3.13. Die Geldquelle der süßen Ning

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(Fortsetzung Kapitel 3.06.)

Marielou stürmt ungestüm ins Haus der Eltern ihrer besten Freundin Ning und sofort in Nings kleines Zimmer: "Ning, Ning, hast Du gehört, Tommy ist verhaftet worden! Einige Jungen sind im Jugendheim des BSWD! In Tugalm City. Das ist eine Katastrophe. Ning, das kann doch nicht wahr sein"

"Ja, natürlich habe ich das gehört! Das ganze Dorf redet davon und zwei meiner Cousins sind darunter. Der Jan und der Dan."

"Ach, die Söhne Deines Onkels, Deine Neffen?

"Ja, vom Bruder meines Vaters. Familie Barcella."

"Ning, ich kenne Deine Familie! Irgendwie sind wir zwei auch verwandt."

"Alle hier im Dorf sind irgendwie miteinander verwandt, Marielou, Du Süße."

Marielou ist um Aufmerksamkeit bemüht: "Ning, hast Du nicht zugehört? Tommy ist verhaftet worden!"

Die äußerst attraktive Ning liegt bäuchlings auf dem Bett, hat die Beine nach oben angewinkelt und lässt ihre zierlichen Füße in der Luft kreisen. Mit den Händen stützt sie ihr schmales Kinn. Das Top das sie trägt ist sehr tief ausgeschnitten. So wie Ning daliegt, zeigt das Top mehr als es verbirgt. Konzentriert schaut sie auf den Laptop. Ein eingesteckter USB-Stick mit SIM-Karte blinkt hektisch. In der Zimmerecke surrt ein Tischventilator und sorgt für ertragbare Temperaturen.

"Ning, warum liegst Du denn voll geschminkt vor Deinem Laptop? Jetzt höre mir doch endlich einmal zu!"

Ning lässt sich nicht stören. Auf dem Screen erkennt Marielou ein zwar pixliges, aber gut erkennbares Gesicht eines Mannes, im besten Alter und blondem Haar. Ning spricht in honigsüßen Tönen in das Headset-Mikrofon: "Darling, eine Freundin ist gerade gekommen. Ist wohl wichtig. Können wir in einer Stunde chatten?"

Marielou steht neben dem Bett. Scheinbar gibt der hellhäutige Mann Ning Anweisungen. Ning dreht den Computer: "Marielou, sage hallo zu Kimmi, er ist Finne."

Marielou winkt zaghaft.

Ning tut entrüstet: "Oh, nein Kimmi, das können wir nicht tun. Meine Eltern sind nebenan. Aber ich denke, Marielou trägt keinen BH."

Marielou stupst Ning. Sie steht nun außerhalb des Sichtbereiches der integrierten Kamera des Laptops, verzieht das Gesicht zur Grimasse und lässt den Zeigefinger der rechten Hand an ihrer Schläfe kreisen. Das Zeichen für "Der hat sie nicht mehr alle!"

"Gut, Kimmi, so in einer Stunde?.... Gut, okay, Süßer! Tschüssi."

Ning klappt ohne Vorwarnung den Laptop zu. Der USB-Stick blinkt nicht mehr.

"Sehr gut,", stöhnt Ning, "noch so ein Typ mit Geld. Den habe ich bald so weit!"

"Bald so weit?", wundert sich Marielou.

"Ach, Marielou, Du bist echt hinter dem Mond. Kim will mir Geld senden, per Western Union."

"'Tschuldige, dass ich störe." Marielou spielt die Beleidigte.

Die superschlanke Ning springt sportlich vom Bett: "Komm, Süße, lass uns raus auf die Veranda. Eistee trinken. Meine Ma wird uns welchen machen.

Ning hat das Internet vor zwei Jahren entdeckt - da war sie 17 Jahre alt - und sofort die vielfältigen Möglichkeiten erkannt, schnelles Geld damit zu machen. Ihre Wirkung auf Männer ist ihr bereits mit 14 bewusst geworden. Sie surft täglich auf verschiedenen Plattformen. Früher war es Frienster, heute ist es eher Facebook, Instagram und Twitter. Auch auf einigen Dating-Sides oder Chatforen, aber auch auf Skype, Viper oder Whatsapp ist sie unterwegs. Die Welt und das Internet ist voller einsamer Männerherzen. Ning ist Master, diesen lüsternen Kerlen mit diversen Geschichten und ein wenig Erotik das Geld aus den Taschen zu ziehen. Sie hofft, das irgendwann auch ihr Märchenprinz darunter ist. Da ist sich Ning sicher. Ganz sicher! Und dann nur weg aus den Philippinen.

REISE INS VERDERBEN - by NOKBEW™Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt