Ein Abenteuer oder doch ein Selbstmordkommando?

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Ihr Gesicht sagte mehr als tausend Worte.

,,Bin so gut wie unterwegs," flüsterte sie aufgeregt.




Kurze Zeit später saßen wir auch schon auf der Kante der Brücke und sie hatte den Brief bereits mehr als dreimal oder so gelesen.

,,Eine Perücke! " 

,,Ähm spinnst du? So ein Wisch kostet verdammt viel!" meinte ich entrüstet. 

,,Tja zum Glück haben wir so ein "Wisch" zu Hause. Und ich glaube sogar in deiner Haarfarbe. Könnte aber auch etwas dunkler ausfallen. Warte ich hole sie." 

,,Ich will gar nicht erst fragen, warum du eine Perücke bei dir zu Hause hast," murrte ich.

Sie lachte nur und verschwand auch schon.

 Nach einiger Zeit des Wartens kam sie wieder. 

Sie gab mir ein dunkles Büschel. 

Ich knotete meine Haare wie bei einem Dutt hoch und setzte dann das Ding darüber. 

,,Na, wie sehe ich aus? Verdammt kratzig das Teil," sagte ich mit einem sarkastischen Unterton. 

,,Wie ein hübscher Junge. Da du sowieso immer Hosen trägst und auch sonst dich wie ein Junge verhältst wird deine wahre Natur nicht auffallen," kicherte sie.

,,Ich weiß nicht, ob das ein Kompliment oder eine Beleidigung sein soll."

Darin war sie echt gut. Beleidigungen in einem Kompliment verstecken. 

,,Gern geschehen. Oh, ich glaub wir haben doch ein kleines Problem. Mit deiner Oberweite...Glaub mir, die wird dich bald mitten in der Nacht überraschen. In deinem Alter hatte ich sie auch bekommen,"überlegte sie laut.

,, Ich will jetzt nicht über Oberweiten reden," ich verzog das Gesicht ",lass das mal meine Sorge sein. Du hast schon genug getan." 

Sie nickte langsam und musterte mich kurz. 

,,Du sagst mir aber Bescheid wenn du fort gehst, verstanden?" fragte sie mit einer leisen Stimme. 

,,Versprochen."


Wir verabschiedeten uns schließlich. Ich hatte durchgehend in ihren Augen gesehen, dass sie versuchte ihre Trauer zu verstecken. Diana unterstützte mich bei allem was ich tat. Ich war ihr deshalb sehr dankbar und werde sehr traurig sein sie verlassen zu müssen. Doch es nützte jetzt nichts, der Orden erwartete mich bereits. 

Zuhause angekommen legte ich mich erstmal schlafen.






Am frühen Morgen machte ich mich auf und packte meine Sachen.

Ich steckte mir in einer großen Tasche ein paar Kleidungsstücke, Proviant, Decken, eine Karte, Feuersteine und mein Schnitzmesser ein. 

Ich sah den Brief des Ordens in der Ecke noch liegen und versuchte ihn wieder glatt zu streichen. 

Den werde ich sicherlich noch brauchen. 

Ich steckte ihn ebenfalls ein und packte noch in einem kleinen Lederbeutel aus Marderfell mein Erspartes hinein. Dann schnallte ich mir den Dolch noch am Gürtel fest.

Aya -Tochter der DrachenLies diese Geschichte KOSTENLOS!