Teil 43

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Wortkarg ging es wieder zum Flughafen. Wieder Abschied nehmen. Warum müssen auch diese schönen Tage eigentlich immer so schnell rum sein? Und die schönen so schnell? Kann das nicht genau anderes rum sein? Ach das Leben ist manchmal ganz schön blöd.

Aber andererseits... Justin ist nicht aus dem Leben. Ich werde ihn wiedersehen. Ich finde es zwar nicht prickelnd, ihn so wenig zu sehen, aber das wichtigste: Wir lieben uns. Dann sollte das eigentlich zu schaffen sein.

Wie das letzte mal, fuhren wir zum Flughafen. Wie das letzte mal, kuschelte ich mich an seine Schulter und hielt seine Hand. Wie das letzte mal, gingen wir zum Flugplatz.

Justin ließ mich nicht los. Vor dem Flugzeug blieben wir wieder stehen. Er drehte sich komplett zu mir, nahm mein Gesicht ins seine Hände und legte seine Stirn an meine.

„Shawty, ich vermiss dich jetzt schon." hauchte er gegen meine Lippen. Tränen bahnten sich den Weg. Nein, nicht weinen Katja. Du weinst jetzt nicht.

Doch wie immer waren die Tränen stärker als ich und die erste rannte meine Wange hinunter. Justin strich sie sanft mit seinem Daumen weg und küsste mich kurz an dieser Stelle.

„Ich dich auch. Was soll ich denn wieder machen, wenn du weg bist und Lisa und Steffi fahren auch schon wieder."

„Eine kleine Überraschung hab ich ja noch für euch drei. So als "Danke" an Lisa und Steffi für das Dichthalten. Aber sie ist auch für dich."

Er holte einen Umschlag aus seiner Innentasche seiner Jacke. Er gab ihn mir.

„Was ist das?" Ich wollte ihn öffnen.

Er legte seine Hand auf meine, so das ich ihn nicht öffnen konnte.

„Warte bis du zu Hause bist."

Justin wurde von Kenny gerufen. Er schnaufte kurz.

„Ich muss wohl los."

Ich nickte nur. Was soll ich auch sagen. Er zog mich in seine Arme und ich vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge. Noch einmal zog ich ich seinen Duft in meine Nase und genoss die Nähe. Er löste sich kurz von mir, doch zog nun mein Gesicht an das seine. Sanft drückte ich meine Lippen auf seine und meine Hände verirrten sich in seinem Haar. Nach und nach wurde der Kuss immer intensiver, denn schon merkte ich wie Justins Zunge ein letztes mal um Einlass verlangte. Natürlich gewährte ich ihm den ohne groß zu murren.

Viel zu schnell löste er sich wieder, aber er muss los. Alle warten auf ihn.

Mit einem "Ich liebe dich..." hauchte er mir noch einen kurzen Kuss und ließ dann von mir ab. Er stieg ins Flugzeug und schon stand ich wieder allein da. Das Leben ist unfair.

Ich sah wir er sich ans Fenster setzte und mich noch einmal zuwinkte. Ich tat es ihm gleiche und schon startete das Flugzeug. Ich ging noch einige Schritte zurück und wartete bis es abgehoben ist.

Kurze Zeit später war kein Flugzeug mehr zu sehen.

Traurig ging ich zum Taxi, welches mir wer auch immer schon rangerufen hatte. Ich setzte mich rein und gab die Adresse von zu Hause an.

Mir fiel wieder der Umschlag ein. Was das wohl für eine Überraschung ist. Ich wollte den Umschlag öffnen, doch dann fiel mir wieder ein, dass das ja auch eine Überraschung für meine beiden Freundinnen ist. Also beschloss ich bis zu Hause zu warten.

Als die Tür hinter mir ins Schloss fiel, rief ich die beiden dann auch schon zu mir. Sie meinten sie seien oben. Okee dann geh ich eben zu ihnen. Ich wollte eh hoch. Im Zimmer angekommen sah ich das die beiden ein wenig fern schauten. Irgendeine Sendung auf Viva.

,,Hey du bist ja schon da." begrüßte Steffi mich kurz bis sie sich wieder auf den großen schwarzen Kasten konzentrierte.

,,Japp. Justin musste gleich los." Meine Traurigkeit war raus zu hören.

,,Ach Süße du siehst ihn doch wieder. Er ist doch nicht aus der Welt. Klar ist es doof, aber er hat nunmal einen Job." tröstete mich Lisa. Da hat sie wohl auch recht.

,,Hey ehm... Justin hat mir noch eine Überraschung für uns mitgegeben. Für euch so als Danke, dass ihr dichtgehalten habt."

Ich holte wieder den Umschlag hervor. Beide richteten nun die Aufmerksamkeit auf mich und den geheimnisvollen Brief.

Als erstes holte ich einen Brief hervor. Handgeschrieben. Von Justin. Ich las ihn laut vor.

Hallo ihr drei,

ich wollte euch noch eine kleine Freude machen, als Dankeschön für die letzten Tage.

Steffi, Lisa? Es war wirklich schön euch kennenlernen zu dürfen. Ihr seit wirklich zwei tolle Mädels.

Ich will euch aber nicht länger auf die Folter spannen.

Im Umschlag findet ihr noch 3 Karten, inklusive Backstage-Tickets. Leider nicht für mein Konzert, aber ich hab gehört ihr mögt die Jungs von One Direction.

Die fünf Jungs sind bald bei euch in der Nähe. Noch bevor Lisa und Steffi wieder nach Deutschland müssen.

Ihr werdet am Abend um ca. 18 Uhr abgeholt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Konzert und bei dem anschließenden Meet and Greet.

Ich hoffe nur ihr kriegt alles vom Abend mit und fallt nicht in Ohnmacht. Wäre ein wenig schade, denn live sind die Jungs echt hamma.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und ich hoffe wir sehen uns bald wieder.

Justin

P.S. Shawty, ich liebe dich.

Beiden fiel die Kinnlade runter. Sie schauten mich ungläubig an. Lisa riss mir dann noch den Brief aus der Hand, um selber noch mal zu lesen. Klar hätte ich mir ja auch alles ausdenken können. Natürlich.

Nach gründlichem zweiten lesen, kam aus Lisa dann ein ,,Oh mein gott..." raus.

Ich holte aus dem Umschlag die drei Tickets mit den Backstage-Karten raus. One Direction - Up all night. Ich kenn kein Lied von denen. Naja das wird sich dann wohl innerhalb von zwei Tagen ändern. Denn das Konzert ist auch schon in zwei Tagen.

Jetzt ging dann auch der erwartende Schrei-Alarm mit Gesangseinlage los. Es hörte sich an wie ,,Wir fahren zu One Direction... wir fahren zu One Direction... OMG".

Mum kam sogar schon ins Zimmer, um zu sehen ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Sofort holten die beiden meinen Laptop vor und googelten was das Zeug hält. Na das kann ja eine lange Nacht werden.

Fall //Justin Bieber FF #wattys2015Lies diese Geschichte KOSTENLOS!