Teil 46

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Und es hieß schon wieder Abschied nehmen. Diesmal von meinen beiden besten Freundinnen. Ach man. Ich hasse es Abschied zu nehmen. Die Zeit ist viel zu schnell vorbeigegangen.

Meine Eltern und ich brachten sie zum Flughafen. Clara kam nicht mit. Sie hat jetzt auch irgendso einen Freund. Einer aus der Nachbarschaft. Na wenigstens konnte sie dann mich nicht mehr nerven. Es gab also auch positive Seiten. Auch wenn es mir nicht so recht passte, wenn sie ihn mit nach Hause brachte. Ich finde ihn rotzig und ungepflegt. Und vor allem ohne Manieren. Naja, wenn Clara sowas brauch, dann soll sie ruhig.

Die Stimmung im Auto war bedrückt, auch wenn meine Eltern uns immer wieder versuchten aufzumuntern.

„Ihr seht euch doch wieder! Das ist doch kein Abschied für immer." , stimmte zwar, aber in diesem Moment hilft es einem auch nicht.

Am Flughafen war es dann vorbei und die Tränen liefen wie Flüsse, die Wangen hinunter. Nachdem die Koffer weg waren, hieß es Abschied nehmen. Als erstes umarmten meine Eltern die Beiden. Dann kamen sie zu mir. Ich fiel beiden in die Arme und fing an zu schluchzen und zu heulen. Den beiden ging es nicht anders und so heulten wir uns gegenseitig die T-Shirts voll.

„Es war sooo schön hier!" löste sich dann Lisa. „Danke nochmal..."

„Aber du musst uns auch mal wieder besuchen kommen. Justin kann gern mit kommen." kam Steffi dann zu Wort und holte Taschentücher aus ihrer Handtasche. Sie reichte jedem eins und alle gleichzeitig schnaubten wir. Das brachte uns zum Lachen.

Doch augenblicklich wurde ihr Flug aufgerufen. Nein, ich will sie nicht gehen lassen.

„Wir werden dich soo vermissen." kam noch einmal Steffi in meine Arme.

„Und ich euch erst. Ihr seit nicht mehr da, Justin ist nicht da und die Langeweile kommt. Super."

Nun kam Lisa nochmal.

„Wir melden uns ja?" Ich nickte traurig.

Sie lächelten noch einmal aufmunternd, doch auch sie hatten immer noch Tränen in den Augen. Sie kamen zum Check-In und mein Dad kam zu mir und legte seinen Arm um mich. Ich lehnte mich bei ihm an.

Zum letzten Mal winkten die Beiden und verschwanden dann hinter der nächsten Ecke. Toll, wieder allein.

„Hey Katja. Wie wäre es wenn wir auf dem Heimweg bei einem Trödelmarkt anhalten. Ich hab vorhin ein Schild gesehen und er ist bei uns in der Nähe?" fragte meine Mum.

Ich schaute zu ihr rauf. Warum eigentlich nicht? Bringt vielleicht ein wenig Abwechslung.

Gesagt. Getan. Wir fuhren zu diesem Trödelmarkt.

Die sind eigentlich wie die in Deutschland. Haufenweise Verkäufer mit ihren Ständen, welcher versuchen ihr Zeug zu verkaufen. Ich mag die Märkte.

In diesem Fall bringt er mich auch auf andere Gedanken. Doch diesmal war nicht so viel dabei, was mich interessierte. Bis ich zu einem Stand eines vielleicht 50 jährigen Mann kam. Sein Stand war wirklich nicht so toll, bzw sein Angebot. Doch er hatte eine Gitarre zum Verkauf.

Ich musste wieder an meine Kindheit denken, als ich Gitarre gespielt habe. Eigentlich wollte ich nie so recht spielen, dass Klavier spielen hatte mich mehr interessiert. Aber meine Eltern bestanden darauf, dass ich das Gitarre spielen erlerne. Und so lernte ich dann über 3 Jahre.

Mir machte es dann doch Spaß, doch irgendwann fand ich kaum noch Zeit dazu. Zudem hat meine Schwester dann irgendwann die Saiten durchgeschnitten, weil sie wegen was auch immer sauer auf mich war. Soll jemand meine Schwester verstehen. Naja neue Saiten habe ich mir nie gekauft und irgendwann haben meine Eltern meine Gitarre dann bei eBay versteigert.

Ich merkte wie mir das Spielen fehlte. Ich sah mir die Gitarre genauer an. Sie war noch in einem super Zustand. Entschlossen die Gitarre zu kaufen, fragte ich den Verkäufer, wie viel er denn haben möchte.

„20 kanadische Dollar und du kannst sie haben."

Innerlich freute ich mich riesig, denn das ist ein super Angebot, dafür das sie noch so gut erhalten ist. Natürlich kaufte ich sie.

Am Auto traf ich wieder auf meine Eltern, welche aber nichts gekauft haben. Stolz auf meinen Kauf ging ich grinsend zu ihnen.

„Du hast eine Gitarre gekauft? Wie schön du willst wieder spielen." kam mir Mum begeistert entgegen und umarmte mich.

„Ja irgendwie vermisse ich das Spielen."

Und so fuhren wir nach Hause.

Fall //Justin Bieber FF #wattys2015Lies diese Geschichte KOSTENLOS!