Ein Letztes zur Hundert

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1.


Selbst in tausend Worten findet sich nicht mehr Wahrheit als inHunderten. Wissen, Intention und Zweck, formen und gleichzeitigentbehren, des Gehaltes.


2.


Ordnung und Chaos, als Gegensätze beschimpft, besitzen Struktur, diemit freiem Geist sich erahnen lässt. So ist der Ordnung das Chaosund dem Chaos eine Ordnung.

Zusammenhänge einer runden Welt, die manch gerader Strukturverpflichtet zu sein scheint.


3.


Ein wahrhaftiges Opfer erfährt niemand, außer ein reines Selbst,das den Preis aus Überzeugung bezahlt.


4.


Ein jedes Leben schreibt seine eigene Geschichte. Es geht nicht umStil, formulierende Höchstleistung, weniger ums Erzählen, als reindas Erleben. Niemals missen, beherbergt dieser ureigenste Pfad, dasProdukt des Selbst, was jetzt ist und am Ende nur sein wird.



5.


Binich des Du, bist Du des Ichs. Doch was nur bilden wir? Dich oderEines als Ich?


6.


Manchmal, ist die Lüge, die bessere Wahrheit. Manchmal, ist deroffensichtliche Wahnsinn, die einzige Freiheit, die man schaffendbetreten muss. Manchmal, ist das Spiel der Wirklichkeiten, ein nichtexistentes Drehen an Räumen. Immer aber, muss so lange gesprochenwerden, bis Begreifen ein Ende findet, und das Zuhören anfängt.Erst wenn Alles zu Nichts geworden ist, kann Alles neu geborenwerden. Fürchtest Du den Tod, so gebührt Dir auch keine anEwigkeit. Verendend findet der krampfende Geist, nur seine eigenenbelanglosen Grenzen, voll vergehender Träume, die er zwar wünscht,aber niemals im Horizont des Geistes zu befreien vermag.Menschlichkeit, ein kleiner Geist, oftmals Entschuldigung, desVerzeihens nicht würdig.


7.


Zukunft? Ich nehm die Ewige an Gegenwart, was brauch ich da dannmehr? Wie die Sekunde niemals verrinnt, so benötigts nur Keiner anVergangenheit, oder bangend an

Zukunft. Jetzt, niemals nur existent, ist alles, was ich begreifend,ergreife ...


8.


Ist den Schatten, die himmlische Decke, so ist demTageslicht, nur ewige Verdammung.



9.


Ich erkenne keine Möglichkeiten, ich erschaffe sie. Ich warte nichtauf Zukunft, ich bilde Sie. Ich muss nicht zu etwas werden, ich binalles was ich brauche.


10.


Beißend, sich wehrend, des Kampfes sich erhebender freier Wille,muss Natur sich in der rational gesperrten Wirklichkeit behaupten, umdes Zweckes Sinn selbst in des Planes Zwängen, nicht zu verlieren.Manche Vollendung findet sich erst, in dessen Rahmen, was den exaktformenden Seelen, niemals zu bilden gestattet sein wird. Die Freiheitim Worte, die Kunst in der wildesten Anomalie, sind des SprechensStimme, und des Innersten auf ewig brennendes Feuer.

Das Buch der Sprüche - Der Wahrheits kleinster NennerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt