Teil 54

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Justins Sicht

Ich liebe dieses Gefühl auf der Bühne zu stehen. Tausende Fans die nur wegen mir da sind, vor mir zu sehen. Sie mit meiner Musik zu begeistern. Jeder Abend, jeder Auftritt ist ein anderer. Nie ist einer wie der letzte oder der vor einem Jahr. Jeder ist etwas besonderes.

Nach meinen Beiden Zugaben, ging ich wieder backstage und klatschte mit jedem meiner Band ab. Mir ist es wichtig, dies zu tun. Ohne meine Band wäre ich nichts, also bedanke ich mich nach jedem Konzert durch den Handschlag.

„Super Konzert!" kam Ryan auf mich zu.

„Danke Bro!" lächelte ich und ging in meine Garderobe. Ich suchte mir neue Klamotten raus und machte mich sofort auf den Weg zur Dusche. Das warme Wasser brachte mich wieder ein wenig runter und ich wurde auch ruhiger.

Zusammen mit der Crew machten wir uns dann auf den Weg zurück ins Hotel, was sich wieder ein wenig schwer erwies. Ich frag mich immer wieder wie die Fans heraus bekommen wo ich mich wann befinde. Irgendwie echt beeindruckend.

Doch nach einer Weile lag ich dann endlich in meinem Bett und twitterte noch ein wenig. Besonders viele Antworten bekam ich von den Fans, die heute beim Konzert waren. In allen Bildern, Tweets wurde ich verlinkt. Ich find es immer wieder süß, wie sie versuchen auf sich aufmerksam zu machen. Deswegen antwortete ich einigen und folgt ebenso ein paar.

Doch ich wollte auch noch bei Katja anrufen. Ihre Stimme hören und ihr eine Gute Nacht wünschen. So wählte ich ihre Nummer. Mailbox. Komisch, aber vielleicht ist ihr Handy aus. So schrieb ich ihr noch eine SMS und legte mich dann ebenso schlafen.

Katjas Sicht

„Das kann doch nicht wirklich er geschrieben haben?" schüttelte Caitlin fassungslos mit dem Kopf. „Das war er nicht. So ist er nicht."

„Die Nachricht sagt aber was anderes..." flüsterte ich leise und meine Stimmer zitterte. Die Tränen liefen meine Wange hinunter.

Ich kann immer noch nicht glauben was er mir für eine Nachricht geschickt hat.

„Hallo Katja,

ich weiß nicht so recht wie ich das jetzt sagen soll aber...

ich weiß nicht ob das noch so mit uns weiter gehen kann.

Wir sehen uns kaum, damit komm ich nicht klar wie ich immer sage.

Es tut mir leid.

Justin."

Warum hat er mir das nie gesagt? Warum hat er mich so lang angelogen? Warum schreibt er mir diese beschissene Nachricht und sagt es mir nicht persönlich? Was ist auf einmal passiert?

Niemals hätte ich ihn so eingeschätzt. Niemals hätte ich gedacht, dass er so ein Arsch ist. Hätte ich das gewusst... hätte ich mich nie auf ihn eingelassen.

Ich weiß grad nicht ob ich traurig oder wütend sein soll.

„Katja er hat das nicht geschrieben!!!" sagte Caitlin mit fester Überzeugung.

Leider kann ich ihr da nicht glauben. Mein Handy und die Nachricht sagen was ganz anderes.

„Oh Gott Sweety komm her!" sagte Caitlin, als sie sah wie mir die Tränen die Wangen nach unten liefen. Sie strömten nur so aus mir heraus. Ich kann gerade nicht beschreiben wie beschissen es mir geht. Ich komm mir unendlich verarscht vor. Warum tut er das?

Er ist/war meine erste große richtige Liebe. Sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Wie er damals vor unserer Tür stand und uns mit Pattie freundlich begrüßt hat. Wie wir uns kennen lernten, zusammen Spaß hatten. Wie wir uns lieben lernten und ich sogar mein erstes Mal mit ihm hatte!

Wieso schmeißt er das alles auf einmal weg? Hat er eine Neue? Will er keine feste Freundin, an die er sich binden muss, sondern lieber Spaß haben? Warum warum warum??? So viele Fragen doch keine Antwort!

Ich fühlte mich einfach nur mies, wie als wenn mein Herz rausgerissen wurde.

„shh shhh... ganz ruhig. Ich kann nicht glauben das er das gemacht hat. Ich erkenn ihn nicht wieder! Ich muss unbedingt mit ihm reden. Er ist soo ein Arsch!" flüsterte sie. Sie reichte mir ein Taschentuch und strich mir beruhigend über den Arm.

„Ich weiß was da hilft!" ich sah sie fragend an. „Schokoladeneis!!!" Damit zauberte sie mir ein kleines Lächeln auf die Lippen. Genauso machte ich das mit Lisa und Steffi auch immer, wenn jemand von uns Kummer oder Sorgen hatte.

Ein paar Tage später, ging es mir immer noch mies. Ich verkroch mich immer mehr im Zimmer und kapselte mich von allem ab. Ich wollte nur meine Ruhe. Zwar musste ich immer wieder dadurch an Justin denken, aber wenn andere lachen und gute Laune haben, geht mir das einfach nur auf den Keks. Auch wenn sie es nur gut meinten, mich ablenken wollen, hab ich keine Lust darauf. Meine Familie weiß nun auch Bescheid über Justins „tolle Nachricht". Sie hätten ihn ebenso wenig eingeschätzt und Clara hat nun wirklich alle Poster von ihm abgenommen und eine Art Hass entwickelt. Justin hatte immer wieder versucht mich anzurufen, schrieb mir haufenweise Nachrichten und sprach mir auf die Mailbox. Nie hörte ich mir es an oder las die Nachrichten. Der Löschknopf war in der Sache zu meinem besten Freund geworden. Irgendwann sperrte ich seine Nummer und hatte somit meine Ruhe.

Es war Sonntag Nachmittag. Draußen schien die Sonne, doch ich hatte die Rollos runter gemacht. Die Musik lief laut im Hintergrund und ich lag auf meinem Bett. Das Gesicht in meinen Kissen vergraben. Plötzlich ging die Tür auf und meine Rollos wurden wieder hochgezogen. Ich sah nicht auf.

„Katja ich versteh das das alles schwer für dich ist, aber das Leben geht weiter. Du kannst dich hier nicht ewig vergraben! Pack deine Sachen. Du fliegst morgen zu Steffi und Lisa um mal ein wenig abschalten zu können und auf andere Gedanken zu kommen." Setzte meine Mum sich auf mein Bett und strich über mein Bein.

Monoton sah ich sie an und nickte. Vielleicht war die Idee gar nicht so schlecht.

Fall //Justin Bieber FF #wattys2015Lies diese Geschichte KOSTENLOS!