscht.

"Und ich dachte ihr würdet mich besser kennen."

Mit den Büchern die hinter mir herschweben verlasse ich den Raum der vor Hitze nur so überschwillt und meine Zimmertür landet krachend im Schloss. Ich werfe mich aufs Bett und schreie in ein Kissen.

Warum?

Teddy - The Scamander GirlWo Geschichten leben. Entdecke jetzt