Teil 4

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Als ich nach Hause kam sah ich bei meiner Schwester vor der Tür schon den ersten gepackten Karton. Ich ging in Richtung Bad um zu duschen. Unter dem warmen Strahl entspannten sich meine Muskeln ein wenig und ich konnte für eine Weile abschalten. Auch meine Mum begann auch schon mit dem packen. Sie räumte die Vitrine vom Wohnzimmer aus, wo eh nur Dekozeugs drin stand. Ich überlegte auch schon anzufangen, denn drei Wochen gingen schnell vorbei und es war noch viel zu tun. Doch ich wollte einfach nur noch schlafen. Ich fiel schnell in einen traumlosen Schlaf.

… 2 Wochen später...

Morgen ist mein letzter schultag. Ich kam nach Hause und überall standen Kisten und Koffer rum. Heute kommt auch ein Umzugsunternehmen, welches weltweit transportiert. Als die ersten Sachen sind dann weg waren, wurde unser doch immer gefülltes wirkendes Haus auch immer leerer. Als ich in mein Zimmer trat waren schon alle Kartons weg. Und somit auch viele Erinnerungen. Ich habe beim Packen viele Dinge und Fotos gefunden die mich an meine Kindergarten- und Grundschulzeit erinnert haben. Immer wieder hatte ich geweint. 

Jeden Tag traf ich mich mit Lisa und Steffi. Sie halfen mir beim Packen und wir wollten einfach nur noch soo viel Zeit miteinander verbringen wie möglich. In 5 Tagen würde ich mit meiner Schwester und meiner Mutter fliegen. Meiner Mum fiel es auch immer schwerer Abschied zu nehmen. Doch Clara störte das kein bisschen. Sie konnte gar nicht mehr ruhig schlafen vor Aufregung, wegen ihres geliebten Justin Biebers, der dort wohnte.

Der Abschied von der Schule fiel mich nicht allzu schwer. Ich mochte die Lehrer nicht, meine Klasse nicht. Ich hatte eigentlich nur Steffi und Lisa. Doch bei denen war der Abschied kaum zu ertragen. Wir heulten alle, als sie sich von mir verabschiedeten. Es war der schwerste Schritt meines bisherigen Lebens, doch jetzt gab es kein zurück mehr. Ich drückte beide noch mal ganz ganz fest an mich. Aber dann mussten wir los. Die letzten Kartons und Koffer waren gepackt und es hieß: ab zum Flughafen. Uns bestand ein ca. 12 stündiger Flug bevor. Wir stiegen ins Auto ein und winkte ein letztes mal meinen Mädels. Ich fragte mich, wann ich sie das nächste Mal wiedersehen würde und wusste keine Antwort. Mir liefen noch einige Tränen über die Wangen und ehe ich mich versah, saßen wir bereits im Flugzeug.

Wir wurden von der Stewardess und dem Kapitän begrüßt und wenig später waren wir dann in der Luft. Ich schaute noch einmal aus dem kleinen Fenster neben mir, verabschiedete mich das Letzte mal von Deutschland und meinem restlichen Leben. 

Ich wurde von Mum neben mir geweckt. 

„Hey Schatz, aufwachen. Wir landen gleich, komm schnall dich wieder an!“ Ich rappelte mich auf und schaute aus dem Fenster. 

Da war es nun, mein neues zu Hause. Kanada. Meine Schwester war die ganze Zeit wach gewesen. Die hüpfte auf ihrem Sitz rum, also wäre sie high. Oh mann. Ich schüttelte nur mit dem Kopf. Nach der Landung stiegen wir aus dem Flugzeug, holten unsere Koffer und machten uns auf dem Weg zum Ausgang des Flughafens. 

Von Weitem sah ich schon meinen Vater winken und rannte auf ihn zu. Ich ließ meine Taschen fallen und sprang ihm in die Arme. Ich war einfach nur froh, ihn jetzt wieder jeden Tag sehen zu können.

Er nahm natürlich auch Clara und Mum in den Arm.

Wir gingen zum Auto und hatten eine halbe Stunde fahrt vor uns. 

Endlich in Stratford, fuhr er auf eine Auffahrt rauf. So wenig ich auch von der Stadt gesehen, hatte gefiel sie mir ganz gut. Meine Schwester neben mir schaute, wenn es ging in jede Ecke, in der Hoffnung Justin Bieber irgendwo zu sehen. Doch vergebens. 

Wir nahmen unsere Sachen aus dem Auto und schlossen die Tür auf. Es war ein großen weißes Haus mit Garten und sogar einem Pool. Wir stellten die Sachen in den Flur und machten eine kleine Sightseeing-Tour durchs Haus. Als wir die erste Etage besichtet hatten, gingen wir logischerweise in die Zweite. Dort waren hauptsächlich die Schlafzimmer. Wir kamen in einen Raum mit riesigem Fenster auf einer Seite und einem Durchgang zum Balkon mit Aussicht in den riesigen Garten. Dazu hatte dieses Zimmer noch ein eigenes Bad mit Dusche. 

Ich vermutete, das ist dann das Schlafzimmer meiner Eltern. Doch ich irrte mich. Ich sollte dieses wunderschöne Zimmer bekommen. 

„Wir dachten du brauchst mehr Platz und Freiraum. Und wir finden das ist passend für eine 16 jährige junge Frau!“ 

Ich bedankte mich abermals und sie ließen mich in meinem neuen Zimmer allein. 

„Vielleicht ist es doch nicht allzu schlecht hier!“ sprach ich leise zu mir. Aber dann kamen mir Lisa und Steffi wieder in den Sinn und ich beschloss ihnen sofort eine SMS zu schreiben, dass wir gut angekommen sind. 

Fall //Justin Bieber FF #wattys2015Lies diese Geschichte KOSTENLOS!