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Epilog

Jungkook PoV.

Taehyung und ich standen mit unseren Freunden gemeinsam auf der Bühne, der Direktor klatschte und unsere Eltern waren im Zuschauerraum und sahen zu uns auf. Wir hatten endlich unseren Abschluss geschafft.

Taehyung stand abseits von mir, neben Yoongi und Jimin, während Namjoon, Jin und Hoseok bei mir standen. Jin und Namjoon waren noch immer zusammen und liebten sich nach wie vor so sehr, wie am Anfang. Bei Taehyung und mir... tja da kriselt es ein wenig und das weiß er genauso gut wie ich. Natürlich verstehen wir uns noch immer super, doch geht mir seine Eifersucht tierisch auf die Nerven beziehungsweise nervt ihn mit Sicherheit, dass ich ein Studium in Richtung Tanz beginne und in engen Leggins vor anderen herumspringe. Jedoch bin ich der Meinung, dass ich es mit diesem Studium weit bringen könnte und so hatten wir schon die ein, oder andere Diskussion. Aber sind wir mal ehrlich, war diese Liebe für die Ewigkeit bestimmt? Ich glaube nicht. Und Taehyung genauso wenig.

Nach der Zeremonie sind wir nach draußen in das Zelt für die Feier der Abschlussstufe gegangen und schon ging die Party los. Meine Eltern sollten nun auch Taehyung kennenlernen, aber vorher wollte ich mit ihm reden.

Er sprach gerade zwar mit unserer Lehrerin, jedoch zog ich ihn einfach weg. „Entschuldigen sie bitte." „Hey Kookie, was soll das?" „Wir.. sollten reden, findest du nicht auch?", sprach ich, als wir in einer ruhigeren Ecke außerhalb des Zeltes waren. Taehyung legte seinen Kopf schief.„Also?" „Du hast die Veränderung zwischen uns doch auch gemerkt, habe ich Recht?", fragte ich ihn und griff nach seiner Hand. Er verschränkte seine Finger mit meinen und lächelte ein wenig traurig. „Ja. Schon irgendwie. Es ist nicht mehr so, wie es wohl sein sollte, nicht wahr?" „Genau." „Was schlägst du vor?" „Naja, ich denke... es wäre vielleicht besser, diese Beziehung im Guten enden zu lassen, als im Schlechten, nicht wahr? Es hat so lang gebraucht, bis wir zusammen gekommen sind, aber ich denke wir sollten auch einsehen, wann es zu Ende ist und das wäre jetzt der Fall." Taehyung nickte. Sein Gesichtsausdruck war voller Verständnis und allein dafür könnte ich ihn nur noch einmal küssen. „

Ein letzter Kuss?", fragte mich mein Freund, grinsend, als hätte er meine Gedanken gelesen. Glücklich nickte ich und schon hatte er mich an sich gezogen und seine Lippen auf meine gedrückt. Ich finde ihn noch immer toll, aber eben auf freundschaftlicher Basis.

Der Kuss endete auch schnell und als ich mich zurückziehen wollte, umarmte er mich nochmal. „Darf ich dennoch deine Eltern kennenlernen?" „Klar doch.", erlaubte ich ihm und zog ihn sogleich zu meinen Eltern.

„Eomma? Appa?", sprach ich sie an und sah ihr strahlen, als sie sich zu mir drehten. „Ja, Kookielein?" „Das ist... Taehyung. Mein bester Freund... und Ex-Freund."

Ein besseres Outing kann es doch gar nicht geben, oder?

Meine Eltern jedenfalls nahmen die Situation gelassen hin und stellten sich Taehyung vor, der fast sofort in ein Gespräch mit meinem Vater vertieft war. Meine Mutter gesellte sich zu mir und legte einen Arm um mich. „Wieso denn Ex-Freund?" „Es hat wohl nicht so geklappt, schätze ich." „Aber ihr scheint euch doch so super zu verstehen?" „Ja, aber Eomma... Du kennst doch diesen Spruch... von Konfuzius. „Was du liebst, lass frei.", oder?" „Natürlich, aber er endet doch anders. „Kommt es zurück, gehört es dir... für immer!""

Ein wenig verträumt sah ich auf Taehyung. „Vielleicht kommt er ja zurück?"

Jahre vergingen....

Taehyung PoV.

Heute war mein großer Tag gekommen. Endlich hatte ich mein eigenes kleines Modegeschäft eröffnet, in dem ich nicht nur meine Klamotten verkaufte, sondern auch die, anderer Designer, zu einem bezahlbaren Preis. Ich war sehr stolz auf mich denn mit diesem Geschäft könnte ich mir irgendwann vielleicht einmal einen Namen in der Modebranche machen. Mein Traum war es das die Fans irgendwelcher Bands oder Schauspieler irgendwann nach „Vante" suchen würden, um zu sehen was ihre Idole tragen, anstatt Louis Vuitton oder Gucci.

Ein paar Besucher hatte mein Geschäft sogar schon gehabt und auch meine Freunde waren da, außer Jungkook, der sich so sehr in sein Studium kniete, dass keiner von unserer Gruppe in den letzten Jahren etwas von ihm gehört hatte.

Jedoch konnten wir auch nichts dagegen tun. Ob er seine Handynummer noch hatte, wussten wir auch nicht mehr, denn die Nachrichten kamen zwar an, aber wir bekamen nie eine Antwort und die Blumen, die als Profilbild eingestellt waren, waren nicht gerade Aussagekräftig.

Nun war es aber schon kurz vor sechs und ich räumte den Verkaufstisch meines Ladens auf, als die kleine Glocke über meiner Tür ertönte. „Guten Tag? Ist hier noch geöffnet ich wollte nur nach einem Outfit für meinen Auftritt schau- Taehyung?" „Live und in Farbe... Herzlich Willkommen." Jungkook lächelte und kam zu mir. „Wir haben uns echt lang nicht mehr gesehen. Wie geht es dir? Ist das dein Geschäft?" „Gut und ja. Du willst also nach einem perfekten Outfit für deinen Auftritt suchen? Was ist es denn genau für einer?" „Hm meine Abschlussprüfung, die gleichzeitig vor einigen Entertainments der Umgebung stattfindet." „Und was tanzt du?" „Modern Dance mit einigen Elementen des Balletts.", gab er schüchtern zu und sah auf seine Hände. Doch ich kam nur um meinen Tresen herum und zog ihn in meine Lieblingsabteilung.

„Pass auf... ich empfehle dir... eine lange Leggins, am besten in schwarz, sie sollte dich beim Tanzen auch nicht großartig hindern und somit ein wenig eng anliegend sein. Größe?" „Uhm... keine Ahnung ich kaufe alles größer. Ich mag oversized." Prüfend sah ich ihn mir genau an. „Du hast abgenommen." „Ich habe nur ein paar mehr Muskeln aufgebaut." „Das auch. Okay. Ich bringe dir etwas in eine Garderobe, ja?" „O-okay."

Jungkook verschwand in die Richtung, die ich ihm auswies, während ich seine Klamotten raussuchte. Passend zu der Hose suchte ich noch ein rotes Hemd aus Seide heraus, was sich wirklich elegant an jede Bewegung des Oberkörpers anschmiegte. Schnell wendete ich noch mein Schild, sodass der Laden nun offiziell geschlossen war und flitzte dann in den hinteren Teil des Raumes zu Jungkook.

„Hier sind deine Sachen." „Danke."

Jungkook zog sich schnell um und öffnete dann den Vorhang einen kleinen Spalt. „Kannst du... reinkommen?" „Natürlich...Wenn du mir deine Erlaubnis gibst? Denn eigentlich darf ich das wirklich nicht." „Nun mach schon du hast mich schon ganz anders gesehen, Pabo." Grinsend trat ich in die enge Umkleide und betrachtete meinen Ex-Freund. „Du siehst fantastisch aus." „Ja wirklich?" „Definitiv." „Gut."

Jungkook zupfte noch hier und da an einigen Ecken des Shirts herum, als er sich plötzlich nach vorn lehnte und seine Lippen auf meine drückte. Ich erwiderte kurz, schob ihn aber sofort von mir. „Jungkook! Was soll das!" „Das... war meine Art, dir mitzuteilen, dass ich unsere Trennung bereue." „Das ist... beinahe vier Jahre her?" „Ich weiß... Willst du... dennoch darüber nachdenken? Ich will dich nicht unter Druck setzen!" „Okay. Nein halt warte. Du bist noch immer so ein richtiger Arsch. Handeln ohne darüber nachzudenken. Genauso wie damals in diesem Club, als wir uns im Suff geküsst hatten und dann alles den Bach runter ging. Ganz ehrlich Jeon Jungkook. Die Trennung war das dümmste, was wir je hätten tun können und wir wissen beide, dass wir zu einander gehören! Ich liebe dich." „Ich dich auch, du Spast."

Dies war das letzte Kapitel dieser FF. Ich entschuldige mich für die lange Zeit die seit dem vorherigen Kapitel vergangen ist, aber ich wusste nicht wie. Aber dazu folgt alles im Epilog.

boyslove [taekook]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt