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Pen Your Pride

3. Kapitel

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"So, hier wären wir!", schrie meine Mum fast, als sie mich mit meinem Koffer auf dem Hof zerrten.

"Du brauchst nicht glauben, dass ich immer hinter dir stehe und die helfe!"

Ach, wenn die wüsste, wie wenig sie überhaupt für mich tut.

Meine Tränendrüsen füllten sich, aber ich verdrängte sie mit zusammengebissenen Lippen.

Dann drehte sich meine Mum um und brauste mit dem uralten, weißen VW weg.

Stille.

Ich stand auf dem Hof, vor dem Grauen Gebäude, dass bedrohlich über mir hervorragte.

Ich schluckte.

Würde ich jetzt den Rest meines Lebens hier verbringen?

Mein einziger Trost war es, mir einzureden, dass mich eh niemand vermissen würde, so wie ich es auch bei niemandem tuen würde.

Ich wendete meinen Blick zum Gebäude.

Wie oft war ich schon hier? 3 Mal, 4 Mal?!

Doch damals bin ich schnell wieder entlassen worden, da keine Plätze mehr frei waren.

Und jetzt stand ich wieder vor der Psychatrie!

Graue Wände, Gitter vor den Fenstern und ein riesiger Stracheldrahtzaun um das ganze Gelände.

Zuletzt streifte mein Blick die große Wendeltreppe, die zum breiten Eingangstor führte!

Sie mochte ich einigermaßen, sie war so alt und mit Blumen verziert. Jede einzelne sorgfältig in den Stein gemeißelt!

Ich strich mit der Hand über das Kunstwerk, während ich zum Eingang hinauf stieg.

Ich atmete tief durch, Schloss die Augen und hörte zu, wie mein Herz vor Aufregung und Schmerz gegen meinen Brustkorb hämmerte, so als würde es in jedem Moment hervorbrechen, fliehen und einen leblosen Körper zurücklassen!

Dann umfasste meine Hand den glatten Türgriff und ich zog die Türe auf, sie quietschte und mehr bekam ich nicht mehr mit!

Das 10. MalLies diese Geschichte KOSTENLOS!