Das Königreich der Himmel

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Sanft schwenkend, wirbelnd in der wehenden Kraft der Morgenluft,senkt es sich hernieder. Ein grünes, unscheinbares Blatt. Gelöstvon des Baumes Kraft, vom Ursprung seiner Geburt. Die Natur amHimmel, sie blitzt und blinkt. In gleißender Sonne, die wärmendeFlut zur Erde hinab schickt. Der Himmel danebst, im saubersten Blau,gezäumt an weißen Decken der Gebilde an Wolkenkissen.


Dort unten, im Walde, da reckt es sich zur Mittagsstunde. Springt imZickzack durchs Gebüsch, auf der Wiesen offener Fläche. Ein Hase,die Nüstern in der Luft geweitet. Schnuppernd, derSchnurrbartshaaare im eigenen Tanz, um der Gerüche nur Herr zuwerden. Ein Kitz, der Rehe, in Begleitung der Schwester, es kommtherüber. Folgt den Pfaden dieser unberührten Natur, setzt Huf umHuf in der Grashalmen grün. Dann springen sie auf, traben imschnellen Tempo zu den Holzen dieser Bäume, die den Beginn desWaldes grenzen. Hinab und tiefer hinein, in des HeimesGrenzenlosigkeit.


Nicht weit, an Kilometer, Entfernung der Einheiten gebunden, dawindet sich der Stein. Geschaffen von Menschenhand. Mit Maschinen,hartem Gehölz, dem Schweiße der Muskelkraft. Doch auch hier, daist's nur Stille. Der Maschinen Tosen, wie damals im Vergangenenentglitten, so auch in Neuzeit, nur das Schweigen. Kein Gefährt,kein Auspuff, der Abgasen Schmutz, der Reinstes zu berühren weiß.


Der Menschen Seele, der Menschen Sein, wo ist's des Hetztes Strom?Der Grenzen enthoben, des menschlichen Grundes befreit, so ist es dasUnsere, sich frei zu bewegen. Den Himmel suchend zu folgen. DenMöwen, die krächzend in des Himmels unendlich Weiten, der FreiheitSiegel als auch Bestimmung nur sind. In des Himmels Meer, daschwimmt, es, in unzähliger Masse, das sich des Schwebens, desFliegens selber nur üben darf. Schon fast, da ist dem Himmelalleine, der Gegensatz zur stillen Menschheit am Boden. Dort oben, daentheben sie sich aller Grenzen. Dort unten aber, da sind sie nichtzu sehen.


So folgen wir weiter, suchend, um findend zu erkennen. Stadt umStadt, die ist es, die wir durchstreifen. Findend, da hoffen wir desVerstehens entlohnt zu werden. Aber, es ist nur dieses mal derEnttäuschung. Die Autos, Gefährte des Bleches, der Reinen anElektrik, sie sind des Stehens gezwungen. In Reih und auch Glied, ander Straßen Ränder.


Der ersten Vermutung, des Ahnens schon fast, ist das nur desMenschensein gelöst, diese Freiheit der lebenden Natur entstehenließ.


Doch dann, ein helles lachendes Glocken Spiel, das unser Innerstesstreift. Suchend, eilend, da fliegen wir zum Ursprung dieses reinenTones. Finden der Kinderspiel. Zu Hauf, zu Mehreren, da sitzen sie imSandes Kasten, spielend, treibend in der eigenen Welt an Phantasie.Und auch des Gelächters weiterer Spur im Garten der Kleinen anBehausung. Die Erwachsnen, so nennt man sie sehr wohl. Sie stehen,sie sitzen, sie knien und liegen, im Grün der Wiese. Im Beisammen,des Austauschs, des Gespräches, des Findens in einer und mehreren anGruppen. Wir suchen Mienen, suchen Furchen, suchen Spuren, derMühsal, der Sorgen, des geplagten Seins, das sich schnaufend nur derPause gönnen will. Doch des

hellen Schein, am Himmel nur strahlend, da findet es sich in derSeelen Körper an Hülle. Es ist der Frieden, es ist das Beisammen,es ist das Zuhause, der Gemeinsamkeit. Im Garten des Nirgendwo, desÜberalls.


Nun, wir wissen wo zu finden. Wir spüren es auch ohne den Blick,ohne des Geräusches Spur. Der Menschen Existenz, egal der WeltenSpur folgend. Nicht einer, der tut sein Werk, der Auferlegten anArbeit. Nicht einer, der des Pflichtes Zwang. Nicht einer, der derGedanken Sorgen. Nicht einer, der entfernend sich aus seinem Kreisebegibt. Sie alle, unweit der Ländereien, der Staaten Grenzen, siehaben sich findend getroffen. Im Kreise der Einen, der Freunde, derFamilie, des Beisammen an Seins. So ist es Zeit, des Seins, desMenschen sich zu erinnern. Des Gespräches, des Hörens, des Findens,des Erinnerns, des Nächsten, des Selbst in ihm, des in ihm desEigen.


Wir entheben uns in des Himmel Weiten. Empfangen der Sonnen Licht,der Ewigkeit nur offenen Fläche. Spüren, dort oben das Reinste anFreiheit, den Frieden den Grenzenlosigkeit. Dort unten, da ist'sgenau nur so. Der Menschen Freiheit, im Kreise der Ihren. DerMenschen nur ohne Grenzen im Zusammen des Seins. So ist es eine anStunde, die der Ewigkeit gebührend, den Moment der Reinheiterschafft.


 Natur, sie spricht, nebst des Menschen Sein. Mensch, auch er nichtschweigt, in trauter an Zweisamkeit. Des Himmels nur Königreich, esward geboren, geschaffen so gleich, in unscheinbar an Stunde, nurohne der Mühsal Qual. Ohne des Sinnes, ohne Einer an Suche. Findend,da hatten sie schon. Suchend, da wussten sie bereits. Sie sind einer,und doch gar Viele. An Seelen, an sein, die des Himmels Frieden,seine gar Herrlichkeit, im Miteinander des Zusammen preisend dernormalen an Stimmen zur Ewigkeit gereichen.

Das Buch der Sprüche - Der Wahrheits kleinster NennerWo Geschichten leben. Entdecke jetzt