Shay und Justin kommen auf den Tisch zu. Sie dreht sich kurz zu ihm um und gibt ihm einen Kuss auf den Mund. Beide schließen die Augen und ich sehe, dass Shay beginnt zu grinsen. Als sie sich lösen, wendet sich Justin in Richtung Küche und verlässt uns mit schnellen Schritten.

"Du, Sara? Ich habe keinen Hunger mehr, wollen wir woanders hingehen?" Sie lächelt mich freundlich an. Vielleicht ist sie garnicht so sauer und verzeiht mir, dass ich ihr Geheimnis an Alex weitergegeben habe.

"Ja in Ordnung." Ich nicke schnell und erhebe mich.

Wir verlassen den Laden und gehen in Richtung Auto.

"Seit wann seit ihr zusammen?", frage ich.

"Seit ein paar Tagen. Er hat mich von Tyler abgeholt und danach haben wir uns geküsst" Sie lächelt zufrieden. "Es ist einfach perfekt, Sara. Ich habe soviele Probleme gehabt in letzter Zeit, aber mit Justin ist alles perfekt."

"Du weißt nicht, wie sehr ich dir das gönne." Ich grinse nett.

"Danke." Sie beginnt mich anzusehen.

Zum ersten Mal sieht sie wirklich glücklich aus. Zufrieden mit dem, was sie hat. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen wir gesagt haben, dass wir uns nie verlieben wollen. Wenn ich Shay ansehe, weiß ich, dass sie genau auf dem richtigen Weg ist, es doch zu tun und das freut mich.

Shay's POV

"Was ist eigentlich mit Mystery Boy?"  Sara und ich steigen in ihr Auto, das an einem Seitenstreifen parkt.

"Tja..." Ich atme ein. "Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Ich denke ich sollte loslassen. Seine Worte haben mich verändert, ja, aber ich sollte nicht an ihm festhalten."

"Es könnte auch eine Frau sein." Sie reißt ihre Augen auf.

"Ja das auch. Ich weiß es selbst nicht, aber ich weiß, dass das Einzige, was im Moment wichtig ist, Justin ist." Sie nickt und startet das Auto, um es auszuparken.

Mystery Boy ist ein Kapitel meines Lebens, das zu mir gehört, aber jetzt möchte ich mich ganz auf Justin konzentrieren. Ich weiß, dass noch viel vor uns beiden liegt. Viele Schwierigkeiten, viele Konflikte und viele wunderschöne Momente. Er ist die erste Person, die ich an mich ranlasse und da zählt nichts anderes. Natürlich wäre es interessant zu wissen, wer Mystery Boy ist, aber wichtig ist es nicht mehr.

-

Sie parkt vor dem Gebäude, in dem Justins Wohnung liegt.

Ich öffne die Tür, aber sie hält mich zurück, bevor ich aussteigen kann.

"Es ist doch alles in Ordnung zwischen uns, oder?" Ihre Gesichtszüge werden weich.

Ich überlege kurz. Natürlich hat mich das verletzt, dass sie eins meiner tiefsten Geheimnisse weitergegeben hat. Ich könnte wirklich sauer sein, aber ich will es einfach nicht.

"Ich fand das nicht gut, aber es ist ok. Ich weiß, dass du mir nie was Böses willst." Sie wirkt erleichtert und atmet aus.

"Will ich wirklich nicht." Sie beugt sich zu mir rüber und umarmt mich schnell.

"Willst du noch mit nach oben kommen? Justin ist ja sowieso nicht da.", ich setzte einen freundlichen Blick auf.

"Ja ok." Sie presst ihre Lippen zusammen und fährt sich einmal kurz durch ihre schwarzen Haare, damit sie gut sitzten. Ich weiß, dass sie ihre Haare nervig findet, aber ich bin immer wieder neidisch auf ihre dunklen Locken, die, wenn sie gut sitzten, einfach nur traumhaft aussehen und perfekt zu ihrem Typ und ihrer Haut passen.

Wir verlassen das Auto und machen uns auf den Weg zum Fahrstuhl.

"Du magst keine Fahrstühle, oder?" Sie schaut hoch, als wir den Aufzug betreten.

"Ja..." Ich schlucke. Sie hat Recht, ich mag Fahrstühle noch nie. Irgendwie komisch, wie gut sie mich kennt.

-

In der Wohnung angekommen, öffne ich die Tür zu der Küche und reiche ihr ein Glas Wasser. Die Küche gehört zu dem Bereich der Wohnung, den ich betreten draf. Ich weiß nicht, ob ich es lustig oder traurig finden soll, dass es Bereiche für mich gibt und Zimmer, die tabu sind.

Sara setzt sich auf den weißen Stuhl und schließt ihre Augen. Vermutlich ist sie ziemlich müde.

Als ich gerade den Kühlschrank öffne, um zu schauen, was drin ist, bemerke ich, dass sich die Tür öffnet. Jackson kommt ins Zimmer.

Sara ist kurz erschreckt, das sehe ich ihr in ihrem Gesicht an. Einen kurzen Moment herrscht peinliche Stille. Jackson dreht sich um und verlässt den Raum ohne etwas zu sagen.

Sara starrt mich mit großen Augen und roten Wangen an. "Wer ist das?"

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